Weihnachtsgeschichten aus Wilhelmshaven: Der Islam/Der 10-Euro-Schein/Das Paket

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Sure 19, 34. Das ist Jesus, der Sohn der Maria – das Wort der Wahrheit, das sie bezweifeln.

Ich sitze vor dem Computer in einem Internet-Café, stecke mir eine Zigarette in den Mund, ein Mann, der neben mir sitzt, steht auf, sein Gesicht ist sonnengegerbt, deshalb kann ich sein Alter nicht schätzen, er gibt mir Feuer und sagt: „Danke, dass sie uns verteidigt haben. Schön, dass man sie frei gesprochen hat.“ Er meint den Islam-Prozess in Oldenburg, über den ich hier berichte.  Wir wünschen uns gegenseitig das Beste. Fröhlich setze ich meine Radtour mit meinem Jagdterrier Mike fort.

Diese Tour unterbreche ich stets in einer Sparkassen-Filiale. Viele mit Bänken gibt es nicht mehr. Dort lese ich die Samstagsausgabe der „Neuen Presse“ aus Hannover. Eine Frau mit Kind kommt herein, zieht Geld aus dem Automaten. Die Frau drückt mir zehn Euro in die Hand. „Für Sie und Ihren Hund“, sagt sie. Schon ist sie wieder weg. Ihr Junge dreht sich noch einmal um. Schwarze Haare, dunkelbraune Augen. 

Abends klingelt ein junger Mann an meiner Wohnungstür und drückt mir ein großes Paket in die Hand. „Für Sie“, sagt er. „Zu Weihnachten.“ Ich öffne das Paket. Zum Vorschein kommen Schuhe, ein Pullover, Rotwein, eine harte Mettwurst, Kekse, selbstgemachte Marmelade, mehrere Tafeln Schokolade, ein großer Schokoladenweihnachtsmann, ein Bildband über Wilhelmshaven und Hundefutter. Von wem das Paket stammt, weiß ich nicht. Schuhe und Pullover passen wie angegossen. 

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2sechs3acht4 – die spannende 48. Ausgabe der internetten Zeitung aus Wilhelmshaven

8,50 Euro Mindestlohn? Darüber kann der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven nur lächeln. Er zahlt mehr als das Vierfache, während Jugendliche in höchster Gefahr schweben und Frauen mit ihrem Schuhwerk signalisieren, wie sie Sex mögen. Sie ist also spannend

die Ausgabe 48 der internetten Zeitung 2sechs3acht4

Im Netz unter http://www.zweisechsdreiachtvier.de

Frauen – Schuhe – Sex: „Bild“-Ratgeber leider nicht vollständig

Immer wieder widmet sich die „Bild“-Zeitung wichtigen Themen. Dieses Mal geht es auf der Ratgeber-Seite um die Schuhe, die Frauen tragen. Mit ihnen signalisieren Frauen angeblich, was sie beim Sex besonders gern mögen. Barfuß sei jedoch am besten, dann könne mit entspanntem Sex gerechnet werden. Leider aber ist dieser Ratgeber wieder einmal unvollständig und soll deswegen hier erweitert werden.

Und zwar so

Nach der Echo-Verleihung ist vor Tina Bendzkos Schuhschrank-Song

Der Spruch ist bekannt: Ein Mann – ein Wort, eine Frau – ein Wörterbuch. Was aber geschähe, wenn in der Musikszene eine Tina Bendzko auftauchte, die das Lied „Wenn Worte meine Sprache wären“ umtextete?

Könnte eine Liedzeile lauten: „Wenn Wörterbücher meine Schuhe wären.“ Eine andere könnte so benotet werden: „Ich füll den Schuhschrank nicht.“

Chorus:

Mir fehlen die
Schuhe, ich
Hab‘ die Schuhe nicht,
Dir zu klagen was ich fühl‘.
Ich bin
ohne Schuhe, ich
Finde die Schuhe nicht.
Ich hab keine Worte für
mich.
Wenn Wörterbücher meine Schuhe wär´n,
Ich hätt‘ dir schon
gesagt,
Wie ich an deiner Seite shoppen wär‘,
Denn das ist alles, alles,
was ich hab‘.
Ich kann verstehen, dass es dir nicht leicht fällt,
Du
kannst nicht hinter Schuhschränke sehen.
Aber ich begreife nicht, dass es
dich so kalt lässt.
Dir könnt‘ das Schnäppchen der Woche
entgehen.

Chorus (2x):

Mir fehlen die Schuhe,
ich
Hab‘ die Schuhe nicht,
Dir zu sagen, was ich fühl‘.
Ich bin ohne
Schuhe, ich
Füll den Schuhschrank nicht.
Ich hab keine Worte für
mich.

Und schon wäre Tina Bendzko beste Newcomerin bei der
Echo-Preisverleihung wegen des großen Echos, das sie beim weiblichen Publikum
mit diesem Klagelied auslöst…