Märchenhafte Tage ohne Tageszeitungen

Erfolgreicher Start einer Zeitungsgenossenschaft in der Schweiz. Foto: Rhein-Neckar-Zeitung.

Seit Wochen lese ich keine Zeitungen mehr. Den Tipp hat mir ein Schweizer gegeben. Auf die Schweiz komme ich gleich noch einmal zurück. „Du fühlst dich dann besser. Lies Bücher“, sagte der Tippgeber. Da ich meine eigenen Bücher bereits kenne, bediene ich mich in Burgdorf. Dort gibt es einen öffentlichen Bücherschrank. Dort entdeckte ich „Die schönsten Märchen“ von Rafik Schami und vergaß die Tageszeitungen.

Dieser preisgekrönte Autor aus Damaskus verzauberte mich mit seinen Weisheiten, mit seinem leisen Spott für religiösen Humbug und für alle, die andere oder sich selbst ins Bockshorn jagen wollen. Dass jeder, der meint, er verdiene zu Recht im Jahr eine zweistellige Millionensumme, bescheuert sein muss, wusste ich zwar schon, dass man über diese Bescheuerten lachen sollte, kann man aber gar nicht oft genug lesen.

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Burgdorfer Kunstpreis: Schwarzmalerei mit Rekordbeteiligung

Dieser Text der Zeugen Jehovas aus dem Jahre 1969 hätte preiswürdig sein können.

„Es ist kaum zu glauben, aber vor langer Zeit lebte ein Mann, der brauchte nur zu lachen, dann blühten die Bäume, auch wenn sie schon Früchte trugen.“

Mit diesem Satz aus einem seiner schönsten Märchen hätte der syrische Autor Rafik Schami in Burgdorf nicht einmal einen Blumentopf gewonnen. Außerdem gehört in der Aue-Stadt Literatur nicht zur Kunst. Ausgezeichnet werden nur Werke, die man einrahmen und aufhängen oder irgendwo hinstellen kann. Und in diesem Jahr mussten sie auch noch aus den Fugen sein, wie laut Kunstpreis-Ausschreibung die ganze Welt.

Weiter im Text in der Ausgabe 45 der internetten Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“-hier ausdrucken

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Lesetipp: http://www.burgdorfklingtgut.de