Lästerliche Notizen aus dem Neuen Rathaus in Hannover

In Hannover regiert die SPD. Diese Partei kann aufstellen, wen sie will, die Wahl ist Formsache-besonders bei den Oberbürgermeister-Wahlen. 2013 hat Heinz-Peter Tjaden mit großer Begeisterung die Kolumnen des SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Stefan Schostok gelesen. Sie erinnerten ihn an Rosamunde Pilcher, deshalb taufte Tjaden Stefan Schostok in Rosamunde Schostok um.

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Rosamunde Schostoks Meisterwerk „Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten“

Das wissen natürlich auch alle: Rosamunde Schostok, die sich als Oberbürgermeisterin von Hannover ein Zubrot verdient, hat nicht nur in jeder Hinsicht ausgezeichnete Romane geschrieben, sie verfasste auch vorzügliche philosophische Standardwerke wie „Das Lob als Methode der Herabsetzung des Gelobten“, das seit 1996 noch kein einziges Mal von der Bestsellerliste abgesetzt worden ist. So sehr wurde es immer wieder gelobt.

Weitere Einsichten

Oberbürgermeisterin von Hannover beichtet Sex im 16. Stock

Doch es blieb nicht beim „Blick auf die Stadt“ und bei der „neuen Perspektive“, erzählt Rosamunde und fügt ein wenig schamhaft hinzu, dies sei „vor dem Austausch“ geschehen, dem es aber wohl an aufregenden Momenten gefehlt hat, denn: „Besonders gut gefallen hat mir (während des Austausches, der Verf.), das Neue Rathaus zu sehen.“ Auf die Wirtschafts- und Umweltdezernentin hat Rosamunde also keinen Blick geworfen. Klingt wie Sex bei Ehepaaren nach 10 Jahren.

Sie bleibt eine große Dichterin

Madsack-Konzern verschweigt Anfechtung der Oberbürgermeisterwahl in Hannover

Wie in fast allen Städten hat auch in Hannover ein Verlag das Meinungsmonopol. Im Madsack-Verlag erscheinen die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Neue Presse“. Die Ideen kleinerer Verlage hat sich der Medienriese einverleibt, und zwar so: Erst mit Klagen drohen, dann das Scheckbuch zücken.

Dennoch behauptet sogar der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, in Deutschland existiere ein Qualitätsjournalismus. Der Mann heißt Michael Konken und hat als Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven gelernt, dass Flunkern zum Handwerk gehört. Das verrät er in seinen Vorträgen über die Zukunft des Journalismus aber nicht.

Eine schwere Kette

Oberbürgermeisterwahl: Rosamunde rennt durch Hannover und freut sich über Nachtsport im Steintorviertel

Rosamunde rennt und dichtet weiter. Diese Woche das Wort „Zu-stimm-ung“. Zu ist bekanntlich das Gegenteil von offen und gilt für den Wahlausgang. Aus Stimm kann man viele zur Oberbürgermeister-Wahl passende Wörter bilden. Stimmzettel, Stimmrecht, Stimmvieh…Mit ung enden Begriffe wie Erwählung (von Rosamunde Schostok), Verstimmung (für den Gegenkandidaten)…

 

Demokratie kostet 219 Euro

Oberbürgermeisterwahl: Stefan Schostok (SPD) bleibt für Hannover-Connection auf dem Posten

Stell dir vor, es sind Wahlen…

…und es geht sogar noch jemand hin. Bei der Bundestagswahl am 22. September 2013 werden es wohl unter 70 Prozent sein. Was für eine Klatsche für die Parteien! Bei Landtagswahlen lässt die Beteiligung schon lange zu wünschen übrig. Bei Kommunalwahlen ist sie katastrophal.

Diese Katastrophe trägt die Namen der Parteien. Die von diesen Parteien aufgestellten Kandidaten haben auf kommunaler Ebene inzwischen die Strahlkraft einer Sonnenfinsternis. Doch es soll so finster bleiben. Hat jetzt das Verwaltungsgericht von Hannover vor der Oberbürgermeisterwahl entschieden. Für Einzelbewerber werden deswegen weiterhin Hürden aufgestellt. Sie müssen Unterschriften sammeln. Wie viele das sind, hängt vom Wohnort ab. In Erfurt werden mehr Unterschriften verlangt als in Hannover. Aber das ist in Ordnung, sagt das Verwaltungsgericht von Hannover.

Wähler schleppen sich zur Stichwahl

Parteilose Kandidaten klagen vor Verwaltungsgericht in Hannover/SPD-Oberbürgermeisterkandidat missachtet alle Regeln

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Die parteilosen Kandidaten Carsten Schulz und Heinz-Peter Tjaden wollen doch noch zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover zugelassen werden. Sie haben beim Verwaltungsgericht in Hannover eine einstweilige Verfügung beantragt. Tjaden: „Besonders aggressiv wirbt die SPD, und zwar auch dort, wo sie es noch gar nicht darf.“ (Foto)

Der zweite Antrag