Ratlos nach versuchter Bestellung in einer Buchhandlung

SchweinchenAnzeiger

Bücher selbst veröffentlichen, das funktioniert z. B. so: Den Text in eine PDF-Datei umwandeln, bei Lulu hochladen, eine ISBN-Nummer zugeteilt bekommen, einen Umschlag aussuchen, den Preis festlegen: Nun dauert es nur noch wenige Wochen, bis auch deutsche Buchhändler die Bücher bestellen können, Amazon und andere Anbieter nehmen sie in ihr Programm auf. Von meinen aber immer weniger, weil ein Hacker im vorigen Jahr mein deutsches Lulu-Konto zerstört hat. Ich bin in die USA ausgewichen, doch von dort gelangen meine Bücher nicht in den deutschen Buchhandel, werden nicht von Amazon und anderen ins Programm aufgenommen.

„Ich bin in einer Buchhandlung gewesen, wollte Ihre Bücher bestellen“, berichtet mir heute eine Anruferin. Sie sei auf Amazon verwiesen worden. Dort zu normalen Preisen noch erhältlich sind „Zwei Schweinchen und ein Anzeiger für Burgdorf“ (die Geschichte eines Justiz- und Medienskandals), „Sticheleien am Sonntag“ (Ironisches und Kriminelles) und „Tödliche Wolke“ (die ironische Geschichte einer Flucht nach der Atomkatastrophe). Bestellungen dieser drei Bücher könnten dazu führen, dass Lulu Deutschland den Hacker-Angriff endlich bemerkt.

„Hinter dem kann doch eigentlich nur einer stecken“, sagt die Anruferin, die inzwischen viel Internettes von mir und über mich gelesen hat. „Der hat Sie doch auch schon als Schmierfinken bezeichnet. Einfach nur unglaublich.“ Recht hat sie.

Der Klick zu den genannten Broschüren

Bei dieser Gelegenheit können Sie sich auch gleich die e-Bücher anschauen, die es im Kindle-Shop gibt.

Meine Erzählung „Tödliche Wolke“ und eine Wette mit dem „Spiegel“

Tödliche Wolke

So was liest man natürlich gern: „Sie müssen eine gute Beobachtungsgabe haben, wenn Sie eine derart ironische und witzige Erzählung schreiben können.“ Meint Sarah aus Euskirchen heute in einer mail über meine Geschichte „Tödliche Wolke“, die 1986 in der ersten Auflage erschienen ist und damals einen Kulturredakteur der „Neuen Presse“ Hannover zu einem Telefonanruf veranlasste, bei dem er sagte: „Ich wusste gar nicht, dass es in Hannover Leute gibt, die so gut schreiben können.“ Inzwischen ist meine Erzählung in der 3. Auflage erschienen und bei Amazon erhältlich. Veröffentlicht habe ich „Tödliche Wolke“ bei Lulu.

1986 bot ich dem „Spiegel“ eine Wette an, da jeder weiß, dass die Bestsellerliste dieses Magazins vieles widerspiegelt, aber keinesfalls den tatsächlichen Verkaufserfolg von Büchern. Diese Liste ist ein Marketinginstrument von großen Buchhandlungen und der Verlage. Also wettete ich: „Wenn meine Erzählung in der Bestsellerliste des ´Spiegel´ auftauchen würde, bliebe sie dort mindestens drei Monate lang. Behalte ich nicht Recht, bekommen Sie von mir 1 000 Mark. Behalte ich Recht, verzichte ich auf den Wetteinsatz.“ Auf diesen Versuch ließ es das Magazin nicht ankommen.

Machen Sie doch einmal die Lese-Probe aufs Bestseller-Exempel.

Mail Jahre nach der Geldentwertungssucht

tagesschau

Vor 30 Jahren hätte ich es beinahe zum zweiten Mal in meinem Leben bis in die Hauptausgabe der „tagesschau“ geschafft, weil ich fast den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß vor Gericht gebracht hätte. Der Anwalt meiner Gewerkschaft prüfte gerade die Klageaussichten, als sich das Erste Deutsche Fernsehen bei mir meldete. Hellhörig war die ARD geworden, weil ich Strauß vorwarf, er habe seinen umstrittenen Maßnahmenkatalog gegen Aids aus meiner Erzählung „GETS-die Seuche“ gestohlen, in der ich die von den Medien verbreitete Hysterie aufs satirische Korn nahm. Dafür hatte ich die Geldentwertungssucht erfunden, eine Krankheit, die auf die gleiche Weise ansteckend war wie Aids.

Eine Leserin dieser Satire schickt mir eine mail

In eigener Sache: Neue Facebook-Seite mit Lesestoff von mir

Mein Roman über Wilhelmshaven mit dem Titel „Streichelnde Worte“ ist in Hannover mit einem Rezensionsverbot belegt worden, gegen meine Bücher über klassische Sekten gab es unzählige Strafanträge, die alle erfolglos blieben, weil die Staatsanwälte mir gute Recherchen bescheinigten, meine Erzählungen sind meistens ironisch, die erfolgreichste ist bis heute „Tödliche Wolke“, die Geschichte einer irren Flucht nach einer Atomkatastrophe.  Meine Sekten-Erzählung „Insel des Zweifels“ ist verfilmt worden, an den Produktionskosten beteiligte sich auch der Bestsellerautor Johannes Mario Simmel. 

Mehr dazu auf meinen neuen Facebook-Seiten