Das Medienwunder von Wilhelmshaven

Wissenschaftler bekommen Forschungsaufträge, Mediziner fragen sich, ob dieser Mann gedopt ist, Magier fürchten ihn als Konkurrenten, Esoteriker glauben an den Beginn eines neuen Medienzeitalters, Druckereien liefern täglich tonnenweise Autogrammkarten aus, für ihn arbeiten bereits mehrere Postboten, die säckeweise Fanpost in seine Villa schleppen, er eilt von Talkshow zu Talkshow und sein Jagdterrier bekommt überall Leckerlis, die er teilweise Tierheimen stiftet.  

Das 20. Jahrhundert kennt viele Wunder: das Wunder von Bern, das Wunder von Lengede, das Fräuleinwunder und das Wunder von der deutschen Einheit.

Nun hat auch das 21. Jahrhundert sein Wunder. Seien Sie dabei und klicken Sie hier. 

Dann werden auch Sie sich fragen: Wie nur hat er das geschafft? 🙂

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Wie in Arad (Rumänien): Silvester ohne Böller und Raketen

Arad

An der Silvester-Knallerei beteilige ich mich nicht. Warum ich Euro-Scheine in die Luft jagen soll, könnte mir auch niemand erklären. Das Neue Jahr begrüßen, geht auch anders.

1973 ist das Jahr der ersten Ölkrise gewesen. Weihnachten besuchte ich meine Eltern in Wilhelmshaven, ich studierte damals in Mainz. Den 2. Feiertag und den 27. Dezember verbrachte ich in Zügen. Die ersten brachten mich zurück nach Mainz. In meiner Studentenbude packte ich meine Koffer, Abfahrt des Zuges nach Wien und Budapest war kurz vor 23 Uhr. In meinem Abteil hatte ich immer neue Gesprächspartner, die Fahrgäste kamen und gingen. Unterwegs machte ich kein Auge zu. In Budapest stieg ich um. Als ich nach 36 Stunden in Arad ankam, taumelte ich schlaftrunken aus dem Zug. Elly (Foto) schleppte mich mit zu einem Nahverkehrszug, hinfallen konnten wir nicht, so voll waren die Abteile.

Warum Euro-Scheine in die Luft jagen?

„Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ und andere 2sechs3acht4-Geschichten

Über 150 000 Mal sind in diesem Jahr meine Internet-Seiten über Wilhelmshaven und Friesland aufgerufen worden, jede Woche verteile ich ein 2sechs3acht4-Flugblatt in der Stadt, das von vielen Leserinnen und Lesern bereits für Freunde und Bekannte kopiert wird, doch die Frage, ob ich einen zweiten Versuch starten wolle, in Wilhelmshaven eine Wochenzeitung herauszugeben, habe ich  jüngst verneint. Was ich beim ersten Versuch erlebt habe, reicht mir.

Frühjahr 2004: Die Wochenzeitung 2sechs3acht4 befindet sich in der Gründungsphase. Aus dem Bundesgebiet bekommen wir Anrufe, berichtet wird uns, dass überall Erkundigungen über uns eingezogen werden. Die Konkurrenz sei wohl sehr neugierig. Eine Woche vor dem Erscheinen der ersten 2sechs3acht4-Ausgabe macht sich der Brune-Mettcker-Verlag auf die Suche nach einem Redakteur für eine neue Wochenzeitung, die „Szene Wilhelmshaven“ heißen soll. Mit der wird später der Anzeigenmarkt abgegrast, Inserate werden zu Schleuderpreisen angeboten oder sogar verschenkt.

Die erste Ausgabe verteilen wir im Stadtgebiet fast ohne fremde Hilfe. In einem Verteilungsgebiet verschwindet 2sechs3acht4 gleich wieder aus den Briefkästen. Mit meiner Schwester und ihren beiden Kindern bin ich an jedem Freitagnachmittag in Rüstersiel unterwegs. Schon bald kreuzen sich unsere Wege mit Zustellern von „Szene Wilhelmshaven“. Auch diese Wochenzeitung wird nun freitags verteilt. Einige Ideen von uns werden abgekupfert, einmal wird sogar ein Artikel von mir wortwörtlich übernommen. Dafür bekommt der Brune-Mettcker-Verlag eine Rechnung von mir, die nie beglichen wird.

Auch im August 2004 gibt es 2sechs3acht4 immer noch. Wir stellen jede Ausgabe ins Netz und haben eine eigene Internet-Seite, die täglich aktualisiert wird. Ich biete jedem die Möglichkeit zu Verlinkungen interessanter Veröffentlichungen im Netz an. Ein bis heute Unbekannter fügt am 29. August 2004 den Link „Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ hinzu. Meine Anwältin schaltet sofort die Staatsanwaltschaft ein, die aber nicht einmal ein Ermittlungsverfahren einleitet. Glücklicherweise rotten sich keine Verrückten vor meiner Wohnung zusammen, die mich zur Flucht aus Wilhelmshaven auffordern.

Die letzte Ausgabe von 2sechs3acht4 erscheint kurz vor Weihnachten. Wir geben auf. In einem Kommentar auf den Seiten von Radio Jade werde ich anonym verleumdet. Ich komme privat für Restforderungen von Zustellerinnen und Zustellern auf, obwohl ich nur Redakteur der Wochenzeitung gewesen bin. Die Bezahlung regele ich in einigen Fällen vor dem Arbeitsgericht, damit mich die Raten nicht finanziell auffressen. Trotzdem zieht ein Wilhelmshavener Magazin-Macher („Scout“) über mich her. Das von ihm Verzapfte  veröffentlicht später auch ein Verleumder aus der Region Hannover.

Vor einem der Arbeitsgerichtstermine im Februar 2005 stehen zwei Männer und eine Frau im Gerichtsflur. Die Frau soll entlassen werden, weil sie ehrenamtlich für einen Eishockeyverein gearbeitet hat, obwohl sie krank geschrieben war. Bei den beiden Männern handelt es sich um Anwälte. Einer der beiden behauptet: „Der Tjaden soll vorbestraft sein. Deswegen musste er auch aus Hannover weg.“ Ich stelle diesen Anwalt, der mich nicht erkannt hat, sofort zur Rede. Er vertritt als Jurist auch die „Wilhelmshavener Zeitung“. Der Anwalt wird blass um die Nase.

Nach dem Gerichtstermin wende ich mich schriftlich an den Verleger der „Wilhelmshavener Zeitung“ und an diesen Anwalt. Beide reagieren nicht. Das Amtsgericht von Wilhelmshaven will mir die Namen des zweiten Anwaltes und der Frau nicht verraten: „In persönliche Angelegenheiten mischen wir uns nicht ein.“ Ich verzichte auf weitere Schritte, weil sie mir sinnlos erscheinen.

Seit 2005 mache ich im Internet weiter. Auf Klageandrohungen des Brune-Mettcker-Verlages habe ich stets gelassen reagiert. Gelassen möchte ich bleiben.

Siehe auch

„Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ Hier klicken 

Meine Wilhelmshaven-Seiten im Netz

htp://2sechs3acht4.blogspot.de

http://www.szenewilhelmshaven.de

Die Bahn tötet: Wieder stirbt ein 15-Jähriger

„Zum zweiten Mal in diesem Jahr hatte auf dem Gelände ein Jugendlicher beim Spielen auf den abgestellten Waggons einen Stromschlag erlitten, in diesem Fall war er tödlich.“

Berichtet die „Berliner Morgenpost“ über den Tod eines 15-Jährigen in einem Berliner Güterbahnhof. Verhindern könne man so etwas nicht, heißt es in dem Bericht. Das klingt wieder einmal nach einer Notlüge. 

Schon vor über fünf Jahren ein Thema

Das hat es noch nie gegeben: Oberbürgermeister von Wilhelmshaven ändert seinen Namen

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Das lesen Sie nur in der internetten Zeitung 2sechs3acht4: Der Wilhelmshavener Oberbürgermeister Andreas Wagner hat sich einen neuen Namen verpasst, der seinen Leistungen entspricht.  Fast zeitgleich gründete der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Schmidt einen Schwinger-Club gegen die feindliche Übernahme von Parkplätzen.

Also, ran an die letzte Ausgabe des Jahres 2013

Im Netz unter http://www.zweisechsdreiachtvier.de

Seinen Leistungen entsprechend: Oberbürgermeister von Wilhelmshaven ändert seinen Namen

Oberbürgermeister Andreas Wagner eilt die Rathaustreppe herunter und 2sechs3acht4 direkt in die Arme.

2sechs3acht4: Moin, Herr Wagner.
Andreas Wagner (etwas außer Atem): Wagner heiße ich nicht mehr.

2sechs3acht4 (hat den Namen Wagner gut gefunden): Das ist aber schade. Haben Sie einen schöneren Namen als Wagner gefunden?
Andreas Wagner (strahlt über das ganze Gesicht): Und ob! Mein neuer Name entspricht meinen Leistungen.

Dieser Name spricht für sich