Der Bremer „Tatort: Echolot“ oder: Bald zwei Welten?

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Sie jagen eine digitale Mörderin. Foto: ARD

Die digitale Zukunft mit einem virtuellen Double für alle scheint immer näher zu rücken. Was ich mir vor 30 Jahren in einem Kurz-Krimi ausgedacht habe (der Ehemann löscht seine Frau in der digitalen Welt aus und bringt sie so auch real um), wird immer mehr zur Realität. Heute schon gibt es digitale Kopien von Menschen, können Autos ferngesteuert und gehackt werden, existiert die digitale Forensik.

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Das Gebüsch-Gerücht: Jeder 10. deutsche Anwalt hat eines meiner Bücher gelesen

Wegen dieser Broschüre haben mich die Scientologen nicht verklagt, was mich überraschte, denn eigentlich müsste jede meiner Veröffentlichungen in der „Neuen Juristischen Wochenschrift“ (NJW) vorangekündigt werden. Dort gehörten die Vorberichte hin, die von keinem einzigen Anwalt missverstanden werden könnten, denn irgendeiner bekäme bestimmt das Mandat für Abmahnungen, Einstweilige Verfügungen und Klagen. Deswegen hat inzwischen jeder 10. deutsche Anwalt eines meiner Bücher gelesen. Jüngst waren das „Jagdszenen aus Wilhelmshaven“, die bei Amazon gerade aus dem Verkaufs-Kraut schießen, und „Ein Mann namens Paul Rohde“, der als CDU-Ratsherr nie weiter gekommen ist als bis zur nächsten Kloake.

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Die Wilhelmshavener Kunsthalle und die UW-Geh mir mit diesem Kulturbegriff vom Acker

Mit diesem Anruf aus dem katholischen Kirchenstaat habe ich nicht gerechnet. Der Moral-Minister des Papstes bot mir einen Job als Zölibat-Überwachungsminister an. Dieses Ministerium sei direkt der NSA unterstellt und habe die Aufgabe, jegliches Liebes- und Sexualleben katholischer Geistlicher zu verhindern. Die Überwachung sei noch nicht ganz lückenlos, deswegen brauche man dringend meine Unterstützung. Die Enthaltsamkeit katholischer Geistlicher sei ein Alleinstellungsmerkmal und mache den katholischen Kirchenstaat zunehmend für Touristen attraktiv, die nicht glauben wollen, dass ein Gemeinwesen ohne Frauen funktionieren könne. Die Zahl der Touristen, die sich noch einreden ließen, man müsse den Vatikan besuchen, weil dort der Stellvertreter Gottes wohne, sinke dagegen. Protzbischöfe, Kinderschänder und Geldwäscher hätten den Ruf des katholischen Kirchenstaates nachhaltig beschädigt.

Wer zu spät kommt, den bestraft der Kulturbeauftragte

Naive Krimi-Autoren – oder: Hat das Jugendamt heute schon mein Kind von der Schule abgeholt?

Science Fiction und Krimis sind in den so genannten „sozialistischen Ländern“ beliebte Literaturgattungen gewesen, weil Schriftstellerinnen und Schriftsteller so ihre Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen verpacken konnten, ohne gleich ins Gefängnis zu müssen. Dass längst nicht alle gedruckten Werke ihre Leserinnen und Leser erreichten, stellte sich später heraus.

Inzwischen stellt sich heraus, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland Krimis als Vehikel für Gesellschaftskritik immer attraktiver werden. Ein Beispiel dafür ist der „Tatort“. In dieser Serie erfährt man gelegentlich mehr über Drogen-, Waffen- und Menschenhandel, über Zwangsprostitution und Korruption als aus der Tageszeitung. Mittlerweile können auch schon viele Krimiautorinnen und Krimiautoren nicht mehr auf das Jugendamt verzichten. Da sind sie aber noch ein bisschen naiv.

Für etwas mehr Realitätsnähe