Westjordanland, die „Bild“-Zeitung-oder: Die falschen Freunde Israels

Schulheft aus Israel (1985)

Krimis von Autorinnen und Autoren aus Skandinavien haben ihren eigenen Reiz, weil in ihnen immer auch die Missstände in der Gesellschaft gespiegelt werden. Per Wahlöö hat sicherlich zu den klügsten gehört. 1983 erschien von ihm „Wind und Regen“. Die Frage lautet: Wie verführt man sich selbst und andere zum Hass? So: Man glorifiziert die Vergangenheit, behauptet einen Bruch in der Geschichte und weist einer Minderheit die Schuld an diesem Bruch zu. Auch in „Wind und Regen“ sind das Juden.

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Der peinliche Gauck: Ex-NSDAP-Mitglieder über Gebühr belastet?

Die Redakteurin der „Bild am Sonntag“ (BamS) heißt Angelika Hellemann. Ihr Vorspann ist allerdings nicht sehr helle, Mann! Sie schreibt: „Bild am Sonntag bat 20 teilweise prominente Bürger, eine Frage an den Bundespräsidenten zu stellen. In seinem Ostseeurlaub nahm sich Gauck ausführlich Zeit, Antworten zu geben. Lesen Sie die unbequemen Wahrheiten des Staatsoberhauptes zu Rente, Glaube, Migration und SED-Altlasten.“ Angelika Hennemann hat die Antworten von Gauck offenbar nicht gelesen, denn in keiner Antwort steckt eine unbequeme Wahrheit.

Beispiel: Der Dirigent Daniel Barenboim, der schon häufiger angeeckt ist, weil er sogar im israelischen Parlament provokative Fragen stellte, will wissen, wie gerecht „der Umgang mit Ex-SEDlern nach der Wiedervereinigung im Vergleich mit dem Umgang mit ehemaligen Mitgliedern der NSDAP  in Deutschland nach 1945“ gewesen sei. Dazu ist den Redenschreibern von Gauck eine Antwort eingefallen, die mit dem Satz endet: „Die ehemaligen Systemträger sind nicht über Gebühr belastet worden.“  Da es in Daniel Barenboims Frage um einen Vergleich geht, wäre die logische Schlussfolgerung: Ehemalige NSDAP-Mitglieder sind über Gebühr belastet worden.

Vorgefertigtes Gesäusel

Syrische Panzer auf Golan-Höhen: Schalom, Israel!

Wie jede offizielle Reisegruppe besuchten wir die Holocaust-Gedenkstätte und legten einen Kranz nieder. Auf der Allee der Gerechten stand eine Skulptur, die eine Mutter darstellte, ihr Mund war ihr Gesicht. Unser Reiseleiter nahm mich wieder einmal beiseite: „Es ist schön, dass wir nun Freunde sind. Wir verstehen uns zwar nicht immer, aber davon sollten wir uns nicht beirren lassen.“ Recht hatte er. Vielleicht auch deshalb stören mich syrische Panzer auf den Golan-Höhen.

Eine Reise durch Israel