Pflegefamilien erfinden-Millionen kassieren

Landgericht Trier: Hier wundert sich gerade ein Jugendamtsmitarbeiter.

Bitburg-Prüm ist nicht nur in der Eifel. Vor dem Landgericht in Trier wundert sich gerade ein Jugendamtsmitarbeiter darüber, dass er unbehelligt in zwölf Jahren 1,5 Millionen Euro beiseite schaffen konnte. Er erfand Pflegefamilien, die Überweisungen genehmigte sein Vorgesetzter. Auch in Hamburg geschah ähnliches, in Nordrhein-Westfalen ebenfalls. Immer mehr Fälle werden bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer ist, weiß niemand.

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Vergewaltigung erfunden? Lehrerin legt Einspruch ein

Osnabrück. Die 49-jährige Lehrerin Heidi K. aus Bad Rothenfelde hat gestern gegen das Versäumnisurteil des Landgerichts Osnabrück vom 11. 10. 2013 fristgemäß Einspruch eingelegt. Die 12. Zivilkammer muss daher einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumen und über die Schmerzensgeldforderung neu entscheiden. Die Zivilkammer hatte die im Termin nicht anwesende Heidi K. durch ein Versäumnisurteil zur Zahlung eines Schmerzensgeldes i. H. v. 80.000,- € verurteilt, Az. 12 O 2885/12. Das Versäumnisurteil ist wegen des Einspruchs nicht rechtskräftig.

Siehe auch

Vergewaltigung erfunden – Lehrerin zu 80 000 Euro Schmerzensgeld verurteilt

Osnabrück. Die 12. Zivilkammer des Landgerichts Osnabrück hat gegen die 49-jährige Lehrerin Heidi K. aus Bad Rothenfelde, die zum heutigen Termin nicht erschienen ist, ein Versäumnisurteil erlassen und sie zur Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 80.000,- € verurteilt, Az. 12 O 2885/12.

Das Gericht hat damit der Zivilklage der Tochter und Alleinerbin des im Juni vergangenen Jahres verstorbenen Horst Arnold stattgegeben. Sie forderte Schmerzensgeld für das Leid, welches die Beklagte ihrem Vater zugefügt habe. Die Tochter behauptete, dass Heidi K. die Vergewaltigung erfunden und ihr Vater unschuldig im Gefängnis gesessen habe.

Aufgrund der Aussage der Beklagten hatte das Landgericht Darmstadt am 24. Juni 2002 Horst Arnold wegen einer angeblich am 28. August 2001 begangenen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt, die er vollständig verbüßte. In einem Wiederaufnahmeverfahren hob das Landgericht Kassel im Juli 2011 das Urteil des Landgerichts Darmstadt auf und sprach den Angeklagten wegen erwiesener Unschuld frei.

Die Beklagte hat jetzt die Möglichkeit, binnen zwei Wochen nach Zustellung des schriftlichen Urteils Einspruch einzulegen. Dann müsste die Kammer einen neuen Termin zur mündlichen Verhandlung anberaumen und über die Klage neu entscheiden.