Eine liebe Geschichte aus Funchal auf Madeira: Carolina

Wenn Frauen unlogisch sind, dann ist sie die Erfinderin dieser Eigenschaft. „Du musst obrigrado sagen“, ruft sie mir im Vorübergehen in ihrem Hostel zu und bedankt sich bei mir an den folgenden Tagen mit „thank you“. Also wechsele ich zum Englischen, worauf sie mit Portugiesisch reagiert. Wieder tagelang.

Nebenbei bringt sie mir auch noch bei, dass ich „obrigado“ sagen muss, weil ich keine Frau bin. Da sie eine sei, sei ihr „obrigada“ vorbehalten. Das kann ich mir bei meinem ersten Besuch in Funchal merken, obwohl Carolina, so heißt die vermeintliche Erfinderin der Unlogik, bis zu meiner Abreise nur noch Englisch mit mir spricht.

Die Kassiererin im Supermarkt, die auf dem Display durch ihre Brille nur die Summe sieht, die ich bezahlen muss, spricht dagegen immer Portugiesisch, und da ich mir „obrigada“ gemerkt habe, freut sie sich wohl heute noch über eine neue Kundin im Supermarkt. Ob sie zum Bekanntenkreis von Carolina gehört, weiß ich nicht. Vermute ich aber. Denn irgendwann antwortet sie mit „obrigado“. Im Schaufenster des Supermarktes überzeuge ich mich nach diesem Einkauf davon, dass ich immer noch ein Mann bin. Wer weiß schon, was Carolina so alles mit mir anstellt, während sie mir Nachhilfe in Portugiesisch verspricht, um anschließend Englisch zu sprechen.

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Kunst auf Türen in Funchal auf Madeira: Im Reißverschluss geht die Sonne auf

Reißverschluss auf für die Sonne. Foto: Heinz-Peter Tjaden

Was sich liebt, das schützt sich. Foto: Harald Bauer

cof

Geckos. Foto: Janelle Wiese

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Die schönste Insel Europas: #madeiranowordsneeded

Christiano Ronaldo bei Foto von Heinz-Peter Tjaden getunnelt.

#madeiranowordsneeded ist kein gefälschter Spruch der Tourismuswerbung. Deshalb schweigt der auf der Insel geborene CR 7 vor dem ihm gewidmeten Museum, wenn deutsche Touristinnen und Touristen, die möglicherweise noch den „Spiegel“ lesen, ihre Hand für Erinnerungsfotos in seine Statuen-Hand legen. Für die auf der Insel erscheinende Sportzeitung „A Bola“ sind die „Fake News“ über den Weltstar seit dem 20. Dezember 2018 rufschädigend, nicht für Ronaldo, sondern für den „journalista despedido“ Claas Relotius.

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