Gedreht in Wilhelmshaven: „Graul merkt nichts“ statt „Pelzig hält sich“

Geflaggt haben sie nicht. Vorige Woche feierte Wilhelmshaven in aller Stille den 1. Jahrestag der Wohnungsdurchsuchung bei Alt-Oberbürgermeister Eberhard Menzel. Heute findet wieder eine Razzia statt. Durchsucht werden 16 Wohnungen von Dachdeckern und Elektroinstallateuren in Wilhelmshaven und Jever, denen Preisabsprachen vorgeworfen werden.

Ein Sendeplatz muss her

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Schwerer Tag für Wilhelmshavens Oberbürgermeister: „Cobra 11“-Ben geht

Freud und Leid liegen auch im Leben eines Oberbürgermeisters dicht beieinander. Zwei Helden nehmen von ihm Abschied. Der eine (Jens) aber nur vorübergehend. Der andere jedoch für immer. Dieser Held heißt Tom Beck und spielt in Wagners Lieblingsserie „Alarm für Cobra 11“ den Ben Jäger. Der trifft heute Abend ab 20.15 Uhr – wie der Oberbürgermeister täglich – eine „einsame Entscheidung“. Danach verschwindet der Ben.

Helden-Abschied

Der Zeit voraus: Wilhelmshaven führt Mindestlohn von 30 Euro ein

Hat sich eigentlich jemand von uns Gedanken gemacht, als vor gut zwei Jahren der damalige Oberbürgermeister Eberhard Menzel den SPD-Oberbürgermeisterkandidaten Thomas Städtler in mails schlecht machte, bis Andreas Wagner als CDU-Oberbürgermeisterkandidat ganz genau die Stimmenzahl bekam, die er in einem Gespräch mit dem NDR für erforderlich hielt? Machten wir uns Gedanken, als Menzel und Wagner erklärten, die Amtsübergabe habe naht- und reibungslos funktioniert? Sehen Sie! Hat sich niemand von uns. Schön, haben wir uns gedacht, nun haben wir einen neuen Oberbürgermeister.

Kein Finanzierungsvorbehalt

Was lange wagnert bleibt ein Sumpf/Stephan Hellwig muss Kulturbeauftragter der Stadt Wilhelmshaven werden

Nach zwei Jahren im Amt steht fest: Oberbürgermeister Andreas Wagner gehört zu den aufstrebenden Talenten in der abstrebenden Stadt. Nach dieser relativ kurzen Zeit gilt er vielen schon als Double von Eberhard Menzel. Der allerdings gelegentlich noch etwas erfolgreicher gewesen ist. Während es der Vorgänger von Wagner immerhin schaffte, einen zu allem Unfähigen nach Hannover wegzuloben, misslang das seinem Nachfolger noch. Die CDU widersetzte sich.

Pech für Graul

Über allen Wipfeln ist Ruh – balde schläft der letzte Wilhelmshavener Verleumder auch?

Ruhe ist! Das Amtsgericht von Wilhelmshaven hat mich im April 2013 wegen angeblicher Verleumdung der UWG-Ratsherren Frank Uwe Walpurgis und Horst Dieter Walzner zu einer Geldstrafe von 1 500 Euro verurteilt, das Landgericht von Oldenburg hob dieses Urteil am 31. Oktober 2013 mit der Begründung, ich hätte niemanden verleumdet und ordentlich recherchiert, wieder auf.

Die Zeit dazwischen nutzten einige Kommentatoren auf meinen Seiten für übelste Beschimpfungen (die ich nicht veröffentlicht habe). Als das Jugendamt von Wilhelmshaven bei mir eine illegale Wohnungsdurchsuchung startete, nannte mich jemand wegen meiner Berichte über diese Aktion einen „üblen Lügner“. Eine Gruppe, die im Netz auch die Geschichte der Neuapostolischen Kirche würdigt, veröffentlichte das Amtsgerichts-Urteil und fügte einige Falschinformationen hinzu, um mich in negatives Licht zu tauchen. Dass ich inzwischen freigesprochen worden bin, meldete diese Gruppe noch nicht, obwohl ich sie über die Entscheidung sofort informiert habe.

Die UWG-Geschichte habe ich inzwischen in der Broschüre „Und willst du nicht mein Wähler sein“ veröffentlicht. Darauf reagiert ein Leser aus Oldenburg so: „Walpurgis hat Sie also auf seinen Facebook-Seiten als stadtbekannten Schmierfink bezeichnet und behauptet, er werde die Sache nun zu Ende führen. Nun ist das Ende da. Das Erwachen des Herrn Walpurgis müsste eigentlich schrecklich sein, seine Anhänger müssten ihm in Scharen davonlaufen.“

So ganz scheint dieser Leser Wilhelmshaven nicht zu kennen. Wie wüst hier zu Stadt bestimmte Kreise miteinander umgehen, habe ich noch nirgendwo erlebt. Kritik muss erlaubt sein, Beschimpfungen und üble Nachrede jedoch sollten tabu sein. Vielleicht ist aber nicht jeder zu einer fundierten Analyse fähig.

Immer häufiger habe ich den Eindruck, dass inzwischen jede und jeder in Wilhelmshaven mit übler Nachrede rechnen muss. Sogar vor dem privaten Bereich wird nicht Halt gemacht.  Das geht bis ins Lächerliche. Ist jemand erfolgreich, muss er sich im Zweifelsfall hoch gevögelt haben. Außer der Wilhelmshavener Umweltdezernent Jens Graul. Über den vermerkt das Wilhelmshavener Bürgerportal heute, dass „hoch schlafen“ nicht möglich gewesen sei. Die dazu veröffentlichte Karikatur ist an Geschmacklosigkeit nicht mehr zu überbieten.

Schon gemerkt? Wir leben im 21. Jahrhundert. Sexuelle Anspielungen bei Aktionen, die jemandem schaden sollen, sind nur noch Zeichen von eigener Verklemmtheit. Manchmal kommt noch Neid hinzu. In der Behauptung, Jens Graul habe sich nicht „hoch schlafen“ können, steckt die Vermutung, dass er es als Frau versucht haben könnte. Wie Frauen das eben so machen, wenn sie erfolgreich sein wollen? So mancher, der sich im fortschrittlichen Lager wähnt, endet in der Schmuddel-Ecke der Spießer…Wenn der seine erotischen Fantasien veröffentlichen würde, wäre das ein Gruselroman. So sehen dann auch die Verleumdungskampagnen aus. Spießig und muffig.

„Polizei mit Taschenlampen – illegale Aktion des Wilhelmshavener Jugendamtes“ auf http://www.zweisechsdreiachtvier.de
Freispruch vor dem Oldenburger Landgericht auf http://islamprozess.blogspot.com

SPD und CDU überrascht: Grundgesetz gilt auch in Wilhelmshaven

Das hat die Wilhelmshavener SPD – ob nun alt oder neu – nicht gewusst. Das hat die Wilhelmshavener CDU nicht einmal geahnt. Eine Mehrheitsgruppe kann im Rat noch so groß sein, auf Kinder, Eltern, Lehrer und Schulleiter darf sie trotzdem nicht herabblicken. CDU und SPD dürfen also nicht einfach bestimmen, wo Haupt- und Realschüler etwas für ihre Bildung tun. Schulbezirke auf einen Stadtplan zeichnen und diese Zeichnungen an allen vorbeischmuggeln, ist nicht einmal dann drin, wenn SPD und CDU an den Hebeln der Macht dran sind. Der Schuldezernent Jens Graul hat das im Schulausschuss so ausgedrückt: „Wir können nicht so tun, als würden wir im luftleeren Raum schweben.“

Schöne, neue Welt

Diffamiert Wilhelmshavens Oberbürgermeister wie Romney fast die Hälfte der Bevölkerung?

Mitt Romney hat als Präsidentschaftskandidat der Republikaner fast die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung beleidigt, die er als Schmarotzer diffamierte. Dergleichen ist mir von Wagner, Graul, Stoffers,…, nicht bekannt geworden.
 
Bekannt ist mir allerdings, dass in Wilhelmshaven Fettnäpfchen stark bevölkert sind. Wagners Vorgänger beispielsweise ließ keins aus. Der verklagte mich 2006 sogar wegen fiktiver Interviews, die der juristische Vertreter der Stadt während der Gerichtsverhandlung witzig fand…Das wuppte Walpurgis Anfang des Jahres. Er erstattete gegen mich zwei Strafanzeigen, mit denen sich die Staatsanwaltschaft von Oldenburg allerdings gar nicht beschäftigt hat. Außerdem ist es auch erst wenige Jahre her, dass mich das „Bürgerportal“ zu einer BASU-Geheimsitzung einlud, bei der man über private mails beispielsweise an meinen Neffen diskutieren wollte, die abgefangen worden waren und herumgezeigt wurden.

Keine Achtung vor nichts und niemandem?