Gehet hin und lehret alle Volker

Mein Freund Volker wohnt in einer Reihenhaussiedlung. Freie Parkplätze gibt es in seiner Straße nicht mehr, denn sie wollen alle zu ihm.

Einer Italien-Reise wegen hat Volker den Gotthard-Tunnel googeln wollen. Doch er ist nur bis „Gott“ gekommen. Sein Telefon klingelte, das Gespräch dauerte, während sich ein Datensauger bei der Suchmaschine andockte und jedem mitteilte, der das wissen wollte: „Volker interessiert sich für Gott.“

Wie eine Straße bevölkert wird

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Schweiz hat auch Pünktlichkeit bei Großprojekten erfunden

Zwei Jahre Verspätung bei der Fertigstellung eines Großprojektes in Deutschland sind seit Freitag ein McAllister. Der niedersächsische Ministerpräsident sagte nämlich am 4. Januar 2013 in Wilhelmshaven, dass er stolz sei, weil der JadeWeserPort, „pünktlich fertig wurde“. Der Containerhafen ist zwar immer noch nicht ganz fertig, aber auf solche Nebensächlichkeiten legen deutsche Politikerinnen und Politiker schon lange keinen McAllister mehr. Die peilen lieber über den Daumen. Verpeilt hat sich auch Berlin – und zwar beim Willy-Brandt-Flughafen. Der kommt bei der Verspätung wahrscheinlich auf zwei McAllister. Wie viele McAllisters es bei Stuttgart 21 werden, weiß noch nicht einmal der Bahn-Chef.

Darüber machen sich jetzt sogar die Schweizer lustig. Das will schon etwas heißen. Denn bis die Eidgenossinnen und Eidgenossen merken, dass es jenseits der Alpen überhaupt noch etwas anderes gibt, vergeht gewöhnlicherweise so manches Jahr. Deswegen sagen die Zeugen Jehovas aus der Schweiz Weltuntergänge bislang auch nur für Zürich voraus.

Die schnellen Eidgenossen