Madeira: Frauenpower bei den Zeugen Jehovas

Frauenpower nicht nur bei Clownfischen.

Die Basaltsteine werfen das Licht der Sonne zurück, vor einem Zebrastreifen steht ein Aufsteller mit Flyern. Ta geht weiter. Ich ziehe eine Schrift aus der Halterung. Das Titelbild erinnert mich an naive Malerei. Der gemalte Himmel ist sehr blau, die Fische sind es auch, bis auf einige wenige, ganz unten schwimmt Nemo. Die Titel-Frage lautet „A vida-Teve um Criador?“

Aus dem Schatten der Häuser tritt eine Frau, die ich schon nach einer Minute nicht mehr beschreiben kann. Sie nimmt mir die Schrift kurz aus der Hand und dreht sie um. Sie zeigt auf eine Internet-Adresse am Fuße der Rückseite. JW.Org. Ich bedanke mich und gehe über den Zebrastreifen. Ta steht vor einem Kiosk.

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Außer Sekte, aber immer noch außer sich

Das Internet eröffnet viele Möglichkeiten – also auch viele Möglichkeiten zum Streit. Denn im Netz verliert man sich nicht so leicht aus den Augen. Man muss nur googeln. Oder Links speichern, die man jeden Morgen aufruft. Am besten vor dem Frühstück. Mit leerem Magen ärgert man sich am besten.

Franz-Christian Schlangen aus Karlsbad ist schon lange außer Sekte, aber trotzdem immer noch außer sich, wenn er die Texte seines Lieblingsautors aufruft. Der heißt Peter Johanning und kommt aus Bielefeld. Stimmt. Wir alle wissen natürlich, dass es Bielefeld gar nicht gibt. Also muss Peter Johanning woanders herkommen. Viel wichtiger ist jedoch, wo er hingekommen ist.

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Reicher Chef der Neuapostolischen Kirche beklagt sich: Arme Afrikaner geben ihm nichts ab

Wenn man ihm das Luxusauto und das fünfstellige Monatsgehalt wegnehmen würde, wäre das Geschrei dieses Chefs der Neuapostolischen Kirche (NAK) sicherlich groß. Dennoch hielt er zu Pfingsten eine Predigt über die Liebe, wie das eine blinde Kuh über die Farbe der Milch täte.

(K)Rassismus in einer deutschen Sekte

Krebskranker Junge verweigert Bluttransfusionen – Gericht entscheidet gegen Sekte

Ein krebskranker Junge braucht Blut. Als Zeuge Jehovas klagt er dagegen – und verliert den Prozess. Das australische Gericht entscheidet, dass er sich gegen Bluttransfusionen erst wehren könne, wenn er 18 Jahre alt ist. Der Junge fürchtet um sein Verhältnis zu Gott.

Warum verhält sich der Junge so? Die Antwort ist einfach: Er gehört zu einer Sekte, die ihren Mitgliedern erzählt, dass sie schon bald im Paradies leben werden, wenn sie sich an die Vorschriften halten. Die Vorschriften wechseln zwar gelegentlich – aber das vergessen die Zeugen Jehovas beim Schaufensterbummel der wunderbaren Zukunft, die ewig dauert – und für den krebskranken Jungen gilt laut Lehre der Zeugen Jehovas: Stirbt er, weil er Bluttransfusionen verweigert hat, ist ihm ein Platz im Paradies sicher.

Gehirnwäsche?

Kölner Stadtmagazin fragt: Wie gefährlich ist die Neuapostolische Kirche?

„Wie gefährlich ist die Neuapostolische Kirche?“ Diese Frage stellt Susanna Salber in der jüngsten Ausgabe des „Kölner Stadtmagazins“. Schon im Vorspann unterliegt die Autorin einem Irrtum. Sie behauptet, diese Glaubensgemeinschaft sei attraktiv für Menschen in Krisensituationen. Doch Erfolge bei der Mitgliederwerbung erzielt die Neuapostolische Kirche (NAK) kaum – und die von Susanna Salber angegebene Mitgliederzahl von 383 000 ist viel zu hoch. Sie dürfte in Deutschland derzeit bei 200 000 liegen, Tendenz sinkend.

Alle Fragen offen

 

Behördenschikane und Kritik an Sekte: Besteht ein Zusammenhang?

Es war einmal ein Haus. Das stand im Stadtnorden. Dort wuchsen fünf Kinder auf, die irgendwann selbst eine Familie gründeten, aus Mutter und Vater wurden Oma und Opa, die Enkel spielten im Garten, bis aus Oma und Opa Uroma und Uropa wurden und die Enkel mit den Urenkeln im Garten herumtollten.

 

Inzwischen sind Uroma und Uropa gestorben, das Haus wurde 2011 verkauft. Den Papierkram erledigte ein Notar in der Nordseepassage, alle zuständigen Behörden wurden informiert und bekamen die entsprechenden Urkunden. Das hat eine der Behörden inzwischen wohl mehrmals vergessen.

Die merkwürdige Geschichte

Kinder- und Jugendhilfesystem ähnelt immer mehr einer Sekte

„Insbesondere ein Schreiber aus Wilhelmshaven namens Heinz-Peter Tjaden hat in den vergangenen Jahren umfangreiche perfide und sachlich nicht gerechtfertigte Behauptungen über mich im Internet verbreitet“, ist ein typischer Fall von Brett vorm Kopf. Das offenbar zu allen politischen, religiösen und psychischen Sekten gehört. Nicht nur die Partei, auch der Guru und der Therapeut haben immer Recht.

 

Geschrieben hat die hier zitierten Zeilen ein Sozialpädagoge aus Lüneburg, der bis Juli 2011 eine angeblich therapeutische Einrichtung leitete. 2010 und 2011 ging er gegen mich massiv vor, Kritik an seinen Methoden wollte er wegklagen. Fast immer vergeblich. Und was lernte dieser Sozialpädagoge daraus? Offenbar nichts. Dazu lernen können Sektierer wohl auch nicht. Was nicht in ihre Welt passt, müssen sie verdrängen und zur Lüge erklären.

Brett vorm Kopf