Der Missbrauch des Missbrauchsgipfels

Der Papst, der kniff. Foto: Domradio

Die Opferverbände sind entsetzt, Kirchenrechtler sprachlos: Der Missbrauchsgipfel im Vatikan endete ohne konkretes Ergebnis. Der deutsche Kardinal Reinhard Marx verteidigte die Abschlussrede des Papstes trotzdem: „Ich kann nicht erkennen, dass das nur qualmiges, nebulöses Gerede war.“

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Burgdorfer Kreisblatt 43/2018: Kinder als Versuchskaninchen

„Sicher ist, dass alle Versuche der Aufklärung von Missbräuchen einem Flickenteppich gleichen, dem ein Flicken nach dem anderen erst dann hinzugefügt wird, wenn erneute Fakten auf dem Tisch liegen und nicht mehr strittig sind.“

Heißt es in einer Stellungnahme des Vereins ehemaliger Heimkinder (V.e.H.) zu der von der katholischen Kirche veröffentlichten Studie über Missbrauch in Kinderheimen. Zu diesem Flickenteppich gehören diesem Verein zufolge aber auch Medikamentenversuche. 

Diesem Thema will sich die Bundestagsfraktion der Linken am 14. Dezember in Berlin widmen. Das Motto des Fachgespräches, das um 11.30 Uhr in den Räumen des Bundestages beginnt, lautet „Arzneimittel- und Menschenversuche an Heimkindern in den 1950er- bis 1970er-Jahren: Endlich Transparenz und Entschädigungen schaffen“. Bereits um 10 Uhr findet im Paul-Löbe-Haus eine Pressekonferenz statt. 

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Im Netz unter http://www.burgdorferkreisblatt.de und http://www.facebook.com/burgdorferkreisblatt

Lesetipp: http://www.burgdorfklingtgut.de

Von der Un-Fähigkeit in der Bundesrepublik Täuschland

Wenn es in Deutschland „Hamburger Abendblatt“ wird, soll man das Frühstück nicht vor dem Artikel loben. Will man anschließend den Redakteur tadeln, sollte man das Frühstücksei sorgfältig gepellt haben. Denn auf Kritik pellt sich diese Zeitung einen. Was das Abendblättchen nicht gelernt hat, lernt das Abendblatt nimmermehr. Irgendwann ruft immer jemand in die Redaktionsstube „Was heißt eigentlich rescherschieren?“ Wenn zum Beispiel einem Scharlatan die Zerstörung von Familien vorgeworfen wird, sollte man auch nicht in den „Spiegel“ schauen. Denn dort steht auf dem Spiegelbild des Scharlatans sogar „Wissenschaftler“.

Erste Erkenntnis in der Bundesrepublik Täuschland: Trau keinem Medium bis zum nächsten Zeitungsstand.

Drei weitere Erkenntnisse Hier klicken

Protz-Bischof kann nach Rücktritt fast alles werden – nur nicht Regierender Bürgermeister von Berlin

Er hat Vorschriften missachtet, die Kosten klein geredet, die Kirchenverwaltung hat nicht so genau gewusst, was in Limburg eigentlich hingestellt werden sollte, deswegen kann der heute zurückgetretene Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst auf das Versprechen des Vatikans, man werde für ihn eine andere Aufgabe finden, getrost verzichten. Der Mann kann fast alles werden, die katholische Kirche braucht er dafür nicht. Außerdem wäre eine andere Aufgabe als Protzen für diesen Mann sicherlich nicht sehr reizvoll. Einen Posten bekommt er allerdings nicht, den des Regierenden Bürgermeisters von Berlin. Auch Klaus Wowereit kennt nur einen Herrn – sich selbst.

Bezug zu Arbeitgebern verloren

Bei „Tatort“ aus Luzern: Schweiz soll Sekten beobachten

„Tatort“ aus Luzern steht stets für tödliche Langeweile nach dem Mord. Das ist auch heute Abend so. Dieses Mal wird eine 14-Jährige ermordet, die zu einer frommen christlichen Sekten-Familie gehört. Zu den Verdächtigen zählt der leibliche Vater des Mädchens, ein Querulant und Dieb, der zu Gewalt neigt.

Wie glaubwürdig ist dieser Krimi?

Jagdterrier Mike Tjaden empört: Niemand hört auf Martina, die Fürsorgliche, und auf ihn

Ich bin es. Der leidgeprüfte Jagdterrier Mike Tjaden, der heute nicht die „Wilhelmshavener Zeitung“ liest, sondern mir selbst jeden Wunsch von meinen treuen Augen ab, der immer noch nicht in Erfüllung gegangen ist, obwohl es vor zweieinhalb Jahren danach aussah.

Damals wäre mein Herrchen, dieser Heini Heinz-Peter Tjaden, beinahe in eine katholische Kirche in Münster gegangen, um bei der Taufe von zwei Kindern dabei zu sein. Sogleich riss ich aus und rannte nach Lüdinghausen, wo mir eine Frau begegnete, die ich im richtigen Moment traf. Diese Frau hieß Martina Große-Feldhaus und war Verfahrensbeiständin an Familiengerichten. Der berichtete ich von der drohenden Tauf-Gefahr.

Ich passe auf

An Tagen wie diesen: Nach der Papst-Wahl und nach dem Ende der Abschiebepraxis

Ich bin nicht katholisch – ich bin nicht einmal religiös. Aber wenn ich im Radio höre, dass der neue Papst Franziskus I. in einer Kirche gewesen ist und dort alle glaubten, sie könnten ihren Augen nicht trauen, dann hoffe ich für die 1,2 Milliarden Katholiken, dass sie nun endlich wieder ein geistliches Oberhaupt haben, das den Sumpf aus Intrigen, Korruption und Machtkämpfen verlässt und sich darauf besinnt, was Jesus gepredigt und gelebt hat. Dieser Papst erobert die Herzen möglicherweise im Sturm wie der polnische und wie der 100-Tage-Papst. Da hoffe ich nur, dass er in seinem Amt nicht nur die ersten 100 Tage überlebt…

Ich bin auch noch nie abgeschoben worden, obwohl mir das in der Schweiz einmal angedroht worden ist. In meinem Reisepass wurde vermerkt, bis wann ich das Land wieder zu verlassen habe, ich fuhr Wochen später mit dem Zug zurück nach Mainz. An der Grenze zeigte ich meinen Personalausweis vor. Nach meinem Reisepass fragte niemand. Aber wenn ich heute im Radio höre, dass der neue niedersächsische Innenminister Familien nicht mehr auseinander reißen will, die unmenschliche Abschiebepraxis der CDU/FDP-Regierung also ein Ende hat, dann hoffe ich für die Wählerinnen und Wähler von CDU und FDP, dass sie sich beim nächsten Mal genau überlegen, wo sie ihr Kreuz machen. Die Behauptung, in der alten Regierung hätten Christen gesessen, ist offenbar ein Gerücht, sonst kennten sie den Satz: „Was du einem meiner Geringsten getan hast, das hast du mir getan“…

Ein Gerücht ist übrigens auch nur, dass die Union bei der Bundestagswahl das Bundesverfassungsgericht antreten lässt, weil dieses Gericht und nicht Angela Merkel die Richtlinien der Politik bestimmt…

Ein Beitrag für http://blogdirdeinemeinung.blogspot.com