Märchenhafte Tage ohne Tageszeitungen

Erfolgreicher Start einer Zeitungsgenossenschaft in der Schweiz. Foto: Rhein-Neckar-Zeitung.

Seit Wochen lese ich keine Zeitungen mehr. Den Tipp hat mir ein Schweizer gegeben. Auf die Schweiz komme ich gleich noch einmal zurück. „Du fühlst dich dann besser. Lies Bücher“, sagte der Tippgeber. Da ich meine eigenen Bücher bereits kenne, bediene ich mich in Burgdorf. Dort gibt es einen öffentlichen Bücherschrank. Dort entdeckte ich „Die schönsten Märchen“ von Rafik Schami und vergaß die Tageszeitungen.

Dieser preisgekrönte Autor aus Damaskus verzauberte mich mit seinen Weisheiten, mit seinem leisen Spott für religiösen Humbug und für alle, die andere oder sich selbst ins Bockshorn jagen wollen. Dass jeder, der meint, er verdiene zu Recht im Jahr eine zweistellige Millionensumme, bescheuert sein muss, wusste ich zwar schon, dass man über diese Bescheuerten lachen sollte, kann man aber gar nicht oft genug lesen.

Hier weiterlesen

Dieser Augenblick, in dem ein Jugendamtsleiter Oberbürgermeister werden will

Wenn in Wilhelmshaven der Oberbürgermeister gewählt wird, wird die Wahrheit energisch zurückgewiesen.

Dieser Augenblick, in dem die Bedienung aus Hänigsen um die Ecke kommt und einen dafür bewundert, dass man bei diesem Nieselregen von Burgwedel nach Burgdorf geradelt ist, während sie jetzt lieber mit einer Wärmflasche auf ihrem Sofa liegen würde und man selbst gerade „Oberbürgermeisterwahlen in Wilhelmshaven“ googelt. Und danach selbst gern mit einer Wärmflasche auf dem Sofa liegen würde, weil ein gewisser Carsten Feist als parteiloser Kandidat im nächsten Jahr Oberbürgermeister der Stadt, in der man geboren ist, werden will.

Hier weiterlesen

Im Netz unter http://www.burgdorferkreisblatt.de und http://www.facebook.com/burgdorferkreisblatt

Aus der Turnhalle nach Handball-Europa: „Burgdorfer Kreisblatt“ erzählt ein Märchen

Irgendwie klingt es immer noch wie ein Handball-Märchen: Die TSV Burgdorf trägt ihre Spiele in der Turnhalle der Gudrun-Pausewang-Grundschule aus, die Fans stehen dicht gedrängt auf den Stufen der Tribüne und die Verantwortlichen des Vereins hoffen, dass Begegnungen unter solchen Bedingungen von den Funktionären nicht irgendwann verboten werden. Alle halten dicht und schreiben so mit an einer Erfolgsgeschichte, die ins 11. Bundesliga-Jahr und nach Handball-Europa führt. Mit neuen Trikots und mit einem öffentlichen Training am 7. August in der Turnhalle der Gudrun-Pausewang-Grundschule. Da werden Erinnerungen wach…Märchenhafte.

Dies und mehr in der 29. Ausgabe der internetten Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“, die hier ausgedruckt werden kann.

Im Netz unter http://www.burgdorferkreisblatt.de und http://www.facebook.com/burgdorferkreisblatt

Lesetipp: http://www.burgdorfklingtgut.de

Ein Wilhelmshavener Märchen: Immer Ärger mit Christoph, Andreas und Carsten

Lügen

Restexemplare gibt es noch bei Amazon und Hugendubel.

Es war einmal ein Jugendamtsleiter, der hieß Carsten und versprach bei Facebook Hilfe für einen Jungen und ein Mädchen, die nicht länger getrennt aufwachsen sollten, sondern gemeinsam. Die Kinder kannten sich nicht mehr, hatten sich das letzte Mal gesehen, als das Mädchen noch ein Baby war.

Die Zeit, sie verging wie das Versprechen von Carsten, der eines Tages seinen Mitarbeitern die Anweisung gab, fortan zu behaupten, er habe nie auch nur etwas versprochen.

Diese Lüge hatte keine kurzen Beine, sondern schon bald Polizistenbeine, die bei der Suche nach dem Jungen den Kleinen in einer Wohnung wähnten, ohne zu verraten, wem diese Polizistenbeine gehörten. Sie fanden den Jungen nicht, weil er nicht da war. Das sprach sich herum, dagegen klagten die beiden Polizeibeamten und erzählten dem Gericht die Geschichte von einer stets und immer korrekten Aktion, das Blaue fiel dabei vom Himmel in den Gerichtssaal.

Damit sich der Himmel nicht eintrübte und dunkel wurde, hatte ein gewisser Andreas die Kunde verbreiten lassen, die Aktion habe zu Belästigungen einer Jugendamtsmitarbeiterin geführt. Das stimmte nicht, was aber stimmte, war: Andreas ist Oberbürgermeister.

Einer der beiden Polizeibeamten, die eilends einen Jungen gesucht hatten, angeblich bei Nacht und großer Dunkelheit, die allerdings sonst nur die Erde bedecket, wenn die Sonne untergegangen ist, und nicht schon 10 Minuten früher, hieß nun Christoph, wie vorher nicht bei der Suche nach dem Kinde.

Das Mädchen und der Junge waren für alle Zeit in den Brunnen gefallen, Christoph und Andreas hatten Märchen erzählt, die wahr werden sollten. Also verfolgte Christoph einen Mann, der die Wahrheit verbreitete, mit Schauermärchen im Internet und mit Kostennoten, die nun ins Schuldnerverzeichnis eingetragen werden sollen, um diesem Mann weiter zu schaden.

Andreas war weiterhin Oberbürgermeister und schwieg zu allem, was geschah, während Christoph auch noch eine Broschüre verbieten ließ, in der die Wahrheit stand. Die hieß „Lügen haben Jugendamts-Beine“. Polizisten-Beine aber auch. Andreas dagegen nahm immer die Beine in die Hand, wenn die Rede auf dieses Thema kam.

Und wenn sie nicht gestorben sind, trennen sie Junge und Mädchen bis ans Ende ihrer Tage und strafen jeden, der die Wahrheit sagt. Denn sie können sicher sein: Die Wahrheit braucht Mut, den nicht viele haben.

Das „Neue Wilhelmshaven“ erzählt keine Märchen über die Marktstraße mehr?

Das einst so sehr gelobte Pflaster in der Marktstraße wird ab sofort vom „Neuen Wilhelmshaven“ (NW) nicht mehr gelobt? Das kann und das darf nicht wahr sein. Darf man denn in Wilhelmshaven nicht mehr an die NW-Märchen vergangener Jahre glauben?

„Man muss kein großer Prophet sein, um vorauszusagen, dass das schöne Pflaster in der Marktstraße in einigen Jahren sehr unansehnlich aussehen wird“, schreibt Jan heute auf NW-Seite 3. Die Platten brechen an den Ecken und Kanten, berichtet er. Der Untergrund sei nicht fest genug, die Platten seien zu dicht nebeneinander verlegt worden. „Sie halten offensichtlich dem Druck der Lieferfahrzeuge nicht stand“, vermutet Jan.

Der Wahrheit verpflichtet?

Junge Landesbühne Wilhelmshaven erzählt Geschichten mit Stieren

Da wäre erst einmal „Rotkäppchen“. Das sagt zu dem bösen Wolf: „Stier mich nicht so an.“ Deswegen tarnt er sich später als Großmutter. Der Rest wird für diesen Wolf ziemlich steinig. Oder war das in „Der Wolf und die sieben Geißlein“? In diesem Märchen soll der Wolf am Stieren gehindert werden, indem die Kleinen versteckt werden. Oder verwechsele ich das mit „Schneewittchen“, deren Stiefmutter immer vor dem Spiegel am Stieren ist?

Auch hier wird gestiert