Briten wollen hoch hinaus: Unterhaus beschließt Wexit

Theresa May bald Miss Universum.

Die Briten wollen hoch hinaus: Das Unterhaus hat heute in einer Sondersitzung den Wexit beschlossen. Die Erde verlassen wollen die immer schon eigenwilligen Inselbewohnerinnen und Inselbewohner noch vor der Europawahl. Die Queen soll zwar nicht amüsiert sein, weil über 90-Jährige nicht mehr gern umziehen, sieht aber auch Vorzüge: „Wegen der geringeren Luftverschmutzung im Weltall muss ich meine Krone nicht mehr so oft putzen.“

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Tag der Niedersachsen 2019 in Wilhelmshaven-oder: Verschleppt an die Nordsee

Fotomontage: NDR Kaiser-Wilhelm-Logo und das Rathaus von Wilhelmshaven.

Wenn ich einen Albtraum habe, dann geht es um meinen Geburtsort Wilhelmshaven. Immer will mich jemand in diese Stadt zurück schleppen, zum Glück wache ich stets vorher auf.

Wenn ich Wilhelmshaven googele, amüsiere ich mich dagegen hervorragend. Im Jahre 2015 wird dort ein Bismarck-Denkmal eingeweiht und der Oberbürgermeister drückt seine Bewunderung für diesen Reichskanzler aus. Dazu passt, dass man nächstes Jahr das 150-jährige Bestehen mit einem Kaiser-Wilhelm-Logo feiern will. Darüber macht sich schon die überregionale Presse lustig.

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Anmerkung 1

2011 habe ich in der Stadt als OB kandidiert. Als ich deswegen im Wahlamt war, bekam ich anschließend eine anonyme Drohung, danach in meinem blog zur OB-Wahl wüste anonyme Kommentare. 108 waren so schlimm, dass ich sie nie veröffentlichte. Aus einigen Kommentaren schloss ich, dass ich ständig beobachtet wurde. In diesen Kommentaren stand, was ich am Tag gemacht hatte. Zu erkennen gaben sich diese Schmierfinken nie.

Anmerkung 2

Noch ein Schmankerl: Wegen der bereits erwähnten 108 anonymen Kommentare mit schäbigem Inhalt änderte ich in meinen google-blogs die Kommentarfunktion so, dass anonyme Beiträge nicht mehr möglich waren. Darauf reagierte 2013 ein Wilhelmshavener Polizeibeamter bei WordPress wütend. Ich hatte darüber berichtet, dass sich dieser Polizist zumindest bei einem illegalen Einsatz einen falschen Namen gegeben hatte. Als mich dieser Polizeibeamte auch noch öffentlich verleumdete – dieses Mal mit seinem richtigen Namen – reagierte sein Vorgesetzter auf meinen Protest so: „Der Kollege vertritt nur seine persönlichen Interessen.“

Auch ein Krimi: Hochladen eines e-books

Das ist nun also das e-book.

Dieses Manuskript habe ich schon oft geladen. Als Print klappte es sofort, als e-book stimmte die Seitenzahl nie. Bei 43 war Schluss. Eine Leserin wunderte sich deswegen darüber, dass mein Krimi „Die Mörderin, die unschuldig ist“ plötzlich zu Ende war. Besonders hatte ihr zwar die Fliege gefallen, die den Erzähler begleitete. Aber sie hätte natürlich auch gern gewusst, was aus der sechsfachen Mutter geworden ist, die in Mordverdacht geriet.

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Im Facebook geblättert: Der Banter See in Wilhelmshaven ruht nicht mehr still

Wilhelmshaven ist eine eher unbekannte Stadt an der eher bekannten Nordsee, in der alle, die aus bestimmten Meinungs-Sekten wieder austreten wollen, damit rechnen müssen, dass nachgetreten wird. Derzeit treten auch Kleingärtner zu, die sich am Banter See nicht die Beine in den Bauch stehen wollen. Diese Laubenpieper haben sogar einen Pressesprecher, der es für vielversprechend hält, wenn bei ihm die Presse und der Friesische Rundfunk nicht mehr vorsprechen. Das spricht für sich.

Weitere Informationen im Facebook

Kleine Anfrage der CDU: Wie will Landesregierung Salzpipeline durch Niedersachsen verhindern?

Der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz Stefan Wenzel hat namens der Landesregierung auf eine dreiteilige mündliche Anfrage der Abgeordneten Björn Thümler, Frank Oesterhelweg, Otto Deppmeyer, Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens und Martin Bäumer (CDU) geantwortet.

Teil 1:

Die Abgeordneten hatten gefragt:

1. Wer hat nach Ansicht der Landesregierung die Zuständigkeit für das Genehmigungsverfahren der Salzpipeline durch Niedersachsen?

2. Welche rechtlichen Möglichkeiten hat das Land Niedersachsen, um die geplante Nordseepipeline zu verhindern?

3. Wie wird die Landesregierung ihre Zusagen wahr machen und den Bau einer Salzpipeline in Niedersachsen verhindern?

Minister Wenzel beantwortete Teil 1 der Anfrage namens der Landesregierung:

Vorbemerkungen:

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) zielt darauf ab, bis 2015 einen guten ökologischen und guten chemischen Zustand für Oberflächengewässer zu erreichen. Gemäß Artikel 13 der EU-WRRL ist für jedes Flussgebiet ein Bewirtschaftungsplan zu erstellen, in dem die Maßnahmen darzustellen sind, mit denen der Zustand der betroffenen Gewässer verbessert werden soll.

Bei der Vorlage des ersten Bewirtschaftungsplans der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) im Jahre 2009 waren die Beratungen am Runden Tisch „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“ noch nicht abgeschlossen, so dass der Bewirtschaftungsplan nur Hinweise auf bestehende Möglichkeiten enthielt. Maßnahmen wurden noch nicht im Einzelnen beschrieben. Für das Erreichen guten Zustands räumt die EU-WRRL die Möglichkeit einer Fristverlängerung ein. Hiervon hat die FGG Weser für den Weserfluss Gebrauch gemacht. Die FGG Weser wurde daraufhin von der EU-Kommission gerügt. Aus den Schriftwechseln und den Konsultationen mit der EU-Kommission geht hervor, dass nach Auffassung der EU-Kommission eine Verschiebung der Zielerreichung nach Artikel 4 Absatz 4 EU-WRRL die Festlegung von konkreten Maßnahmen erfordert. Die Maßnahmen müssen geeignet sein, die Ziele der EU-WRRL bis spätestens 2027 zu erfüllen und müssen vollständig im Bewirtschaftungsplan für die Flusseinzugsgebiete dokumentiert sein.

Damit ist zum einen eine Entscheidung über Maßnahmen zur Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser inzwischen nicht mehr allein eine Angelegenheit der Firma K+S Kali GmbH und zum anderen muss der zweite Bewirtschaftungsplan bzw. die Zusammenfassung des Maßnahmenprogramms der FGG Weser alle Maßnahmen und Bewirtschaftungsziele in Bezug auf die Problemlösung bis 2027 enthalten.

Um ein Vertragsverletzungsverfahren abzuwenden, muss aufgrund eines Vorverfahrens der EU-Kommission bis zur Erstellung der Entwürfe der Bewirtschaftungspläne nach Artikel 15 EU-WRRL, also bis zum 22.12.2014, spätestens aber bis zum Frühherbst 2015 entschieden sein, welche konkreten innerhalb des Handlungszeitraums der EU-WRRL umsetzbaren Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität in Werra und Weser im Bewirtschaftungsplan aufgeführt werden sollen. Der zweite Bewirtschaftungsplan muss bis Ende 2015 aufgestellt sein, um ihn bis März 2016 an die EU Kommmission zu übermitteln.

Eine abschließende Entscheidung der Landesregierung, welche Maßnahmen zur Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser in den zweiten Bewirtschaftungsplan der FGG Weser aufgenommen werden sollen, liegt bis jetzt noch nicht vor. Die Prüfungen der FGG Weser hierzu sind noch nicht abgeschlossen

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1:

Das Land Hessen hat der Firma K+S Kali GmbH im Zuge der Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnisse aufgegeben, die Entsorgungsvarianten „Leitung in die Oberweser“, „Leitung in die Nordsee“ zu prüfen und hierfür die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Die Firma K+S Kali GmbH hat bei den Raumordnungsbehörden der Länder Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen dementsprechende Anträge zur Durchführung von Raumordnungsverfahren gestellt. Im Zeitraum vom 25.03. bis 09.04. 2014 haben hierzu in den drei Ländern Antragskonferenzen mit den betroffenen Kommunen, den Trägern öffentlicher Belange und den Naturschutzverbänden stattgefunden.

Die Unterlagen für die Antragskonferenzen wurden seitens der Raumordnungsbehörde unter www.rov-nordseepipeline.niedersachsen.de in das Internet eingestellt. Auf der Grundlage des noch länderübergreifend abzustimmenden Untersuchungsrahmens als Ergebnis der Antragskonferenzen wird die Firma K+S Kali GmbH die Antragsunterlagen für das Raumordnungsverfahren erarbeiten.

Die Firma K+S Kali GmbH hat zudem beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen Antrag auf Einleitung in die Nordsee eingereicht. Der NLWKN als zuständige Behörde prüft derzeit die Antragsunterlagen auf ihre Vollständigkeit und Prüffähigkeit. Im Ergebnis der Prüfung eines dann vollständigen Antrags wird der NLWKN zunächst ausschließlich eine wasserrechtliche Feststellung treffen können, ob eine Einleitung in die Jade überhaupt genehmigungsfähig erscheint.

Die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer Fernleitung wäre Gegenstand eines im Anschluss an die Raumordnungsverfahren durchzuführenden bergrechtlichen Genehmigungsverfahrens. Hierfür wäre in Niedersachsen das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zuständig. Verfahrensparallel zur Bau- und Betriebsgenehmigung wäre hierbei auch über die erforderliche wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Sole in die Nordsee im Einvernehmen mit der zuständigen Wasserbehörde durch das LBEG zu entscheiden.

Die Zuständigkeit zwischen den Ländern Hessen und Niedersachsen für das bergrechtliche Verfahren war in der Unterrichtung der Landesregierung am 27.01.2014 noch nicht klar erläutert. Eine konkrete Klärung stand bisher auch noch nicht an. Hier wäre aber vergleichbar zu der Verständigung hinsichtlich der Raumordnungsverfahren für die Fernleitung die Durchführung eines eigenständigen Verfahrens in jedem betroffenen Bundesland denkbar.

Zu 2:

Die geplante Fernleitung unterliegt wie oben dargestellt der Prüfung ihrer Raumverträglichkeit und verschiedenen Genehmigungspflichten. Sofern die Genehmigungsvoraussetzungen im bergrechtlichen Verfahren oder für die wasserrechtliche Erlaubnis nicht vorliegen, ist der Bau der Fernleitung nicht statthaft. Zudem wird die Realisierungsfähigkeit des Vorhabens erschwert, wenn die Raumverträglichkeit nicht gegeben ist.

Zu 3:

Eine abschließende Entscheidung der Landesregierung, welche Maßnahmen zur Reduzierung der Salzbelastung von Werra und Weser in den zweiten Bewirtschaftungsplan aufgenommen werden sollen, liegt bis jetzt noch nicht vor. Dabei ist insbesondere auch von Interesse, welche Maßnahmen in Hessen ergriffen werden, um eine maximal mögliche Reduzierung der Salzeinleitungen an der Quelle zu gewährleisten.

Die Prüfungen sind noch nicht abgeschlossen. Die an der Flussgebietseinheit Weser beteiligten Länder Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt werden sich darüber im Zuge der Aufstellung des zweiten Bewirtschaftungsplanentwurfs bis zum Dezember 2014, spätestens aber bis zur Aufstellung und Berichterstattung des zweiten Bewirtschaftungsplans gegenüber der EU-Kommission zum Dezember 2015, verständigen.

Teil 2:

Die Abgeordneten hatten gefragt:

Wir fragen die Landesregierung:

1. Welche technischen Vermeidungsverfahren kommen nach Ansicht der Landesregierung am Produktionsstandort in Frage?

2. Wie beurteilt die Landesregierung das Verfahren der Firma K-UTEC zur Abwasservermeidung?

3. Welche Position hinsichtlich einer ausschließlichen Vermeidungsstrategie hat die Landesregierung mittlerweile gefunden?

Minister Wenzel beantwortete Teil 2 der Anfrage namens der Landesregierung:

Vorbemerkungen:

Siehe Vorbemerkungen zu Teil 1.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1:

Als Verwertungs- und Entsorgungsverfahren für die flüssigen und festen Rückstände kommen am Produktionsstandort grundsätzlich die Eindampfung und nachfolgende stoffliche oder bergbauliche Verwertung in Frage. Die Möglichkeiten zum Ausbau der trockenen (elektrostatischen) Aufbereitung, bei der keine Laugen anfallen, sind nach Kenntnis der Landesregierung zwischenzeitlich ausgeschöpft. Die Kombination aus Eindampfung und Verwertung für die Reststoffe des Werkes Werra ist Gegenstand des von der K-UTEC AG und von Prof. Quicker eingebrachten, und am Runden Tisch behandelten Vorschläge.

Eine Übersicht über die in Frage kommenden Verfahren ist einer Zusammenstellung „Abwasserfreie Kaliproduktion – Realität oder Utopie?“ des Leiters und der wissenschaftlichen Begleitung des Runden Tisches „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“ vom Juni 2014 zu entnehmen, die am Runden Tisch diskutiert wurde und wird.

Zu 2:

Das K-UTEC- Verfahren ist wie oben angeführt die Kombination aus Eindampfung und Verwertung. Die von der Firma K-UTEC und von Prof. Quicker vorgeschlagenen Konzepte wurden am Runden Tisch behandelt.

Die Diskussionen zur Umsetzbarkeit der Konzepte in den Experten-Gesprächen und am Runden Tisch ergaben allerdings eine Reihe strittiger Punkte.

Dissens gab es bezüglich des benötigten Energiebedarfs für die Eindampfung mit 1.500 GWh pro Jahr an thermischer Energie plus etwa 200 GWh elektrische Energie im Jahr bzw. einen Energiebedarf (Prozessdampf und Strom) in einer Größenordnung von 2.000 GWh thermischer und 300 GWh elektrischer Energie pro Jahr.

Auch über die tatsächlichen Kosten des K-UTEC- Verfahrens gab es von 530 Mio. EUR bis zu 1,6 Mrd. EUR unterschiedliche Auffassungen.

Nach übereinstimmender Ansicht der Experten ist die großtechnische Realisierbarkeit noch offen. Die erforderlichen technischen Prozesse müssten erst daraufhin geprüft und gegebenenfalls weiterentwickelt werden, ob sie in der Größenordnung und unter den Verhältnissen des Werkes Werra tatsächlich in vollem Umfang machbar wären, also die zu verwertende Salzabwassermenge vollständig bewältigen könnten. Hierzu wären umfangreiche Erprobungen mit erheblichem Zeitbedarf und ungewissem Ausgang erforderlich.

Der Runde Tisch hat auf seiner Sitzung am 21.01.2014 mehrheitlich die Auffassung vertreten, dass das vorgeschlagene Verfahren am Werk Werra nicht in absehbarer Zeit und damit insbesondere nicht im Handlungszeitraum der EU-Wasserrahmenrichtlinie realisiert werden kann.

Die Leitung und die wissenschaftliche Begleitung des Runden Tisches stellen zudem fest, dass die Zweifel an der ökologischen Wirksamkeit hinsichtlich der Energiebilanz der erforderlichen Eindampfung nicht ausgeräumt werden konnten und auch die divergierenden Berechnungen von Kosten und Erlösen nicht für eine ökonomische Verfügbarkeit spreche.

Niedersachsen hat sich bei der Meinungsfindung des Runden Tisches zu dem Papier „Abwasserfreie Kaliproduktion – Realität oder Utopie?“ der Stimme enthalten, um eine Klärung noch offener Fragen vornehmen zu können.

Zu 3:

Hierzu verweise ich auf meine Antwort zu Frage 3 des Teils 1 der Anfrage.

Teil 3:

Die Abgeordneten hatten gefragt:

Wir fragen die Landesregierung:

1. Wie beurteilt die Landesregierung die Aussage des Abgeordneten Schminke, es gebe weder an der Oberweser noch an der Nordsee eine reelle Chance für Kali und Salz, ihre Laugenabwässer durch Pipelines zu entsorgen?

2. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung über das durch das BMU initiierte Gutachten?

3. Inwiefern kann der K+S-Konzern keine nachvollziehbare Begründung für die Einleitung eines Raumordnungsverfahrens liefern?

Minister Wenzel beantwortete Teil 3 der Anfrage namens der Landesregierung:

Vorbemerkungen:

Siehe Vorbemerkungen zu Teil 1.

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1:

Die Landesregierung lehnt die Oberweser-Pipeline in ihrem Koalitionsvertrag ab. Da eine weitere Salzeinleitung in die Weser die Entwicklung der betroffenen Weserstrecke zu einem potenziell natürlichen Gewässer verhindert, hält die Landesregierung die Genehmigungsfähigkeit insbesondere unter Berücksichtigung der Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie nach einem Verbesserungsgebot bzw. Verschlechterungsverbot nicht für gegeben.

Die Firma K+S Kali GmbH hat aufgrund einer Nebenbestimmung in der befristeten wasserrechtlichen Erlaubnis des Regierungspräsidiums Kassel vom 30.11.2012 zur Einleitung salzhaltiger Abwässer aus dem Werk Werra in die Werra beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) einen Antrag auf Einleitung in die Nordsee eingereicht.

Der NLWKN als zuständige Behörde prüft derzeit die Antragsunterlagen auf ihre Vollständigkeit und Prüffähigkeit. Im Ergebnis der Prüfung eines dann vollständigen Antrags wird der NLWKN zunächst ausschließlich eine wasserrechtliche Feststellung dahingehend treffen können, ob eine Einleitung in das Küstengewässer der Jade überhaupt genehmigungsfähig erscheint.

Im Rahmen der Zulassungsprüfung für den Antrag der Firma K+S Kali GmbH auf Einleitung salzhaltiger Abwässer in das Küstengewässer der Jade werden die ökologischen Auswirkungen intensiv zu prüfen sein. Hierzu zählen sowohl die Auswirkungen auf Jadebusen und Wattenmeer als Gebiete des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer als auch insgesamt auf das Küstengewässer und damit die Wasserqualität der Nordsee. Ein prüffähiger (Zulassungs-) Antrag lag bis Ende Mai 2014 allerdings nicht vor, daher können die ökologischen Auswirkungen derzeit noch nicht eingeschätzt und bewertet werden.

Nach Auffassung der Landesregierung sind die Aussagen des Herrn MdL Schminke vor diesem Hintergrund grundsätzlich zutreffend.

Zu 2:

Dem Vernehmen nach hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kein neues Gutachten initiiert, sondern das Umweltbundesamt mit einer Plausibilitätsprüfung der bisher vorliegenden Gutachten beauftragt.

Zu 3:

Die Firma K+S Kali GmbH hat beim Land Niedersachsen die Durchführung eines Raumordnungsverfahrens aufgrund einer Nebenbestimmung in der befristeten wasserrechtlichen Erlaubnis des Regierungspräsidiums Kassel vom 30.11.2012 zur Einleitung salzhaltiger Abwässer aus dem Werk Werra in die Werra beantragt.

Nach Prüfung der Voraussetzungen gemäß § 9 Abs. 1 Niedersächsisches Raumordnungsgesetz hat die oberste Landesplanungsbehörde entschieden, dass aufgrund ihrer Raumbedeutsamkeit und ihrer überörtlichen Bedeutung für die geplanten Salzabwasserleitungen der Firma K+S Kali GmbH zur Oberweser und zur Nordsee Raumordnungsverfahren erforderlich sind.

In den beiden vorliegenden Fällen hängt die Einleitung der Raumordnungsverfahren jedoch maßgeblich von der wasserrechtlichen Genehmigungsfähigkeit der Einleitung des Salzabwassers am Endpunkt der jeweiligen Rohrleitung in die Oberweser bzw. die Nordsee ab.

Da die für die wasserrechtliche Genehmigung zuständige hessische Behörde aufgrund der Lage des Einleitungspunktes in die Oberweser gegenüber Niedersachsen bislang keine Genehmigungsfähigkeit der Einleitung attestiert hat, wurde für die durch Niedersachsen verlaufende Trassenvariante der geplanten Rohrfernleitung zur Entsorgung der Salzabwässer aus dem hessisch-thüringischen Kalirevier keine Antragskonferenz durchgeführt und die Vorbereitung des Raumordnungsverfahrens nicht weiterverfolgt.

Für eine Einleitung in das Küstengewässer ist die Frage der Genehmigungsfähigkeit zu prüfen. Dafür sind vollständige Antragsunterlagen erforderlich. Siehe auch meine Antwort zu Frage 1.

 

 

Eine Ziege meckert in der „Bild am Sonntag“ – so bockig ist Marion Horn

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Vorsicht, zickig!

„Nehmen sich die Babyboomer zu wichtig?“, fragt die „Bild“ am 1. Mai. Gemeint sind die heute um die 50-Jährigen, zu denen sich auch Marion Horn, als Chefredakteurin beschäftigt im Springer-Verlag, zählt. Das scheint eine ziemlich blöde Zicke zu sein mit einer Kindheit wie sie sonst nur noch Mike Krüger erlebt hat. Eigenem Bekunden zufolge ist sie „geboren auf einem Bauernhof bei Kiel, aufgewachsen in einem Nest an der Nordseeküste“. Zur Schule habe sie sich ordentlich angezogen, die Jungs in ihrer Klasse machten – so Marion Horn – einen Diener. Damit endet ihre Leidensgeschichte aber noch nicht. Die weiteren zu Tränen rührenden Kapitel: Die Eltern waren zu faul, sie in die Schule zu bringen. Sie musste sich aufs Fahrrad schwingen und gut fünf Kilometer bis zur Schule strampeln. Original-Leid Marion Horn: „Eine Strecke! Wer das Klima an der Nordsee kennt, weiß was das bedeutet.“ Stimmt. Gut fünf Kilometer. Jedes Mal seien ihre Strampelhosen nass geworden. Muss furchtbar gewesen sein für eine eingebildete und verzogene Göre.

Weiterlesen auf http://www.altkreiskurier.de „Tjaden tappt“

Wie soll dieser Hund auf zwei Pfoten heißen?

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Wie gestern bereits in den Familiensteller-Abendnachrichten gemeldet, ist an der Nordsee ein Hund aufgegriffen worden, der gut informierten Kreisen zufolge zuvor die Therapeutische Gemeinschaft Wilschenbruch der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg (SuHiLü) besucht haben soll. Sein Fell steht ihm immer noch zu Berge, er geht weiter auf zwei Pfoten.

Bitte um Mithilfe

Wilhelmshavener Polizei dringt in meine Wohnung ein – Jugendamtsmitarbeiterin sagt kein Wort

Das Erste, was ich heute Vormittag vom Wilhelmshavener
Jugendamt gehört habe, ist höhnisches Gelächter einer Mitarbeiterin der
Bereitschaft, als ich bei dieser Behörde anrief. Meiner Aufforderung, mir bis
heute 12 Uhr den Namen jener Mitarbeiterin mitzuteilen, die gestern um 21.40 Uhr
mit der Polizei vor meiner Tür gestanden hat, folgt sie nur widerwillig. Meine
Telefonnummer muss ich zweimal wiederholen.

Einer Mutter aus Münster ist
im September 2009 die Tochter (damals 3 Monate alt) und im April 2010 der Sohn
(damals zwei Jahre alt) weggenommen worden. Der Junge kommt zum leiblichen
nichtehelichen Vater, die Tochter mit Einwilligung des Vaters schließlich in
eine Pflegefamilie, die der Mutter und mir bis heute unbekannt ist. In Münster
beißen wir auf Granit. Als die Mutter im Oktober 2012 in Münster auf offener
Straße vom Vater tätlich angegriffen wird und sich die Szene erst mit meinem
Erscheinen am Tatort beruhigt, stellt der zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes
Münster-Kinderhaus den Antrag, dass die Mutter (!) ihrem Sohn ein halbes Jahr
nicht mehr begegnen soll. Das Familiengericht von Münster hat sich bis heute mit
diesem Antrag nicht beschäftigt.

Ein paar Tage zuvor ist diese Mutter
nach Wilhelmshaven gezogen, wir gehen sofort ins Familienzentrum Nord und
sprechen dort mit einem Sozialpädagogen. Der kopiert ein paar Schriftsätze und
leitet sie an das Jugendamt von Wilhelmshaven weiter. Dort haben inzwischen zwei
Gespräche stattgefunden, bei denen ich anwesend war. Wir sind uns einig, dass
für den Jungen kein Jugendamt mehr zuständig ist, um die Tochter soll sich
gekümmert werden, sobald Wilhelmshaven die Kosten für den Pflegeplatz übernehmen
muss.

Bei einem Telefongespräch mit dem bislang zuständigen Mitarbeiter
des Jugendamtes Münster-Kinder wird mir ebenfalls versichert, dass die Eltern
den Umgang mit dem Jungen selbst regeln können. Das klappt zweimal. Der Junge
ist über das Wochenende bei der Mutter in Wilhelmshaven, ich leihe ihr mein
Auto, begleite die beiden, wenn ich Zeit habe. Dann macht der Vater Stress und
will von einem Besuch alle 14 Tage nichts mehr wissen. Nun sollen es alle drei
Wochen sein.

Die Mutter holt den Kleinen am Freitag aus Münster ab. Ich
schaue kurz vorbei, der Junge freut sich riesig. Am Samstag will er nach
Hooksiel, für Sonntag empfehle ich das Märchenfest im Störtebekerpark. Alles
bleibt ruhig. Bis mich der Vater aus Münster am Sonntag kurz vor Mittag anruft.
Er könne weder die Mutter noch seinen Jungen erreichen, berichtet er mir. Ich
erzähle ihm, dass ich kurz nach 10 Uhr noch mit seinem Kind telefoniert hätte,
eigentlich müsse es noch zuhause sein. Dann frage ich den Vater, ob Mutter oder
Kind ihn zurückrufen könnten. Er sagt: „Die kriegen meine Telefonnummer nicht.“

Bis 14.30 Uhr ruft mich der Vater noch zweimal an. Ich kann ihm nicht
weiterhelfen, weil auch ich nur weiß, dass Mutter und Kind wahrscheinlich im
Störtebekerpark sind. Er droht mit der Polizei, will nach Wilhelmshaven kommen.
Ich bitte ihn, mich nach meiner Rückkehr von einer Radtour wieder anzurufen. Das
geschieht gegen 17.30 Uhr. Der Vater sagt: „Mein Junge muss am Mittwoch in
Münster sein. Dann findet ein Gespräch mit dem Jugendamt und mit dem
Kindergarten statt.“

Den nächsten Anruf von ihm bekomme ich kurz nach 7.
Ich antworte: „Ich radele zur Mutter und schaue nach dem Rechten. Das dauert 20
Minuten hin und 20 Minuten zurück. Rufen Sie mich dann bitte wieder an.“ Denn
ich habe seine Telefonnummer auch nicht, auf dem Display meines Telefons
erscheint immer nur „verborgen“. Ich treffe ein ziemlich nasses Kind an und
berichte der Mutter von den Anrufen des Vaters. Auch dass der Kleine angeblich
am Mittwoch in Münster sein muss, erzähle ich ihr. Das ist ihr neu. Der Vater
habe einem einwöchigen Aufenthalt des Kleinen in Wilhelmshaven zugestimmt. „Da
mische ich mich nicht ein“, sage ich.

Um 20 Uhr bin ich wieder zuhause.
Der Vater meldet sich nicht mehr. Am Montag gehen Mutter und Kind zum
Familienzentrum Nord, weil sie dort mit dem Sozialpädagogen sprechen wollen. Die
Einrichtung ist wegen eines Einbruchs geschlossen. Mutter und Sohn besuchen
mich, ich spiele mit dem Kleinen Schach. Für den Nachmittag vereinbaren wir
einen Besuch des Seewasseraquariums. Dort tobt der Junge im Spieleparadies
herum. Kurz nach 17 Uhr will der Kleine zum Strand. Wir fahren erst zum Ölhafen,
dann zu einem Sandstreifen am EON-Kraftwerk. Dort werden Schaumkügelchen vom
Meer ans Land geweht. Der Junge ist begeistert. Die Zeit vergeht wie im
Fluge.

Kaum sitzen wir wieder im Auto, klingelt das Handy der Mutter. Der
Vater, der sich bis dahin nicht wieder bei mir gemeldet hat, behauptet, er sei
in Wilhelmshaven, um den Jungen abzuholen. Sonst hole er die Polizei. Ich lasse
ihm ausrichten, dass wir unterwegs sind. Als wir die Wohnung der Mutter
erreichen, ist dort niemand. Es ist 20.51 Uhr. Mutter und Kind steigen aus, ich
fahre noch schnell zu einem Plusmarkt, bin um 21.10 Uhr zuhause, stelle noch ein
Foto, das ich am Südstrand von einer Möwe gemacht habe, bei Facebook und auf
meinen Seiten ins Netz. Bei Facebook antwortet mir ein Wilhelmshavener
Lokalpolitiker sofort, dass er das Bild schön finde. Ich teile ihm mit: „Ich
muss nun etwas essen. Mit Kind kommt man zu nichts.“

Ich schalte meinen
PC wieder aus, mache es mir bequem. Da klingelt jemand an meiner Wohnungstür.
Ich denke: „Der Prospektverteiler ist aber noch spät unterwegs.“ Dann hämmert
jemand an meine Wohnungstür, dass die Tür bebt. Ich gehe zur Tür und frage: „Wer
ist da?“ Jemand schreit: „Die Polizei.“ Ich öffne die Tür, ein Polizeibeamter
mit Taschenlampe reißt sie ganz auf und drängt mich an die Wand. Ich will seinen
Namen und den Namen seines Kollegen wissen und verbiete ihnen den Zutritt zu
meiner Wohnung. „Wir dürfen hier rein“, sagt der Polizist mit der Taschenlampe,
da ich wahrscheinlich „eine Person verberge“. Erst beim Hinausgehen und nach
einer zweiten Aufforderung erfahre ich die Namen der Polizeibeamten. Wiegand und
Schweiger. Draußen steht ein blonde Frau. Es ist eine Mitarbeiterin des
Jugendamtes, erfahre ich später. Die spricht kein einziges Wort mit
mir.

Eine Viertelstunde später holen sie das Kind mit Gewalt aus der
Wohnung der Mutter. Zu nächtlicher Stunde wird es nach Münster
gebracht…

Es ist 12.23 Uhr: Muss ich nun noch erwähnen, dass ich bisher
keinen Anruf vom Jugendamt Wilhelmshaven bekommen habe?

Ein Beitrag für www.zweisechsdreiachtvier.de

Jugendamt und Familiengericht von Münster irren sich: Junge nicht in Lebensgefahr – Junge an der Nordsee

Was haben sie in Münster alles zusammen geschwafelt. Die beiden Kinder (ein Fünfjähriger und eine Dreijährige) seien bei der Mutter in Lebensgefahr. Kommissar Internet kann nichts Sachdienliches beitragen, damit sich diese Geschichte zum Guten wendet. Das hat vor gut einem Jahr sogar ein Gutachter in einem Schriftsatz für das Familiengericht von Münster so festgehalten, weil viele so genannte Experten gern fixieren, was ein Jugendamt ihnen vorgesagt hat. Auch für Nachplappern gibt es schließlich Geld, da kann man ruhig wichtige Daten so durcheinander würfeln, dass jedes Spielcasino sagen würde: „Sie halten sich entweder an die Regeln – oder Sie fliegen hier raus.“ Doch das Jugendamt von Münster ist kein Spielcasino…

Viel behauptet

Als Friedensnobelpreisträger in Carolinensiel

Das Sielhafenmuseum in Carolinensiel. Foto: Heinz-Peter TjadenAls Vorschuss auf das Preisgeld, das ich im November in Oslo bekomme, habe ich heute in Jever mein Auto vollgetankt und bin nach Carolinensiel gefahren. Dort standen Windmühlen aus Holz vor einem Souvenirladen. Eine Mühle schnappte ich mir, ging damit in das Geschäft und erklärte in einer kurzen Ansprache, dass ich mit diesem Geschenk meine freundschaftlichen Beziehungen zu den Niederlanden festigen wolle. Bezahlen werde ich in vier Wochen, beendete ich meine Rede, wenn die knappe Mille auf meinem Konto sei.

Keine leichte Übung