Nach illegaler Wohnungsdurchsuchung macht Wilhelmshavener Jugendamt die Schotten dicht

Sehr geehrter Herr Tjaden,

wie Ihnen bereits mitgeteilt wurde, können wir in der Sache  aus datenschutzrechtlichen Erwägungen keine Auskünfte an Dritte erteilen. Außerdem haben wir Sie mehrfach darauf hingewiesen, dass die örtliche Zuständigkeit nicht beim Jugendamt Wilhelmshaven liegt.

Ich möchte Sie daher bitten, Ihre Anliegen ggf. dem zuständigen Jugendamt Münster vorzutragen.

Mit freundlichem Gruß

Rita E.-R.
Abteilungsleiterin Pädagogische Dienste
Jugendamt Wilhelmshaven
Postfach 2353
26363 Wilhelmshaven

Mit dieser mail, die ich heute bekommen habe, will sich das Wilhelmshavener Jugendamt wohl zu jenen Behörden gesellen, die man nur im Beisein von mindestens einem Dutzend Zeugen aufsuchen sollte. Vorwärts – und alles vergessen. Wie hat es eigentlich um den Schutz meiner Privatsphäre ausgesehen, als dieses Jugendamt am 17. Juni 2013 bei mir eine Wohnungsdurchsuchung veranlasste, die mit der Ankündigung eines Polizeibeamten endete, ich hätte nun mit einem Strafverfahren wegen Beihilfe zu einer Kindesentführung zu rechnen? Wie sorgfältig wurde eigentlich vor diesem Einsatz geprüft, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass ich ein Kind verstecke?

Das Amnesie-Amt

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Wilhelmshavener Polizei dringt in meine Wohnung ein – Jugendamtsmitarbeiterin sagt kein Wort

Das Erste, was ich heute Vormittag vom Wilhelmshavener
Jugendamt gehört habe, ist höhnisches Gelächter einer Mitarbeiterin der
Bereitschaft, als ich bei dieser Behörde anrief. Meiner Aufforderung, mir bis
heute 12 Uhr den Namen jener Mitarbeiterin mitzuteilen, die gestern um 21.40 Uhr
mit der Polizei vor meiner Tür gestanden hat, folgt sie nur widerwillig. Meine
Telefonnummer muss ich zweimal wiederholen.

Einer Mutter aus Münster ist
im September 2009 die Tochter (damals 3 Monate alt) und im April 2010 der Sohn
(damals zwei Jahre alt) weggenommen worden. Der Junge kommt zum leiblichen
nichtehelichen Vater, die Tochter mit Einwilligung des Vaters schließlich in
eine Pflegefamilie, die der Mutter und mir bis heute unbekannt ist. In Münster
beißen wir auf Granit. Als die Mutter im Oktober 2012 in Münster auf offener
Straße vom Vater tätlich angegriffen wird und sich die Szene erst mit meinem
Erscheinen am Tatort beruhigt, stellt der zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes
Münster-Kinderhaus den Antrag, dass die Mutter (!) ihrem Sohn ein halbes Jahr
nicht mehr begegnen soll. Das Familiengericht von Münster hat sich bis heute mit
diesem Antrag nicht beschäftigt.

Ein paar Tage zuvor ist diese Mutter
nach Wilhelmshaven gezogen, wir gehen sofort ins Familienzentrum Nord und
sprechen dort mit einem Sozialpädagogen. Der kopiert ein paar Schriftsätze und
leitet sie an das Jugendamt von Wilhelmshaven weiter. Dort haben inzwischen zwei
Gespräche stattgefunden, bei denen ich anwesend war. Wir sind uns einig, dass
für den Jungen kein Jugendamt mehr zuständig ist, um die Tochter soll sich
gekümmert werden, sobald Wilhelmshaven die Kosten für den Pflegeplatz übernehmen
muss.

Bei einem Telefongespräch mit dem bislang zuständigen Mitarbeiter
des Jugendamtes Münster-Kinder wird mir ebenfalls versichert, dass die Eltern
den Umgang mit dem Jungen selbst regeln können. Das klappt zweimal. Der Junge
ist über das Wochenende bei der Mutter in Wilhelmshaven, ich leihe ihr mein
Auto, begleite die beiden, wenn ich Zeit habe. Dann macht der Vater Stress und
will von einem Besuch alle 14 Tage nichts mehr wissen. Nun sollen es alle drei
Wochen sein.

Die Mutter holt den Kleinen am Freitag aus Münster ab. Ich
schaue kurz vorbei, der Junge freut sich riesig. Am Samstag will er nach
Hooksiel, für Sonntag empfehle ich das Märchenfest im Störtebekerpark. Alles
bleibt ruhig. Bis mich der Vater aus Münster am Sonntag kurz vor Mittag anruft.
Er könne weder die Mutter noch seinen Jungen erreichen, berichtet er mir. Ich
erzähle ihm, dass ich kurz nach 10 Uhr noch mit seinem Kind telefoniert hätte,
eigentlich müsse es noch zuhause sein. Dann frage ich den Vater, ob Mutter oder
Kind ihn zurückrufen könnten. Er sagt: „Die kriegen meine Telefonnummer nicht.“

Bis 14.30 Uhr ruft mich der Vater noch zweimal an. Ich kann ihm nicht
weiterhelfen, weil auch ich nur weiß, dass Mutter und Kind wahrscheinlich im
Störtebekerpark sind. Er droht mit der Polizei, will nach Wilhelmshaven kommen.
Ich bitte ihn, mich nach meiner Rückkehr von einer Radtour wieder anzurufen. Das
geschieht gegen 17.30 Uhr. Der Vater sagt: „Mein Junge muss am Mittwoch in
Münster sein. Dann findet ein Gespräch mit dem Jugendamt und mit dem
Kindergarten statt.“

Den nächsten Anruf von ihm bekomme ich kurz nach 7.
Ich antworte: „Ich radele zur Mutter und schaue nach dem Rechten. Das dauert 20
Minuten hin und 20 Minuten zurück. Rufen Sie mich dann bitte wieder an.“ Denn
ich habe seine Telefonnummer auch nicht, auf dem Display meines Telefons
erscheint immer nur „verborgen“. Ich treffe ein ziemlich nasses Kind an und
berichte der Mutter von den Anrufen des Vaters. Auch dass der Kleine angeblich
am Mittwoch in Münster sein muss, erzähle ich ihr. Das ist ihr neu. Der Vater
habe einem einwöchigen Aufenthalt des Kleinen in Wilhelmshaven zugestimmt. „Da
mische ich mich nicht ein“, sage ich.

Um 20 Uhr bin ich wieder zuhause.
Der Vater meldet sich nicht mehr. Am Montag gehen Mutter und Kind zum
Familienzentrum Nord, weil sie dort mit dem Sozialpädagogen sprechen wollen. Die
Einrichtung ist wegen eines Einbruchs geschlossen. Mutter und Sohn besuchen
mich, ich spiele mit dem Kleinen Schach. Für den Nachmittag vereinbaren wir
einen Besuch des Seewasseraquariums. Dort tobt der Junge im Spieleparadies
herum. Kurz nach 17 Uhr will der Kleine zum Strand. Wir fahren erst zum Ölhafen,
dann zu einem Sandstreifen am EON-Kraftwerk. Dort werden Schaumkügelchen vom
Meer ans Land geweht. Der Junge ist begeistert. Die Zeit vergeht wie im
Fluge.

Kaum sitzen wir wieder im Auto, klingelt das Handy der Mutter. Der
Vater, der sich bis dahin nicht wieder bei mir gemeldet hat, behauptet, er sei
in Wilhelmshaven, um den Jungen abzuholen. Sonst hole er die Polizei. Ich lasse
ihm ausrichten, dass wir unterwegs sind. Als wir die Wohnung der Mutter
erreichen, ist dort niemand. Es ist 20.51 Uhr. Mutter und Kind steigen aus, ich
fahre noch schnell zu einem Plusmarkt, bin um 21.10 Uhr zuhause, stelle noch ein
Foto, das ich am Südstrand von einer Möwe gemacht habe, bei Facebook und auf
meinen Seiten ins Netz. Bei Facebook antwortet mir ein Wilhelmshavener
Lokalpolitiker sofort, dass er das Bild schön finde. Ich teile ihm mit: „Ich
muss nun etwas essen. Mit Kind kommt man zu nichts.“

Ich schalte meinen
PC wieder aus, mache es mir bequem. Da klingelt jemand an meiner Wohnungstür.
Ich denke: „Der Prospektverteiler ist aber noch spät unterwegs.“ Dann hämmert
jemand an meine Wohnungstür, dass die Tür bebt. Ich gehe zur Tür und frage: „Wer
ist da?“ Jemand schreit: „Die Polizei.“ Ich öffne die Tür, ein Polizeibeamter
mit Taschenlampe reißt sie ganz auf und drängt mich an die Wand. Ich will seinen
Namen und den Namen seines Kollegen wissen und verbiete ihnen den Zutritt zu
meiner Wohnung. „Wir dürfen hier rein“, sagt der Polizist mit der Taschenlampe,
da ich wahrscheinlich „eine Person verberge“. Erst beim Hinausgehen und nach
einer zweiten Aufforderung erfahre ich die Namen der Polizeibeamten. Wiegand und
Schweiger. Draußen steht ein blonde Frau. Es ist eine Mitarbeiterin des
Jugendamtes, erfahre ich später. Die spricht kein einziges Wort mit
mir.

Eine Viertelstunde später holen sie das Kind mit Gewalt aus der
Wohnung der Mutter. Zu nächtlicher Stunde wird es nach Münster
gebracht…

Es ist 12.23 Uhr: Muss ich nun noch erwähnen, dass ich bisher
keinen Anruf vom Jugendamt Wilhelmshaven bekommen habe?

Ein Beitrag für www.zweisechsdreiachtvier.de

Moin, Wagner! Herr Oberbürgermeister, wir kriegen das für diese beiden Kinder hin!

„Über den Verlust von Einwohnern, die nie da waren, brauchen wir uns nicht zu grämen“, sagt Oberbürgermeister Andreas Wagner zu den neuen Daten der Volkszählung, die Ende Mai 2013 veröffentlicht werden. Dann wird die Einwohnerzahl von Wilhelmshaven unter die 80 000-Einwohner-Marke sinken.

 Moin, Wagner, Sie haben Recht. Wichtig sind die Menschen, die in einer Stadt leben. Dazu gehört seit Ende September 2012 eine Mutter, die vorher in Münster gewohnt hat. Der wurden beide Kinder weggenommen, die Geschwister wurden getrennt. Deshalb rief sie mich am 24. September 2010 an. Diese Mutter schickte mir ein Gutachten aus Dezember 2009 und weitere Schriftsätze. Als ich diese Dokumente gelesen hatte, ging nicht mehr in meinem Kopf, was in Münster geschehen war. Ich schlug dieser Mutter ein Gespräch mit dem Jugendamt von Münster vor. Sie bekam einen Termin, ich war dort – und wurde zu dem Gespräch nicht zugelassen. Zwei Mitarbeiter des Jugendamtes von Münster ließen mich auf dem Flur warten.

Taufe ist Kindeswohlgefährdung?