Warum wird der Name der ersten Schwiegermutter verschwiegen?

Googeln kann man alles. Nur die erste Schwiegermutter nicht. Deren Name wird geheim gehalten. Aber irgendwann muss das Problem doch begonnen haben. Die Erfindung der Ehe dürfte damit in engem Zusammenhang stehen. Aber auch über diese Erfindung weiß man nichts Genaues.

„Seit wann geheiratet wird, weiß man nicht, das liegt im Dunkel der Geschichte. Die Erfindung der Heirat hat sicherlich pragmatische Gründe: Es war gut fürs Sozialleben und für das Gedeihen der Kinder – für alle Seiten war es das Beste. Es gab aber auch andere, unterschiedlich wichtige Verbindungen, auch ohne Ehe: die zu den Brüdern, Vätern et cetera… Im Lauf der Geschichte haben sich die Ehe und Familie herauskristallisiert, aber es lässt sich nicht lokalisieren, wo das begann“, heißt es auf den Internetseiten „Planet Wissen“ am 25. Mai 2010 (Gespräch mit der Religionswissenschaftlerin Angelika-Benedicta Hirsch).

Weitere Infos über das Schwiegermutter-Problem

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Betr. Neuapostolische Kirche: Westdeutscher Rundfunk ertrinkt in Kommentarflut

Westdeutscher Rundfunk
Betr. „Transparenz gehört bei uns dazu“, 150 Jahre Neuapostolische Kirche
 
Guten Tag,
 
mit dieser Kommentarflut hat der WDR nach dem Bericht über die Neuapostolische Kirche sicherlich nicht gerechnet. Und dann verrechnet sich auch noch eine Religionswissenschaftlerin als angebliche Expertin, denn 1863 ist keinesfalls das Gründungsjahr dieser Glaubensgemeinschaft. Richtiger liegt da schon Wikipedia, die von 1878 ausgeht, als der ersten Abspaltung von einer “Erweckungsbewegung” in Großbritannien der nächste Krach in Hamburg folgte, der 1896 mit der Einführung eines neuen Spitzenamtes (“Stammapostel”) beendet werden sollte, in Wirklichkeit aber erst richtig entfacht wurde. Deshalb hat es bis heute mehr als 100 Abspaltungen von der Neuapostolischen Kirche gegeben.
 
Als ich zur Welt kam, waren meine Eltern noch evangelisch. Ich wurde evangelisch getauft, was ich erst als Erwachsener erfuhr. Als ich ein Jahr alt war, wurden meine Eltern neuapostolisch. Da damals die evangelische Taufe von der Neuapostolischen Kirche noch nicht anerkannt wurde, wurde ich ein zweites Mal getauft. Möglicherweise bin ich also ein Doppel-Christ, der als Kind einen Kirchenführer erlebte, der von sich behauptete, er werde nicht mehr sterben, weil Jesus zu seinen Lebzeiten wiederkomme. Erst gab er diese Behauptung als “persönliche Überzeugung” aus, später wurde daraus eine “göttliche Offenbarung”, mit der interne Kritiker offenbar kalt gestellt werden sollten. Kurz vor seiner Pensionierung hat der “Stammapostel” Wilhelm Leber in einer Stellungnahme erklärt, dass man nicht mehr von einer “göttlichen Offenbarung” ausgehe.  Das geschah kurz vor Pfingsten 2013.
 
Im November 1988 stellte der Evangelische Kirchenfunk meine Sektenerzählung “Insel des Zweifels” vor, ausgestrahlt wurde auch ein Kurzinterview mit mir. Ich wies damals auf die Nazi-Vergangenheit der Neuapostolischen Kirche hin und fügte hinzu, dass man immer noch keine “mündigen Gläubigen” wolle. Darauf reagierte die Neuapostolische Kirche Niedersachsen mit einem Strafantrag. Die Staatsanwaltschaft von Hannover stellte das Verfahren jedoch ein, da ich sorgfältig recherchiert hätte. Dieser Strafantrag führte zu Anrufen von ehemaligen und aktuellen Mitgliedern der Neuapostolischen Kirche. Im Laufe der Jahre beriet ich ungefähr 2000 Menschen, die sich mit Selbstmordgedanken herumplagten, die sich eingeengt und unwohl fühlten. Das so Mitgeteilte schrieb ich in mehreren Broschüren auf, aus Kanada drohte man mir deshalb mit “der ganzen Wucht der deutschen Justiz”, es gab weitere Strafanträge. Nichts führte zu dem von der Neuapostolischen Kirche gewünschten Erfolg. Also wurde Druck auf meine Verlegerin ausgeübt, die mich entlassen sollte, wurde behauptet, ich sei tot, versicherte man mir, dass man mich fertig machen werde…etc, etc…
 
Der Neuapostolischen Kirche hatte ich bereits als Jugendlicher wieder den Rücken gekehrt, doch meine Kenntnisse als Insider halfen vielen weiter. Auch spätere Veröffentlichungen wurden von vielen als hilfreich empfunden (siehe http://zeugenjehovas.blogspot.com). Bis heute bin ich für keine Diktatur – ob nun religiöser oder politischer Art – mehr empfänglich. Und das finde ich gut so.