Schöne Bescherung! Im Wilhelmshavener Stadttheater gähnt die Langeweile

„Schöne Bescherungen“ von Alan Ayckbourne hat am 17. Dezember 1983 am Schlosstheater von Celle Deutschland-Premiere gefeiert.  Wenn dieses Theater nicht so wunderschön wäre, hätte ich wohl schon nach 10 Minuten den  Ort des öden Geschehens verlassen.  Außerdem besuchte ich die Vorstellung als Redakteur. Da ist man schon ein wenig an seinen Theatersitz gebunden.  Am nächsten Tag schrieb ich mir meinen Frust über die vertane Zeit von der Seele.  Dafür wählte ich die Überschrift:  „Alle Fußballfans gehen in der Halbzeitpause“.  Ich schrieb meine Kritik wie eine Fußballreportage. Danach bekam ich zu jeder Premiere im Schlosstheater von Celle eine Einladung. 

Dann doch lieber ein Film

Junge Landesbühne sammelt Theatergeschichten: Heinz Erhardt und die große Dunkelheit in Wilhelmshaven

Als sich der Vorhang geöffnet hatte, verbreitete sich im Saal gepflegte Langeweile, bis eine Schauspielerin auf der Bühne erschien und zu dem bedeutungsschwangeren Satz ansetzte: „Ich muss…“ Das war zweifellos – um mit Heinz Erhardt zu sprechen – etwas Klaschisches und deshalb aus dem Gedächtnis der Schauspielerin entschwunden. Da stand sie nun – und musste immer dringender. Bis sie einem Schüler leid tat. Der rief ihr zu: „Im Gang gibt es eine Toilette.“

Anekdoten für die Junge Landesbühne