Wie in Arad (Rumänien): Silvester ohne Böller und Raketen

Arad

An der Silvester-Knallerei beteilige ich mich nicht. Warum ich Euro-Scheine in die Luft jagen soll, könnte mir auch niemand erklären. Das Neue Jahr begrüßen, geht auch anders.

1973 ist das Jahr der ersten Ölkrise gewesen. Weihnachten besuchte ich meine Eltern in Wilhelmshaven, ich studierte damals in Mainz. Den 2. Feiertag und den 27. Dezember verbrachte ich in Zügen. Die ersten brachten mich zurück nach Mainz. In meiner Studentenbude packte ich meine Koffer, Abfahrt des Zuges nach Wien und Budapest war kurz vor 23 Uhr. In meinem Abteil hatte ich immer neue Gesprächspartner, die Fahrgäste kamen und gingen. Unterwegs machte ich kein Auge zu. In Budapest stieg ich um. Als ich nach 36 Stunden in Arad ankam, taumelte ich schlaftrunken aus dem Zug. Elly (Foto) schleppte mich mit zu einem Nahverkehrszug, hinfallen konnten wir nicht, so voll waren die Abteile.

Warum Euro-Scheine in die Luft jagen?

Neuapostolische Kirche: Wie Pfeifen im dunklen Wald

„Die Apostel und ihre Mitarbeiter der damaligen Zeit, ihr starkes Sendungsbewusstsein und ihren Mut wolle er sich als Vorbild nehmen.“ Soll der in diesem Jahr aus dem Amt scheidende Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche in Herford gesagt haben. Dazu befindet sich in meinem Archiv ein Tagebuch des zweiten Kirchenpräsidenten aus dem Jahre 1928, in dem er über Grabenkämpfe an allen Fronten berichtete und resigniert vorschlug, man möge ihn ablösen. Wilhelm Leber kann sich diese Zeiten nicht wirklich zurück wünschen. Er hat ganz andere Probleme, die er schlicht nicht einordnen kann. Die aktuelle Mitgliederzahl in Deutschland hat die Neuapostolische Kirche (NAK) gerade auf 355 000 nach unten korrigiert. Und was erfährt man auf den Seiten der NAK von Nordrhein-Westfalen? Mitglieder erkundigen sich, wie man austreten kann…

Sendungsbewusstsein ist mir suspekt