Ich bin wieder hier – in meinem Revier/Weg von Wilhelmshaven

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Fußfallfans in einem Biergarten. Foto: Heinz-Peter Tjaden

Ich packe den letzten Umzugskarton. Im Radio spielen sie „Ich bin wieder hier – in meinem Revier“ von Marius Müller-Westernhagen. Diesen Liedermacher mag ich ich eigentlich nicht – aber das Lied passt. Denn in wenigen Stunden bin ich wieder hier – in meinem Revier. Mein Revier – das sind Hannover und die Region, wo ich endlich nicht mehr in einer Gegend lebe, die mindestens 100 Kilometer von der Zivilisation entfernt liegt und von Größenwahnsinnigen immer mehr an den Rand und ins Abseits gedrängt wird. Wilhelmshaven – die Stadt der Blinden, die nach immer Neuem strebt, während das Alte verkommt. 

Ansprüche sind niedrig

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Der Oberbürgermeister von Wilhelmshaven und das Krankenhaus: Der Nabel der Welt

Oberbürgermeister Andreas Wagner eilt die Steigung hinauf, er will ins Reinhard-Nieter-Krankenhaus, wird aber von 2sechs3acht4 noch eingeholt.

2sechs3acht4: Moin, Herr Wagner. Alles gesund und munter?

Andreas Wagner (verlangsamt den Schritt): So ist es – leider nicht. Ich bringe der Krankenhaus-Chefin nur eben schnell 1 000 Euro für Toilettenpapier vorbei. Einigen Patientinnen und Patienten, Krankenschwestern und Krankenpflegern ist es diese Woche etwas beschissen (überlegt einen Augenblick) – entschuldigen Sie bitte den Ausdruck – gegangen.

Nur Bares ist Wahres