Auch diese Leidensgeschichte beginnt in der Sucht- und Jugendhilfe Lüneburg: Ist 13-Jähriger in Flensburg?

Die Geschichte beginnt in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch (TG). Im Jahre 2000 flüchtet eine Mutter aus der Einrichtung, sie kehrt mit ihrer Mutter zurück, will ihr Baby abholen. Der Junge ist weg. Der damalige TG-Leiter Ruthard Stachowske sagt: „Du siehst dein Kind nie wieder.“

In diesen Tagen ist dieses Kind aus einem Heim in Eckernförde abgehauen. Mit einem Kumpel, der wieder zurück ist. „Die Leute sind mir zu gefährlich“, soll er gesagt haben. „Die Leute“ sind nach seinen Angaben Jugendliche aus Flensburg, die sich auf dem Alten Friedhof treffen. Denen soll sich der 13-Jährige angeschlossen haben.

Auf der Flucht

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Pech-Pflegeeltern: Junge fährt mit 11 Auto – Mädchen will mit 19 Ausbilder umbringen

Was jetzt schon wie ein Krimi klingt, wird noch spannender. Verloren hat die Mutter ihren Jungen im Säuglingsalter in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Diese Einrichtung wurde bis Anfang Juli 2011 von dem Sozialpädagogen Ruthard Stachowske geleitet, der diese Einrichtung in eine Psycho-Sekte verwandelte und Familien systematisch zerstörte. Die Mutter aus Lübeck war schon nach kurzer Zeit aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch wieder abgehauen. Als sie ihren Jungen aus der Einrichtung holen wollte, sagte Stachowske: „Deinen Jungen bekommst du nie wieder.“ So ist er zu Pflegeeltern in Langwedel gekommen, die ihrem Pflegekind erzählten, dass seine Mutter tot sei.

„War es – wie angeklagt – ein Mordversuch, oder doch nur ein, allerdings gefährlicher Streich, für den eine 19-jährige Heranwachsende aus der Nähe von Langwedel seit gestern vor der 3. Großen Strafkammer des Landgerichts Verden steht?“

Diese Meldung vom 20. September 2012 ist nicht in fast allen deutschen Zeitungen erschienen, sondern lediglich in der Regionalpresse.

Glückliches Händchen des Jugendamtes von Verden?

Jugendämter und soziale Einrichtungen: Darf es noch ein bisschen mehr Arroganz sein?

Im Frühjahr 2012 habe ich das Bilderbuch „Wenn Zahlen einen Kopfstand machen“ veröffentlicht, die Zeichnungen stammten von einer 7-Jährigen aus Lübeck, deren Bruder zu jener Zeit angeblich im Wichernstift Ganderkesee war. Also schickte ich dem damals 11-Jährigen dieses Buch. Ob es angekommen ist, weiß ich bis heute nicht. Weiß die Schwester nicht. Weiß die Mutter nicht. Also stellte ich mir die Frage:  Wie seelenlos sind die eigentlich? Der Junge ist inzwischen nicht mehr im Wichernstift Ganderkesee.

Zuständig war seinerzeit das Jugendamt von Verden, das keine meiner Fragen beantwortete, jeden Hinweis ignorierte und im Februar 2012 vor dem Familiengericht froh darüber war, „für den Jungen diese Einrichtung gefunden zu haben“. Die schon nach wenigen Tagen gestand: „Wir sind überfordert.“  Der 11-Jährige tat, was er seiner Mutter vor Jahren angekündigt hatte: „Ich reiße so lange aus, bis ich wieder zu Hause bin.“  Das haben sie alle überhört…

Die Geschichte dieses Kindes beginnt in der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch. Dort wurde der Mutter aus Lübeck vor 12 Jahren dieser Junge im Säuglingsalter weggenommen. Der Sozialpädagoge Ruthard Stachowske, der zu jener Zeit diese Einrichtung leitete, sagte der Mutter, die abgehauen war: „Deinen Jungen siehst du in deinem Leben nicht wieder.“ Das sagte er bis zu seiner Entlassung im Juli 2011 vielen Eltern.

Der Junge kam zu Pflegeeltern, die dem Kind erzählten, seine Mutter sei tot. Als er sich im Februar 2012 in das Auto seiner Pflegeeltern setzte und durch Langwedel kurvte, machte er bundesweit Schlagzeilen. Bis dahin war mit der Mutter kein einziges Hilfeplangespräch geführt worden. Sie sollte nur schriftlich beteiligt werden.

Nun ist der inzwischen 12-Jährige in einer Einrichtung in Schleswig-Holstein, die Mutter darf ihn demnächst wiedersehen. Vorher sollte vor dem Familiengericht in Verden noch ein Termin stattfinden. Der soll auf Wunsch des Jugendamtes von Verden nun gestrichen werden. Außerdem sind die ehemaligen Pflegeeltern verhindert, weil sie vor der Jugendstrafkammer des Landgerichtes Verden erscheinen müssen. Verhandelt wird über einen Mordversuch. Auch das Jugendamt von Verden muss dort aussagen. Ist wohl wieder etwas schiefgegangen…Was aber schreibt das Jugendamt von Verden in so einer Art Abschlussbericht, den die Mutter gestern bekommen hat? Gesteht die Behörde Fehler ein? Nein. Das Jugendamt schreibt, dass die Mutter endlich einsichtig sei. Dabei hat die bis heute ihre Meinung nicht geändert. Aber irgendwie muss man diesen Fall abgeben – und sei es mit Arroganz?