Eine Bundesbildungsministerin als Bildungskatastrophe…

In einem Interview mit „Bild am Sonntag“ beklagt heute die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die Tatsache, dass nur noch jeder fünfte Schüler, der die neunte Klasse besucht, die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht. Allerdings darf bezweifelt werden, dass die Ministerin ins Amt gekommen wäre, wenn die Zahl geringer wäre.

Auf die Frage „Angeblich beherrscht nur jeder fünfte Neuntklässler in Deutschland die Rechtschreibung. Was bedeutet diese Bildungskatastrophe für Deutschlands Zukunftsfähigkeit?“ reagiert Wanka so: „Schreiben und Lesen sind grundlegende Kulturtechniken, die jeder braucht – auch in einer digitalisierten Welt.“ Was wir sicherlich noch nicht gewusst haben…Weiter sagt sie: „Wer ein Wort im Internet suchen will, muss es richtig eingeben können.“ Nicht nur für Merkel, sondern auch für die Bundesbildungsministerin ist das Internet neu. Sonst würde sie nicht solch einen Blödsinn erzählen…Dann entweicht ihrem Mund noch dies: „Und auch für die Kreativität in anderen Bereichen ist es nachgewiesenermaßen wichtig, mit der eigenen Sprache vertraut zu sein. Wer nicht richtig schreiben und lesen gelernt hat, kann später schnell zum funktionalen Analphabeten werden.“ Was bei Wanka noch nicht ist, kann ja noch werden. Sie beantwortet nicht nur die Frage nicht, sie blamiert sich auch anderweitig.

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Betr. Wulff: Sitzt wieder eine Plaudertasche im „Haus der Staatsanwälte“ zu Hannover? Kenne ich schon aus Burgdorf

Angeblich soll sich der ehemalige Bundespräsident im Juni 2012 bei einer dreistündigen Vernehmung von seinem ehemaligen Sprecher distanziert haben. Wulff hat demnach behauptet, er wisse von nichts. Wie groß ist aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Plaudertasche im „Haus der Staatsanwälte“ in der niedersächsischen Landeshauptstadt sitzt? Nach meiner Erfahrung: sehr groß. Läuft ein Ermittlungsverfahren gegen einen Prominenten, muss man nur die richtigen Kneipen im Gerichtsviertel kennen, um so mancherlei zu erfahren. Sogar Urteilsverkündigungen finden dort statt, bevor der Angeklagte davon erfährt.

Auch ich habe es nach der Beschlagnahme meiner beiden Computer am 3. November 2003 in Burgdorf bei Hannover mit einer Plaudertasche aus dem „Haus der Staatsanwälte“ zu tun bekommen. Als Lokalredakteur gehörte ich in der Kleinstadt zu den Prominenten. Erst einmal faselte das Lokalblatt Unsinniges zusammen. So hatte der Redakteur, der am 7. November 2003 als Erster über die Beschlagnahme berichtete, Bilder gegoogelt, die er unter meinem Namen fand. Nun ist eigentlich jedem bekannt, dass nicht alle Fotos von mir stammen müssen, nur weil sie von google oder einer anderen Suchmaschine mir zugeordnet werden. Das kann man sehr schnell feststellen, wenn man die Probe aufs Exempel macht. Das kümmerte diesen Redakteur aber nicht. In seinem Artikel zitierte er Bildunterschriften, die er anrüchig fand. Als ich nachhakte und ihn fragte, was denn auf diesen Fotos zu sehen sei, musste er gestehen: „Ich konnte sie nicht öffnen.“

Eine tragische Geschichte?