Die ideenreiche und internette Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“: Ausgabe 12

In der zwölften Ausgabe der internetten Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“ geht es um Ideen: um eine schlechte für die Justiz, um eine gute für die Burgdorfer Stadtbücherei und um eine dringende für zwei Drachen.

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Kinderpornografie: Niedersächsisches Justizministerium testet private IT-Polizei

Die IT-Polizei von morgen?

Dass in Deutschland nur wenige Firmen schlechter arbeiten als die Staatsanwaltschaft von Hannover, glaube ich sofort. Trotzdem bin ich gegen eine Privatisierung der Justiz.

Dass die Staatsanwaltschaft Hannover jetzt zwei Verfahren wegen Verbreitung von Kinderpornografie für ein Pilotprojekt des niedersächsischen Innenministeriums ausgesucht hat, weil getestet werden soll, ob private Firmen bei der Fahndung bessere Dienste leisten als die Polizei, erstaunt mich trotzdem.

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Der Missbrauch des Missbrauchsgipfels

Der Papst, der kniff. Foto: Domradio

Die Opferverbände sind entsetzt, Kirchenrechtler sprachlos: Der Missbrauchsgipfel im Vatikan endete ohne konkretes Ergebnis. Der deutsche Kardinal Reinhard Marx verteidigte die Abschlussrede des Papstes trotzdem: „Ich kann nicht erkennen, dass das nur qualmiges, nebulöses Gerede war.“

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Sorgen für Überraschungen: Jahn Regensburg und Erzähler meines Krimis

Das ist zweifellos heiko-herrlich: Platz 5, drei Punkte bis zum Relegationsplatz in der Zweiten Liga: Jahn Regensburg spielt als Aufsteiger im Fußball-Unterhaus eine erstaunliche Rolle. Rudi Völler, der gestern Abend im ZDF-Sportstudio die Meinung vertreten hat, dass Regensburg seit dem Wechsel von Heiko Herrlich nach Leverkusen auf tollen Fußball verzichten müsse, liegt also falsch.

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Wenn eine Staatsanwaltschaft einfach nichts tun will

„Das Beste ist, man bekommt mit denen nichts zu tun.“ Hat einmal ein Ratsherr nach einer Verhandlung, deren Verlauf er nicht verstand, zu mir gesagt. Damit hatte er zwar nicht in allen Fällen recht, aber ich zumindest werde nicht zum ersten Mal an der juristischen Nase herumgeführt, bis ich als Verarschter nur noch rechts raus treten kann.

Die vielen bereits bekannte Geschichte: Das Jugendamt von Wilhelmshaven veranlasst bei mir am 17. Juni 2013 um 21.40 Uhr eine Wohnungsdurchsuchung, weil bei mir mein Patenjunge vermutet wird. Die Jugendamtsmitarbeiterin steht schweigend vor meiner Tür, während zwei Polizeibeamte mit Gewalt in meine Wohnung eindringen. Sie geben sich falsche Namen und zerren mich wegen meiner Berichte über diesen Skandal sogar noch vor Gericht, wo sie das Blaue vom Himmel lügen. Die Jugendamtsmitarbeiterin, die meine Version der Geschichte hätte bestätigen müssen, darf auf Geheiß des Oberbürgermeisters von Wilhelmshaven nicht aussagen. Das bekommt das Gericht schriftlich. In diesem Schreiben werde ich übel verleumdet.

Burgdorfer Kreisblatt, 27. September 2017, hier weiterlesen

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Bericht auch in der internetten Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“ Ausgabe 25. Außerdem: Region Hannover verschenkt Autos Hier ausdrucken

In Wilhelmshaven neue Pegida gegründet

Im Saal hat Ruhe geherrscht, als der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven, Andreas Wagner, vor die Mikrophone trat und Zehntausende auf dem Rathausplatz seiner Rede lauschten, die in der ganzen Stadt über Riesenleinwände flimmerte. In scharfen Worten distanzierte sich Wagner von der Pegida, die in Dresden Demonstrationen gegen die „Lügen-Presse“ organisiert hatte: „Das war der falsche Ansatz.“ Gefunden werden müsse der richtige. Das sei ihm in Zusammenarbeit mit zwei Polizeibeamten und dem Jugendamt von Wilhelmshaven „geradezu beispielhaft“ gelungen. „Bei uns wird die Pegida neu entstehen“, rief er unter dem tosenden Beifall der Menge aus und fügte hinzu: „Wir haben sie neu erfunden.“

Erst hätten die beiden Polizeibeamten vor Gericht eine Geschichte erfunden, die „ihre volle Wirkung erst entfaltete, weil ich die Justiz behinderte. Vorbildlich unterstützt wurde ich dabei vom Jugendamt, das eine Mitarbeiterin, die vor Gericht die Wahrheit gesagt hätte, zum Schweigen verurteilte, das heute bei meiner Rede aber nicht herrschen sollte.“ Brausender Beifall. „Unsere Organisation richtet sich erst einmal einzig und allein gegen einen ehemaligen Wilhelmshavener, der weiter im Internet so tut, als sei Wilhelmshaven nicht Nordkorea. Wir werden ihn ins Gefängnis werfen lassen. Das möge anderen eine Warnung sein.“

In diesem Moment wurden unauffällig zwei Gegendemonstranten abgeführt, über deren Verbleib bislang nichts in Erfahrung zu bringen ist. Wagner fuhr fort: „Dieser ehemalige Bürger heißt Heinz-Peter Tjaden und wohnt nun in der freien Republik Burgwedel. Von dort aus kritisiert er Jugendämter, wenn die sich nach seiner Meinung falsch verhalten. Das geht so nicht.“ Deshalb stehe Pegida in Wilhelmshaven für „Peter geht in den Arrest“. Dieses Ziel werde konsequent verfolgt. Wagner: „Der erste Schritt war, alle Jugendamtsmitarbeiterinnen und Jugendamtsmitarbeiter haben ab sofort die Staatsangehörigkeit von Nordkorea als Zeichen dafür, dass wir schon bei einem einzigen Widerwort aktiv werden.“

Abschließend wies der Oberbürgermeister darauf hin, dass jedes Jugendamt von Eltern, Angehörigen, Freunden und Bekannten „Kooperationsbereitschaft“ verlange. Wer eine eigene Meinung habe, verliere seine Kinder auf Dauer. Der Oberbürgermeister beendete seine Rede mit den Worten: „Das mag man Duckmäusertum nennen. Wir nennen das nicht so.“

Wie die Redaktion inzwischen erfahren hat, berichtet Tjaden auf http://www.zweisechsdreiachtvier.de und ausführlich in einer Broschüre mit dem Titel „Lügen haben Jugendamts-Beine“, die bei Amazon erhältlich ist.

Eine Stimme aus dem Hintergrund: „Sind das Panzer, die auf unsere Redaktion zurollen?“

Der Fall Christian Wulff wird zum Fall Staatsanwaltschaft Hannover: Ermittlungen wegen Straftaten

Angezeigt worden ist die Staatsanwaltschaft von Hannover nicht zum ersten Mal, weil im Fall Wulff Merkwürdiges geschah. Ein Anzeigenerstatter aus Bayern konnte noch ausgetrickst werden, indem man ihn zu einem Verdächtigen machte. Doch mit einem Anwalt aus Bonn ist das der Staatsanwaltschaft von Hannover wohl nicht so leicht möglich.

Gernot Fritz hat intensiv recherchiert, bis er im Sommer Strafanzeige wegen Rechtsbeugung und Verletzung von Privatgeheimnissen durch Amtsträger stellte. Der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ von heute zufolge, ist nun etwas geschehen, worüber der Kommentator Michael B. Berger nur staunen kann: „Jetzt wird die Affäre Wulff doch noch einmal aufgerollt – allerdings unter ganz anderen Vorzeichen. Dass die Staatsanwaltschaft Göttingen ein förmliches Ermittlungsverfahren eingeleitet hat, ist ein überaus bemerkenswerter Vorgang.“

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