Petition nach Papst-Äußerung über Schläge für Kinder: Katholische Kinderheime schließen

Deswegen habe ich eine Petition gestartet. „Kann man Kinder mit Würde schlagen?“, fragt heute die „Bild“-Zeitung auf der Titelseite und auf Seite 8. Angeblich diskutiert Deutschland über diese Begebenheit in der Audienz-Halle des Vatikan. Papst Franziskus berichtet über einen Vater, der seine Kinder schlägt, „aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen“. Kommentar des Papstes: „Wie schön! Er weiß um den Sinn der Würde. Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter.“

Diese Sätze darf man sich nicht auf der Zunge zergehen lassen, der Brechreiz setzt schon vorher ein. Das Oberhaupt einer Kirche, die viele Jahre „Schläge im Namen des Herrn“ in ihren Kinderheimen gut gefunden hat, scheint aus dieser Vergangenheit nichts gelernt zu haben und ermutigt alle, die sich um Kinder kümmern, hin und wieder zuzulangen. Aber bitte nicht das Gesicht treffen. Das wäre nicht schön.

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Die Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg lügt bis zur letzten Sekunde

„Wir bedauern sehr die Therapeutische Gemeinschaft (TG) Wilschenbruch schließen zu müssen und bedanken uns ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren zum Wohle der betreuten Kinder und Eltern.“ 

Mit diesen Schlussworten hat sich die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch aus dem Netz verabschiedet. Die Einrichtung werde im März oder April 2014 geschlossen. Die Arbeit müsse beendet werden, weil das „neue Konzept“ finanziell nicht tragfähig sei. Die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch habe jedoch erfolgreich gearbeitet.

Wenn Lügen zu einem Totalausfall des Netzes führen würden, wären jetzt überall auf der Welt die Monitore schwarz. Wer diesen Abschiedsgruß verfasst hat, wird von der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg als Trägerin der Einrichtung nicht verraten. Ist wohl auch gut so.

Gut ist nur: Kinder werden nicht mehr aufgenommen

Mit Klingelbeutel zur Wilhelmshavener Kinderhilfe?

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Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 14. November 2013

Ob Serdar Saris das Matthias Lange auch schon ins Gesicht gesagt hat, weiß ich nicht. Ist aber nicht zu vermuten, weil sich die „Helfer-Szene“, um die es hier geht, eher hinterrücks verhält. Der heutige Geschäftsführer der Wilhelmshavener Kinderhilfe (WiKi) müsste also eigentlich zur Kasse gebeten werden, damit sein Nachnachfolger das Geld für die Abfindungen zusammenkratzen kann? Vielleicht spendet Matthias Lange freiwillig, damit Serdar Saris nicht mit dem Hut herumgehen muss. Dass Lange zumindest darüber nachdenken sollte, weiß er bald, denn irgendjemand wird ihm schon erzählen, was hier steht.

Von der Vergangenheit eingeholt

Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch dicht – Serdar Saris von der Step gGmbH geht mit Hut rum?

Die Therapeutische Gemeinschaft wird geschlossen, rund 30 Vollzeitstellen werden vernichtet, der Trägerverein der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg wird mehrere 100 000 Euro an Abfindungen zahlen müssen. Die hat er nicht. Deshalb sollte sich der Paritätische Wohlfahrtsverband an den Kosten der Schließung beteiligen. Denkt sich Serdar Saris, seit Sommer 2012 Geschäftsführer der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg und Geschäftsführer der Step gGmbH Hannover. Steht so in der „Landeszeitung für die Lüneburger Heide“ von heute.

Der Mann hat Humor. Hilfreich könnte vielleicht eine Energiefeldtherapie bei Heidrun G. sein, die zum Leitungsteam der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch gehört hat und Klientinnen und Klienten mit großem Erfolg von Störungen frei klopfte. Wurde jedenfalls jahrelang auf den Internet-Seiten der Einrichtung behauptet, bis diese Methode vom Kostenträger verboten wurde. Weil sie so erfolgreich war?

Ruthard Stachowske kann sich endlich Zeit für Recherchen bei der Kinderporno-Industrie nehmen