Hart, aber fair? Frank Plasberg lässt FDP-Wähler verfolgen

ARDaus: „Ist der nicht cool?“ So hat Frank Plasberg „hart, aber fair“ gestern einen Fernsehauftritt des FDP-Parteivorsitzenden Philipp Rösler am Wahlsonntag kommentiert, bei dem sich der Vorhang mit „Morgen informiere ich die Gremien“ öffnete und mit „Morgen werde ich dazu Stellung nehmen“ wieder schloss. Rösler habe bei diesem Interview offenbar schon gewusst, was er am nächsten Tag tun werde, jubelte der Moderator. Wäre ich im Studio gewesen, hätte ich Plasberg eine Tröte in die Hand gedrückt. Dann hätte er seine Begeisterung musikalisch untermalen können. Eine rote Pappnase hätte ihm sicher auch gut gestanden.

Reporter verfolgt Passantinnen und Passanten

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Nach der Landtagswahl: Hannover sucht neuen Oberbürgermeister/FDP wieder kopflos

Sie haben gehievt, sie haben geächzt, bis die FDP sich fast den Kopf an der 10-Prozent-Mauer blutig geschlagen hätte. Doch es ist alles vergeblich gewesen. David McAllister bleibt nicht niedersächsischer Ministerpräsident, die Liberalen verlieren wieder den Kopf. Philipp Rösler bot heute seinen Rücktritt als Parteichef an. Rainer Brüderle soll (sich) übernehmen. 80 Prozent der FDP-Stimmen sind gestern bei der Landtagswahl in Niedersachsen „Leihstimmen“ gewesen. Fanden Meinungsforscher heraus. Herausgekommen ist dabei dennoch das Ende der schwarz-gelben Koalition an der Leine. Röslers Diagnose ist richtig: Der Patient ist nicht gesund geworden, er wurde nur auf eine neue Krankenstation gebracht.

Krank ist aber auch das parlamentarische System. Die größte Partei legte gar keinen Wert auf Sitze im Landtag. Über 40 Prozent der Wahlberechtigten gingen einfach nicht hin.

Wohlstand soll gerechter verteilt werden