Frau S. von der Rentenversicherung Bund ist auch nur so eine Art Klaus Wowereit/Vorschau auf Olympische Spiele in Berlin

Norbert Blüm ist neuerdings dafür, dass sich jeder selbst aussuchen darf, wann er in Rente geht. Da kann ich nur feststellen: Jesuiten-Nobby kennt Frau S. und ihre Kollegin von der Rentenversicherung Bund in Berlin nicht. Solche Mitarbeiterinnen kann man sich nämlich nicht aussuchen, wenn man denen Unterlagen für die Rente schickt. Erst öffnen sie den Umschlag nicht. Dann haben sie Urlaub. Haben sie keinen Urlaub, gehen sie auch ans Telefon. Wer keine Umschläge öffnen kann, muss bei der Rentenversicherung Bund wenigstens telefonieren können.

Sogar die Verzögerung wird noch verzögert

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Schweiz hat auch Pünktlichkeit bei Großprojekten erfunden

Zwei Jahre Verspätung bei der Fertigstellung eines Großprojektes in Deutschland sind seit Freitag ein McAllister. Der niedersächsische Ministerpräsident sagte nämlich am 4. Januar 2013 in Wilhelmshaven, dass er stolz sei, weil der JadeWeserPort, „pünktlich fertig wurde“. Der Containerhafen ist zwar immer noch nicht ganz fertig, aber auf solche Nebensächlichkeiten legen deutsche Politikerinnen und Politiker schon lange keinen McAllister mehr. Die peilen lieber über den Daumen. Verpeilt hat sich auch Berlin – und zwar beim Willy-Brandt-Flughafen. Der kommt bei der Verspätung wahrscheinlich auf zwei McAllister. Wie viele McAllisters es bei Stuttgart 21 werden, weiß noch nicht einmal der Bahn-Chef.

Darüber machen sich jetzt sogar die Schweizer lustig. Das will schon etwas heißen. Denn bis die Eidgenossinnen und Eidgenossen merken, dass es jenseits der Alpen überhaupt noch etwas anderes gibt, vergeht gewöhnlicherweise so manches Jahr. Deswegen sagen die Zeugen Jehovas aus der Schweiz Weltuntergänge bislang auch nur für Zürich voraus.

Die schnellen Eidgenossen