Media-Markt und Postbank: Das ist aber blöd

Manchmal fische ich Berichte und Kommentare aus dem Nachrichten-Wasser, die ich am liebsten gleich wieder ins Internet-Meer werfen würde.

Hier geht es um einen Media-Markt, der angeblich keine Toiletten hat.

Geradezu abenteuerlich mutet so manche Geschichte aus der Postbank an. Voriges Jahr habe ich ein Sparbuch gefunden. Guthaben: gut 700 Euro. Das Geld bekam ich aber nicht. Nun hat mir ein Kommentator über ein verschwundenes Sparbuch mit mehr als 2 300 Euro berichtet.

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Das Weihnachtswunder: Die Postbank vermehrt Sparbücher

Vielen Dank für Ihr Schreiben, das Sie mit 22. 11. 2012 datieren, laut Poststempel am 18. 12. 2012 abgeschickt haben und das mich heute, also am 20. Dezember 2012, erreichte.
 
Ihrem Brief zufolge habe ich im Laufe der Zeit drei Sparbücher gehabt. Eins, das ich am 1. Dezember 2003 mit einem Guthaben von 650,70 Euro verlor, eins, das am 14. 12. 2005 mit einem Restguthaben von 0,50 Euro aufgelöst wurde, und ein drittes, das ich am 28. März 2006 mit einem Restguthaben von 3,36 Euro zurückgeben sollte.
 
Wenn Sie weiter recherchieren, habe ich eines Tages möglicherweise sogar zwölf Sparbücher gehabt.
 

Bettler vor Postbank in Hamburg: „Haste mal´n Sparbuch?“

Die kursive Geschichte ist unwahr.
Die andere Geschichte ist wahr.

Seit einigen Tagen treffen sich Bettlerinnen und Bettler vor der Postbank in Hamburg, sprechen Angestellte an, die hier alles lernen können. Die Bettler fragen nicht: „Haste mal´n Euro?“ Sie fragen: „Haste mal´n Sparbuch?“ Denn immer mehr Postbankkunden schicken Sparbücher nach Hamburg, die sie angeblich verloren haben. Sind die erst bei der Postbank in Hamburg, sind sie wirklich weg.

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Postbank – die Bank auf Ihrer Gegenseite

Bei der Postfiliale im Wilhelmshavener Stadtteil Heppens tut er der Mitarbeiterin schon Leid. Denn: Er hat ein Sparbuch bei der Postbank. Das ist die Bank auf seiner Gegenseite. Die hält ihn seit dem 19. November 2012 auf Trab. An diesem Tag ist er zum ersten Mal mit seinem Sparbuch bei der Postfiliale gewesen.  Er wollte die Zinsen seit der letzten Buchung vor genau neun Jahren nachtragen lassen, dann etwas Geld für den Rest des Monats abheben. Doch die Mitarbeiterin fand das Sparkonto in ihrem Computer nicht, sie machte eine Kopie von den letzten Geldbewegungen, telefonierte mit der Postbank in Hamburg und schickte die Kopie ab.

Freitag war er das zweite Mal bei der Postfiliale in Heppens. Das Sparkonto blieb verschwunden. „Fahren Sie doch einmal zur Hauptpost. Die können Ihnen bestimmt helfen“, sagte die Mitarbeiterin. Da irrte sich diese Mitarbeiterin. Denn auch bei der Hauptpost in Wilhelmshaven wurde er am Montag nur vertröstet.  Aber immerhin: „Ihre Adresse ist bereits korrigiert worden.“

Gestern führte ihn der Weg wieder an der Postfiliale in Heppens vorbei. Also hielt er kurz an und erfuhr von einer Neuerung. Die Filiale war seit Stunden offline. Nichts ging mehr auf den Giro- und Sparkonten der Postbank: Einzahlungen unmöglich, Geld abheben unmöglich. Das ist heute um 12.45 Uhr immer noch so.  Die Bank auf seiner Gegenseite ist nun eine Bank auf allen Gegenseiten…