Die Augenbrauen der Neuapostolischen Kirche

Augenbrauen lügen nicht.

18. Oktober 1962: Im Weißen Haus trifft sich US-Präsident John F. Kennedy mit dem sowjetischen Botschafter Anatoli Dobrynin und mit Andrej Gromyko, Außenminister der Sowjetunion. Die Drei machen einen fröhlichen Eindruck. Doch Kennedy zieht die Augenbrauen hoch. Denn er weiß bereits, dass auf Kuba Mittelstreckenraketen stationiert werden sollen. Neurowissenschaftler deuten hochgezogene Augenbrauen als Zeichen von Angst und Ärger.

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Der „Focus“, die Alternsforscher und mein Ratgeber „Zerstreutes Wohnen“: Ich lebe ewig

Mediziner, Neurowissenschaftler, Psychologen, Soziologen und Ökonomen wollen mir scheinbar die Leserinnen und Leser meiner Broschüre „Zerstreutes Wohnen-Ratgeber für alle ab 70“ wegnehmen. Im neuen „Focus“ behaupten sie, das heutige 70 sei das neue 50. Das kann meinem Ratgeber aber nicht schaden.

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Die Trickkiste des lieben Gottes: Die Wohnungssuche und der Kampf gegen den Krebs

Mein Jagdterrier Mike Tjaden als Hotelgast in Hannover.

Der liebe Gott greift in seine Trickkiste, wenn er will, dass man dort ist, wo eine Geschichte begonnen hat, die bald endet. Mich trickste er vor vier Jahren aus, als meine Frau Angelika in Kiel starb. Unsere Wege hatten sich getrennt, weil sie immer mehr wollte als sie jemals bekommen konnte, sie hatte sich noch ein paarmal gemeldet und mit mir getroffen, doch als ihr klar wurde, dass ich mit meiner neuen Partnerin glücklicher war als sie mit ihrem neuen Partner, brach sie den Kontakt ab. Sie verschwand aus Hannover.

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Gehet hin und lehret alle Volker

Mein Freund Volker wohnt in einer Reihenhaussiedlung. Freie Parkplätze gibt es in seiner Straße nicht mehr, denn sie wollen alle zu ihm.

Einer Italien-Reise wegen hat Volker den Gotthard-Tunnel googeln wollen. Doch er ist nur bis „Gott“ gekommen. Sein Telefon klingelte, das Gespräch dauerte, während sich ein Datensauger bei der Suchmaschine andockte und jedem mitteilte, der das wissen wollte: „Volker interessiert sich für Gott.“

Wie eine Straße bevölkert wird

Wir schützen uns – Gott schützt den Grashüpfer

Grashüpfer

Bald muss der Junge wieder abreisen, seine Mutter packt die Koffer. Ein letztes Mal nimmt er mich bei der Hand, wir gehen zu den Feldern in Kleinburgwedel, auf denen wir oft gesessen haben. Ein Hase rennt an uns vorbei. Der Junge fängt einen Grashüpfer, hält ihn gefangen zwischen seinen kleinen Händen.

„Da hast du aber Glück gehabt. Wer einen Grashüpfer fängt, hat immer Glück“, sage ich.

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Für „50 Shades of Grey“ ist „Bild“-Kolumnist Franz Josef Wagner zu scheu

50 Shades

Irgendeiner muss den „Bild“-Leserinnen und „Bild“-Lesern erklären, warum diese Zeitung vorab die Fortsetzung von „50 Shades of Grey“ abdruckt, denn peinlich ist das. Da der Kolumnist Franz Josef Wagner meistens peinlich ist, macht er das. Er schreibt: „Ich habe in meinem Leben auch schon Pornos geguckt und gehofft, dass der liebe Gott wegschaut.“

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Als Gott und der Teufel auch noch nördlich von Oldenburg Wilhelmshaven bauten

Es begab sich im 19. Jahrhundert, dass der Teufel und Gott in Streit gerieten über die bis dahin vorhandene Bebauung nördlich von Oldenburg. Die war eigentlich sehr wohl gelungen, doch der Teufel bestand auf eine Ansiedlung am Jadebusen zur Besiedlung mit nicht Gott Wohlgefälligen, um seinen schädlichen Einfluss als König des Nordens nicht beschränken zu müssen auf ein paar geistig Eingeschränkte in Oldenburg. Da gewährte Gott dem Teufel Raum für 100 000 und fügte dieser Zahl 3 000 hinzu aus seinen Heerscharen, um das Unglück am Jadebusen nicht zu groß werden zu lassen.

Am Anfang war ein Hafenbecken für die Kaiser, dann auch noch eine Werft für Größenwahnsinnige und schließlich ein Schreibmaschinenwerk, das da schrieb auf Farbband und Kugelkopf, bis der Fisch immer vom Kugelkopf her stank. Also sah Gott, was der Teufel getan hatte und es gefiel ihm nicht. Deshalb nahm er dem Teufel 25 000. Seine Heerscharen zog Gott ab und die Besiedlung von Wilhelmshaven reute ihn sehr. Also vergaß er fürderhin Wilhelmshaven.

Weiterhin führte nur eine Schiene gen Norden und das war gut so, denn die andere Schiene führte wieder hinaus und nach Oldenburg, wo Gott seinen Plan eigentlich vollendet hatte, bis er im 19. Jahrhundert seinen Widersacher wieder traf und ihm nachgab, was des Kaisers und der Größenwahnsinnigen werden sollte, bis auch der letzte geistig nicht Eingeschränkte begriff, dass nördlich von Oldenburg nichts mehr hätte bebaut werden dürfen, doch der hatte seine Koffer längst gepackt, weil er gewahr wurde, dass aus seinen Koffern nie viele Container am JadeWeserPort werden würden, wie noch der Oberbürgermeister bis 2011 verheißen hatte, bis er abgelöst wurde von einem Oberbürgermeister für weitere Verheißungen des Aufschwungs an einem Reck, das die Holzwürmer längst zerfressen hatten, weil sie als Hartz-IV-Empfänger sonst nichts zu knabbern hatten als die Versprechungen des Teufels, der bis Oldenburg im Detail liegt und am Jadebusen an jeder Straßenecke wohnt.

Wenn der Teufel nicht bald gestorben ist, hat er Wilhelmshaven überlebt…

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