NDR-Magazin „Zapp“ fragt: Warum werden Medien immer unglaubwürdiger?

Cover Zeitungsenten

Gestern Nacht sind sie im NDR-Medienmagazin „Zapp“ alle in Sack und Asche gegangen, Chefredakteure gaben Fehler zu, man müsse raus aus dem Glaskasten, in dem die Redaktionen sitzen, sich wieder unter das Volk mischen. Denn die Medien verlieren an Glaubwürdigkeit, die Auflagen sinken. Das Internet wird als Informationsquelle immer wichtiger, aber auch dort wird viel Unfug verbreitet, manchmal sogar gezielt und lediglich zu Propagandazwecken oder zur Verbreitung von Verschwörungstheorien. In der halben Stunde Sendezeit war allerdings kein Platz für Themen wie „Druck am Redaktions-Arbeitsplatz“, „Schrumpfende Redaktionsteams“, „Ausbildungsnotstand an Redaktionsschreibtischen“, „Schere im Kopf“…

In meiner Broschüre „Wenn Zeitungsenten abheben“ schildere ich ein Extrem-Beispiel schlampiger Recherchen, das für mich fatale Folgen gehabt hat, Redakteure verließen sich auf Hörensagen und zweifelhafte Hinweise, sie konnten ihre Behauptungen nicht belegen und wanden sich irgendwie aus dem Thema wieder heraus, indem sie ein wichtiges Gerichtsurteil verschwiegen. Darauf wies ich in einem Leserbrief hin, der aber gar nicht abgedruckt wurde, denn in der Redaktion wollte man sich offenbar nicht selbst bloßstellen. Ich hätte den Verlag verklagen können, doch dafür fehlten mir die finanziellen Mittel, denn wahrscheinlich wäre ich durch alle Instanzen gejagt worden. Dann wurde ich auch noch belogen…

Der Klick zum e-book „Wenn Zeitungsenten abheben“.

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Analyse eines Gutachtens: Familiengericht nur verlängerter Arm des Jugendamtes?

Beschäftigen soll sich der Gutachter (ein Diplom-Psychologe) mit diesen Fragen: „Ob und für welchen Zeitraum ein Umgang (der Mutter, der Verf.) eine Gefährdung des Kindeswohls darstellen würde und wenn nicht, ob der Umgang zwischen der Kindesmutter und dem Kind (gemeint ist die Dreijährige, die bei Pflegeeltern lebt, der Verf.) ohne Einschränkung dem Kindeswohl entspricht oder ob die Wahrung des Kindeswohls eine konkrete, gegebenenfalls einschränkende Ausgestaltung des Umgangs erfordere.“

Da weiß doch ein Diplom-Psychologe sofort, welche Antworten von ihm erwartet werden. Mit dem Thema, ob das Mädchen nicht endlich zur Mutter zurückkehren sollte und wie diese Rückkehr zu gestalten wäre, soll er sich nicht beschäftigen. Die Trennung von Mutter und Kind dient also auf jeden Fall dem Kindeswohl.

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