Verwaltungsgericht Hannover beschäftigt sich mit 100 Gramm Jagdterrier

weinender-hund

Wenn sogar Hunde weinen

Und es begab sich zu einer Zeit, als es noch keine Veganer gab: Männer und Frauen mit lustigen Hütchen wogen auf Klarsichtfolie Wurst und Fleisch ab, sie schwangen Hacke-Beilchen und wetzten Messer, warfen einen kritischen Blick auf den Zeiger der Waage und schauten uns an: „Dürfen es 20 Gramm mehr sein?“ Wir standen vor der Fleischertheke, es roch so herrlich nach Tier-Produkten. Zum Abschied bekamen wir eine Scheibe Wurst auf die Hand. Deshalb kamen wir immer wieder, ohne Angst vor Veganern, die heutzutage jeden Gedanken an Fleischeslust mit virtuellen Spießrutenläufen verhindern wollen. Diese Zeugen des gewürzten Gänseblümchens als Hauptspeise machten uns auch noch kein schlechtes Gewissen, wenn wir nicht Tag und Nacht Kühe auf der Weide bewachten, um sie vor dem Schlachthof zu schützen.

Heutzutage beschäftigen sich Gerichte sogar schon mit 100 Gramm Hund, wenn es um den Schutz von Tieren geht. Im vorigen Jahr hat das Veterinäramt der Region Hannover meinen Jagdterrier beschlagnahmt, weil er angeblich abgemagert war. Die Behörde zierte sich lange, bis sie mir mitteilte, wie viel mein Hund am Tag der Beschlagnahme wog. Die Antwort lautete: 7,9 Kilogramm. Gut eine Woche nach der Beschlagnahme hatte ich meinen Jagdterrier mit Genehmigung des Veterinäramtes aus dem Tierheim wieder abgeholt. Er wog – 8 Kilogramm.

Diese Geschichte beschäftigt nun das Verwaltungsgericht von Hannover, weil ich geklagt habe. Der erste Termin ist heute vom Gericht aufgehoben worden, weil erst einmal über meinen Prozesskostenhilfeantrag entschieden werden soll.

Weitere Informationen

Dies und mehr lesen Sie auch in der Ausgabe 28 vom „Burgdorfer Kreisblatt“

Hier ausdrucken

Weitere Informationen in Ausgabe 32 vom „Burgdorfer Kreisblatt“

Hier ausdrucken

Werbeanzeigen

Veterinäramt der Region Hannover vermietet Ideal-Herrchen

Ideal-Herrchen

Mike Tjaden testet Ideal-Herrchen Foto: Heinz-Peter Tjaden

Das Veterinäramt hatte zu einer Pressekonferenz eingeladen, um der Öffentlichkeit mitzuteilen, wie Hunde in und um Hannover zu halten sind. Hunde waren nicht zugelassen. Sie hätten, so ein Regions-Sprecher, wahrscheinlich mit lautem Gekläffe und mit wütendem Gebell protestiert. Deshalb mussten auch Mike und ich draußen bleiben.

Hundehalter sollten zugreifen

Mit Denkmälern in Pension gegangen

Zugegeben: Als Schüler habe ich gelegentlich Klassenkameradinnen mit nach Hause genommen und als Redakteur Arbeitskolleginnen – aber ich behauptete nie, dass sie bei mir besser aufgehoben seien als in der Schule oder im Verlag. Sie waren bei mir nur vorübergehend in guten Händen. Deshalb bin ich der Meinung, dass dieser Archäologierat übertreibt, wenn er nach seiner Pensionierung ein paar Denkmäler und andere Sehenswürdigkeiten behalten will.

Erfolglos vor dem Verwaltungsgericht in Hannover

Oberbürgermeisterwahl: Stefan Schostok (SPD) bleibt für Hannover-Connection auf dem Posten

Stell dir vor, es sind Wahlen…

…und es geht sogar noch jemand hin. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 werden es wohl unter 70 Prozent sein. Was für eine Klatsche für die Parteien! Bei Landtagswahlen lässt die Beteiligung schon lange zu wünschen übrig. Bei Kommunalwahlen ist sie katastrophal.

Diese Katastrophe trägt die Namen der Parteien. Die von diesen Parteien aufgestellten Kandidaten haben auf kommunaler Ebene inzwischen die Strahlkraft einer Sonnenfinsternis. Doch es soll so finster bleiben. Hat jetzt das Verwaltungsgericht von Hannover vor der Oberbürgermeisterwahl entschieden. Für Einzelbewerber werden deswegen weiterhin Hürden aufgestellt. Sie müssen Unterschriften sammeln. Wie viele das sind, hängt vom Wohnort ab. In Erfurt werden mehr Unterschriften verlangt als in Hannover. Aber das ist in Ordnung, sagt das Verwaltungsgericht von Hannover.

Wähler schleppen sich zur Stichwahl

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: Vor Verwaltungsgericht gegen verfassungswidrige Parteiendemokratie

In der Verwaltungsrechtssache Tjaden gegen Landeshauptstadt Hannover nehme ich zu Ihrem richterlichen Hinweis wie folgt Stellung:

Ich will keinesfalls einen Zusammenhang zwischen Plakatierung der Parteien und der mir versagten Zulassung zur Oberbürgermeisterwahl herstellen. Ich werte die Plakatierung von SPD und Grünen auf den öffentlichen „Anschlagstafeln“ vor der Zulassung der Oberbürgermeisterkandidaten als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz bei Wahlen in der Bundesrepublik Deutschland. Mir jedenfalls ist vom Wahlamt mitgeteilt worden, dass meine Plakate erst nach meiner Zulassung geklebt werden.

Weiteres Schreiben an Verwaltungsgericht Hannover

Parteilose Kandidaten klagen vor Verwaltungsgericht in Hannover/SPD-Oberbürgermeisterkandidat missachtet alle Regeln

Image

Die parteilosen Kandidaten Carsten Schulz und Heinz-Peter Tjaden wollen doch noch zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover zugelassen werden. Sie haben beim Verwaltungsgericht in Hannover eine einstweilige Verfügung beantragt. Tjaden: „Besonders aggressiv wirbt die SPD, und zwar auch dort, wo sie es noch gar nicht darf.“ (Foto)

Der zweite Antrag

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: Parteiloser klagt vor dem Verwaltungsgericht

Der Wahlausschuss der Stadt Hannover hat am Dienstag zwei Kandidatinnen (SPD und Linke) und zwei Kandidaten (CDU und Grüne) zur Oberbürgermeisterwahl zugelassen. Dagegen wehrt sich nun der parteilose Carsten Schulz, ehemals Mitglied der Piraten-Partei und Landtagskandidat dieser Partei. Er beantragte eine einstweilige Verfügung. Die Begründung steckte er heute in den Briefkasten des Verwaltungsgerichtes von Hannover. Danach rief er mich an.

Carsten Schulz will auf Kandidatenliste