Als Gott und der Teufel auch noch nördlich von Oldenburg Wilhelmshaven bauten

Es begab sich im 19. Jahrhundert, dass der Teufel und Gott in Streit gerieten über die bis dahin vorhandene Bebauung nördlich von Oldenburg. Die war eigentlich sehr wohl gelungen, doch der Teufel bestand auf eine Ansiedlung am Jadebusen zur Besiedlung mit nicht Gott Wohlgefälligen, um seinen schädlichen Einfluss als König des Nordens nicht beschränken zu müssen auf ein paar geistig Eingeschränkte in Oldenburg. Da gewährte Gott dem Teufel Raum für 100 000 und fügte dieser Zahl 3 000 hinzu aus seinen Heerscharen, um das Unglück am Jadebusen nicht zu groß werden zu lassen.

Am Anfang war ein Hafenbecken für die Kaiser, dann auch noch eine Werft für Größenwahnsinnige und schließlich ein Schreibmaschinenwerk, das da schrieb auf Farbband und Kugelkopf, bis der Fisch immer vom Kugelkopf her stank. Also sah Gott, was der Teufel getan hatte und es gefiel ihm nicht. Deshalb nahm er dem Teufel 25 000. Seine Heerscharen zog Gott ab und die Besiedlung von Wilhelmshaven reute ihn sehr. Also vergaß er fürderhin Wilhelmshaven.

Weiterhin führte nur eine Schiene gen Norden und das war gut so, denn die andere Schiene führte wieder hinaus und nach Oldenburg, wo Gott seinen Plan eigentlich vollendet hatte, bis er im 19. Jahrhundert seinen Widersacher wieder traf und ihm nachgab, was des Kaisers und der Größenwahnsinnigen werden sollte, bis auch der letzte geistig nicht Eingeschränkte begriff, dass nördlich von Oldenburg nichts mehr hätte bebaut werden dürfen, doch der hatte seine Koffer längst gepackt, weil er gewahr wurde, dass aus seinen Koffern nie viele Container am JadeWeserPort werden würden, wie noch der Oberbürgermeister bis 2011 verheißen hatte, bis er abgelöst wurde von einem Oberbürgermeister für weitere Verheißungen des Aufschwungs an einem Reck, das die Holzwürmer längst zerfressen hatten, weil sie als Hartz-IV-Empfänger sonst nichts zu knabbern hatten als die Versprechungen des Teufels, der bis Oldenburg im Detail liegt und am Jadebusen an jeder Straßenecke wohnt.

Wenn der Teufel nicht bald gestorben ist, hat er Wilhelmshaven überlebt…

Weitere Geschichten

Der kleine Wilhelmshavener und das Smarties-Phone

Da sitzt der Kleine in seinem Zimmerchen, die Lego-Steine sind alle kaputt, aus dem Haus kommt er nicht, die Schlaglöcher in Wilhelmshaven sind viel zu tief, Mami ist nicht da und Papi schon lange verschwunden, wie nur sollte der Kleine seine Zeit verbringen, wenn Mami nicht ihr Smarties-Phone vergessen hätte? Die Tasten sind so schön blau, gelb und rot, Farben unterscheiden kann der Kleine, sinnvolle von sinnloser Freizeitgestaltung unterscheiden kann er nicht. Dazu wohnt er schon zu lange in Wilhelmshaven.

Und wer ist prominent in dieser Stadt?

Freundeskreis von Andreas Wagner: Am JadeWeserPort keine drei Fragezeichen mehr

Susanne W. aus Fedderwardergroden: Wie wir alle wissen, ist unser hoch zu verehrender Oberbürgermeister mit drei A in die Amtszeit gestartet. Die drei A standen für Arbeit, Arbeit, Arbeit. Nun will am JadeWeserPort eine Firma bauen, die sich drei Y nennt. Ist das nicht schön, dass unser hoch zu verehrender Oberbürgermeister im Alphabet schon so weit gekommen ist?

 Freundeskreis: Das ist sogar sehr schön. Dann gibt es am JadeWeserPort keine drei Fragezeichen mehr.

Freundeskreis beantwortet Fragen aus dem Wagner-Fan-Lager

Jugendamt und SPD in Wilhelmshaven: Entschuldigung bei Hafengegner und erschreckende Unwissenheit

Ich kaufe das „Neue Wilhelmshaven“ (NW, ehemals „Wilhelmshavener Zeitung“, WZ) nur, wenn ich in der Ausgabe Leserbriefe vermute. Nur die machen diese Lokalzeitung noch interessant. Heute sogar zweimal.

 

„Ich habe Tjaden Unrecht getan“, heißt der erste Leserbrief, den ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen habe. Verfasser ist der ehemalige SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Schmidt, der bekennt, dass er zu den Befürwortern des JadeWeserPorts gehört habe. Er habe auf Impulse für die Stadt gehofft, sei jedoch getäuscht worden: „Joachim Tjaden, der bis zum Schluss immer sagte, der Hafen ist überflüssig und wird nicht gebraucht, war der einzige, der frühzeitig den Flop erkannt hat. Ich habe dem stets widersprochen und kann mich heute nur dafür entschuldigen.“

 

Anmerkungen zu zwei Leserbriefen im „Neuen Wilhelmshaven“

Wilhelmshaven und Friesland zahlen 120 000 Euro für wohl und eher

Horst Bartels, mit seiner Firma Nordfrost allein am JadeWeserPort, hätte eigentlich einen Aufschrei in Wilhelmshaven erwartet, weil sich der Jahrtausend-Hafen als Jahrtausend-Flop erwiesen hat. Oberbürgermeister Andreas Wagner, mit seinem Kulturbeauftragten Jens Graul bald isoliert im Rathaus, ist enttäuscht über das Gutachten zur Fusion bzw. zur engeren Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Friesland. „Echte Zahlen“ habe er nicht gefunden. Echt? Eine gibt es doch. 120 000 Euro hat dieses laut Finanzausschuss wertlose Gutachten Wilhelmshaven und Friesland gekostet.

Wann ist Wilhelmshavens Oberbürgermeister börsennotiert?

Was Neues bedeutet in Wilhelmshaven immer Chaos

Wenn alles schief geht, dann wohnt man noch in Wilhelmshaven. Derzeit strömen Journalisten aus Deutschland zum JadeWeserPort, denn der ist vor einem Jahr eingeweiht worden. Jetzt warten alle auf die Ausweihung. Die Schlagzeilen lauten „Kein Schiff wird kommen“, „Am Kai alles frei“, „Kein Schiff will kommen“ und jetzt auch noch „JadeWeserPort vor der Pleite“.

Pleite ist auch die Stadt. Aber – kann man diesem Problem mit einer neuen Software für die Finanzverwaltung beikommen? Man kann es probieren.

Einfach zurückspucken

Fassen die Freien Wähler in Wilhelmshaven wieder Fuß?

Ach, was muss man manchmal für höhnische Texte hören oder lesen. Einen hat der Wilhelmshavener Ratsherr Horst Dieter Walzner von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) nach dem Bundestags-Wahlkampfauftakt der neuen Freien Wähler (FW) in Wilhelmshaven verfasst. Walzner gehörte – wie sein Fraktionskollege Frank Uwe Walpurgis – zu den alten Freien Wählern – und sieht nun ziemlich alt aus. Der Versuch, die FW-Veranstaltung am 20. August 2013 zu sprengen, ist ebenso missglückt wie der Versuch, Tatsachen unter den Teppich zu kehren. Denn der FW-Bundestagskandidat Udo Striess-Grubert hat in Wilhelmshaven 1075 Erststimmen geholt, obwohl niemand damit gerechnet hat, dass der Vorsitzende der alten und der neuen Freien Wähler in den Bundestag einziehen könnte.

Freie Wähler brauchen mehr als ein Gesicht