Hart, aber fair? Frank Plasberg lässt FDP-Wähler verfolgen

ARDaus: „Ist der nicht cool?“ So hat Frank Plasberg „hart, aber fair“ gestern einen Fernsehauftritt des FDP-Parteivorsitzenden Philipp Rösler am Wahlsonntag kommentiert, bei dem sich der Vorhang mit „Morgen informiere ich die Gremien“ öffnete und mit „Morgen werde ich dazu Stellung nehmen“ wieder schloss. Rösler habe bei diesem Interview offenbar schon gewusst, was er am nächsten Tag tun werde, jubelte der Moderator. Wäre ich im Studio gewesen, hätte ich Plasberg eine Tröte in die Hand gedrückt. Dann hätte er seine Begeisterung musikalisch untermalen können. Eine rote Pappnase hätte ihm sicher auch gut gestanden.

Reporter verfolgt Passantinnen und Passanten

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Der Plasberg kreißte und gebar eine Journalisten-Maus

Dass ein Sportreporter ebenfalls das Honorar von Peer Steinbrück eingesteckt hätte, habe ich dagegen sehr wohl verstanden. Für seine Reportagen bekam der schließlich auch Geld. Er wurde also bezahlt, obwohl er mit Zahlen nichts anfangen konnte. Dafür zwei Beispiele: „Ja, Statistiken. Aber welche Statistik stimmt schon? Nach der Statistik ist jeder vierte Mensch ein Chinese, aber hier spielt gar kein Chinese mit.“ So wird man später geradezu mit spielerischer Leichtigkeit Moderator eines Steinbrück-Vortrags bei den Stadtwerken von Bochum: „Man kennt das doch: Der Trainer kann noch so viel warnen, aber im Kopf jedes Spielers sind 10 Prozent weniger vorhanden, und bei elf Mann sind das schon 110 Prozent.“ Auf ähnliche Weise will Steinbrück die Wahl gewinnen…Jede Wählerin und jeder Wähler muss nur 10 Prozent weniger im Kopf haben als der SPD-Kanzlerkandidat, das macht dann bei 60 Millionen Wahlberechtigten…

Wenn Verständliches verständlich wird