Burgdorfer Kreisblatt Ausgabe 11/2017: Bücherwürmer in Pro Motion

138 Seiten, 7,46 Euro, bei Amazon erhältlich, auch als e-book erschienen

Wie macht man Werbung für einen Krimi, in dem wahre Begebenheiten geschildert werden? Die Antwort: Man wendet sich an die Personen, die erfunden sind. Klingt unlogisch? Ist es auch. Vielleicht aber genau deshalb wirksam.

Die Ausgabe 11 der internetten Zeitung

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Im Netz unter http://www.burgdorferkreisblatt.de

Die frohe Botschaft: Zeugen Jehovas stoßen nicht mehr auf taube Ohren

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Zeugen Jehovas gelten eigentlich als langweilig, sie stehen sich mit dem „Wachtturm“ und „Erwachet!“ in den Händen in Fußgängerzonen die Treter platt und dösen vor sich hin, in den Versammlungen werden sie mit Warnungen vor Zigaretten, Weihnachtsfeiern und Sex im Auto eingeschläfert, jeden Abend nicken sie ein und glauben nicht daran, dass sie morgen bei Sonnenschein wieder aufwachen, weil jederzeit die Welt untergehen kann, sie verbieten sich alles, bevor es von anderen verboten wird und müssen dafür auch noch Werbung machen. Doch die Werbemethoden werden jetzt verfeinert.

Feldversuch in Ulm und um Ulm herum

Respekt! schreit mir die „Bild“-Zeitung in Rot entgegen

Zeitungen gibt es im Supermarkt kurz vor der Kasse, vor der laut Werbung nie mehr als fünf Kundinnen und Kunden stehen, weil sonst eine zweite Kasse geöffnet wird. Ist aber eben nur Werbung. Mein Blick fällt auf die „Bild-Zeitung“. Die schreit mir in Rot das Wort „Respekt“ entgegen. Ein Fußballer habe sich geoutet. Er liebe Männer.

Ein Fußballer ist homosexuell

Jagdterrier Mike Tjaden: Ich bin stinksauer über diese Werbung für ein blog meines Herrchens

Niemand liest die Blogs von diesem Heini am anderen Ende meiner Leine. Doch es gibt leider immer wieder Leute, die das ändern wollen, damit dies oder jenes Blog von Heinz-Peter Tjaden in der Beliebtheitsskala an meinen viel beachteten Beiträgen über mein schlimmes Terrier-Leben auf www.tjadenleaks.de vorbeizieht.

Als Beispiel ziehen Sie sich nun bitte – wie ich die Leckerlis, die ich nur selten bekomme – diese Geschichte herein, die auf einem Parkplatz der Fachhochschule von Wilhelmshaven beginnt.  Da berichtet dieser Heinz-Peter Tjaden völlig ungelesen über Sex vor einem Häuserverkauf einer Wohnungsbaugenossenschaft aus Wilhelmshaven – und was macht diese Firma, die ihren Spitzenleuten teure Schlitten finanziert?

Diesem Heini am anderen Ende meiner Leine ist schwer beizukommen

Fotograf aus Wolfsburg wirbt um Wanderwähler

Bei der niedersächischen Landtagswahl habe ich einiges abgestaubt. Denn die Parteien können sich nicht mehr auf Stammwähler verlassen, sie müssen um Wanderwähler werben. Mit Kugelschreibern. Luftballons. Kleiderbügeln. Inzwischen gibt es  aber nicht nur die Werbung um Wanderwähler, sondern auch die Werbung mit ihnen. Von einem Fotografen aus Wolfsburg. Der bietet Luftaufnahmen unter www.waehlerwanderung.de an. Viel mehr verrät er auf seinen Seiten nicht. Wahrscheinlich lohnt sich der Aufwand nicht, denn Wanderkunden sind auch schnell wieder weg. Stammkunden scheint er nicht zu haben. Deswegen ist die Domain www.stammwaehler.de noch frei.

Auch die Internetadresse www.nichtwaehler.de hat sich noch niemand gesichert. Das wird wohl auch so bleiben. Wer bemüht sich schon um Nichtkäufer? Ein Dasein als Internet-Stiefmütterchen fristet derweil die Domain www.plagiator.de Die gehört einer Gärtnerei und wird zum Kauf angeboten. Wandern könnte diese Internetadresse demnächst zur Bundesbildungsministerin Ex-Dr. Annette Schavan. Denn auch Wander-Doktortitel werden immer moderner. Jeder zweite Bundestagsabgeordnete soll demnächst einen haben. www.wanderdoktortitel.de ist also durchaus eine Domain mit Zukunft. Und ebenfalls noch frei.

Einen hohen Stellenwert haben in diesem Jahr auch Wander-Monate. Da wandern Politikerinnen und Politiker von Talkshow zu Talkshow und werben um – siehe oben…

Dies ist ein Wander-Beitrag von www.zweisechsdreiachtvier.de und www.regionhannover.co sowie…

Zu Weihnachten: Nicht Mutti, Vati liest etwas vor

In vielen Politikerköpfen spuken immer noch längst überholte Rollenklischees herum, auch in der Werbung macht die Mutter immer noch häufiger die Wäsche und das Frühstück als der Vater.  Surfe ich durch das Internet, sehe ich bei AOL ein kleines Mädchen, das sich zu Weihnachten eine Mutti wünscht, die diesem Kind Geschichten vorliest. Während Vati Auto fahren  mit Freiheit verwechselt und deswegen nur selten zuhause ist?

Dabei kenne ich inzwischen viele Väter, die ihren Familien einige Geschichten erzählen könnten.  Da wäre zum einen der Staatsanwalt Türkay aus Hannover, der mir einfach nicht verraten will, ob ich Anfang November 2006 von seinem Chef belogen worden bin oder nicht. Auch der Chef der Hamburger Postbank könnte für Spannung unter dem Weihnachtsbaum sorgen, wenn ein angeblich verlorenes Sparbuch das Thema wäre. Ein Sozialpädagoge aus Lüneburg müsste sich wahrscheinlich Zeit bis Silvester nehmen, wenn er alle Titel aufzählen wollte, die er sich bislang hat einfallen lassen. Zu guter Letzt gäbe es noch einen Hamburger, der die Geschichte von einem verschwundenen Paket mit allerlei Knall-Effekten anreichern könnte.

Die Geschichte von Staatsanwalt Türkay

Die Geschichte der Hamburger Postbank

Die Titelstorys eines Sozialpädagogen

Die Geschichte vom verschwundenen DHL-Paket