Burgdorfer Kreisblatt Ausgabe 17/2017: Wer Plakate für die SPD aufhängt, „beschäftigt sich nicht so mit der SPD“?

Die Parteien kämpfen um die Laternenmasten – auch in Hannover und in der Region. Der Bundestagswahlkampf hat begonnen, das „Burgdorfer Kreisblatt“ veröffentlicht Wahl-Splitter. Im ersten werden höhere Laternenmasten gefordert, im zweiten geht es um ein kurioses Gespräch.

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Burgdorfer Kreisblatt: Ich mag Dorffußball/Fußball-Sonntag in Wettmar

Ich mag Dorffußball. Manchmal komme ich aber im falschen Augenblick. Wie heute zum Kreisliga-Spiel TSV Wettmar gegen die Zweite vom FC Lehrte, wo gerade die Tore schief stehen, weil der Vorstand meint, dass es so nicht weitergeht.

Aber derlei hört man oft auch von Hannover 96 – wie ebenfalls heute. Horst Heldt ist neuer Sportdirektor, er soll Martin Bader und Christian Möckel ersetzen, Daniel Stendel darf erst einmal Trainer bleiben. Dazu hat sich das halbe Dutzend Fußballfans, das direkt neben mir steht und zusammen über 400 Lebensjahre zählt, am Kreisliga-Spielfeldrand schon eine Meinung gebildet: „Der wird sich wohl fühlen. Bei Schalke 04 hat man doch nur Heiligabend und am 1. Weihnachtsfeiertag seine Ruhe.“ Bei 96 immerhin auch Silvester.

Das meine ich aber nicht mit dem falschen Augenblick. Ich komme zu dem Spiel, als die Zweite aus Lehrte den 1 : 1-Ausgleich schießt. Zweifellos ein schönes Tor, sauber herausgespielt. Was nicht schwer ist, weil der Gastgeber ohne Abwehr spielt. Das bleibt auch so. Das halbe Fan-Dutzend direkt neben mir unterhält sich derweil über Autos, Konfirmations-Ehen und kalte Hände ohne Handschuhe – und das bei 14 Grad und Sonnenschein.

Fortsetzung, Burgdorfer Kreisblatt, 5. März 2017
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Neue Broschüre: Mein Esel ist auf Draht

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Titelfoto von Heinz-Peter Tjaden, aufgenommen in Wettmar (Stadt Burgwedel, Region Hannover)

Ich bin ein begeisterter blogger und ein begeisterter Radfahrer. Täglich lege ich mit meinem Rad mindestens 30 Kilometer zurück und werde oft darauf angesprochen.

Kürzlich bin ich zweimal an einem Tag in meinem Lieblings-Supermarkt gewesen. Die Kassiererin sah mich erstaunt an, fragte mich: „Sie haben sich bei der Kälte noch einmal nach draußen gewagt?“ Als sie begriff, dass ich nicht um die Ecke wohne, war sie noch verblüffter.

Solche Gespräche an einer Supermarkt-Kasse hat Amazon wohl nicht so gern. In Seattle ist am Nikolaus-Tag der erste Supermarkt ohne Kassen eröffnet worden. Nennt sich „Amazon go“. Die Kunden melden sich auf einer App auf dem Handy an, wenn sie den Laden betreten. Mit Sensoren werden die Käufe registriert, Amazon bucht den Kaufpreis vom Amazon-Konto ab.

Das wäre auch aus einem anderen Grund nichts für mich: Meistens vergesse ich mein Handy, wenn ich zu einer Radtour starte. Ich könnte bei „Amazon go“ also nur einkaufen, wenn es auch „Amazon free“-Abteilungen geben würde. Umsonst nehme ich alles. Auf Sensoren darf verzichtet werden.

Vorwort zu meiner Broschüre „Mein Esel ist auf Draht“ Hier bestellen

In meiner Broschüre geht es um kleine Luder, um einen durchgeknallten Freien Wähler, um Mutti, um zerstreuten Sex im Alter, um einen „Bild“-Kolumnisten, um Krisen, um die AfD, um Frühlingsgefühle, um ein schlechtes Gedicht über Erdogan, um Talkshows, um einen widerspenstigen Automaten, um die Eier von Joachim Löw und um Urlaub in einem anderen Land, das Ostfriesland heißt.

Mit zwei Beuteln in den Rat – Burgdorfer Kreisblatt, Ausgabe 29

Mit zwei Beuteln unterwegs – und deshalb erfolgreich bei den Kommunalwahlen in Burgdorf. Viel los in einer Boutique. Ein Senioren-Ratgeber mit der Bestnote bei Amazon. Ein Mathe-Bilderbuch für Kinder, das im Kindle-Shop immer wieder unter den ersten 50 landet.

Das lesen Sie in der Ausgabe 29 des „Burgdorfer Kreisblattes“

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„Burgdorfer Kreisblatt“-Umfrage: Wenn am Sonntag Kommunalwahlen in Burgwedel wären…

Bei der Kommunalwahl in Burgwedel treten am 11. September acht Parteien an. Das „Burgdorfer Kreisblatt“ stellt die Sonntagsfrage: „Wenn am Sonntag Kommunalwahlen wären“. Weitere Informationen

Hier gestorben! Burgwedel dürfen nicht länger die Toten abhanden kommen

Vor 20 Jahren noch sind auch die Toten sesshaft gewesen. Sie warteten in ihren Gräbern auf das Jüngste Gericht. Heute ziehen Tote immer häufiger um. Beklagt Martin Lauber in der „Nordhannoverschen Zeitung“: „Was noch vor 20 Jahren das Bild der Friedhöfe prägte, ist mit wachsender Mobilität die Ausnahme geworden.“ Zu jener Zeit, als die Toten noch in ihren Gräbern geblieben sind, gab es Lauber zufolge „über Generationen vererbte, individuell gestaltete Wahlgräber, die von Hinterbliebenen aufopferungsvoll gepflegt werden“. Seither gehe die „Nachfrage insbesondere nach Mehrfachwahlgräbern zurück“. Vorher war schon die Nachfrage nach Massengräbern gesunken. 

Graboffene Sonntage