Burgdorfer Kreisblatt 2/2019: Was tun bei Nieselregen?

Bevor es richtig hell wird, wird es schon wieder dunkel. Nachts wird aus dem täglichen Nebel Nieselregen. Bis Freitag. Dann ist sogar mit Schnee(einzel)fall zu rechnen. Bis Samstag. Aber auch bei Nebel und Nieselregen kann man etwas tun. Lachen. Lesen. Pflegen.

Mehr in der zweiten Ausgabe/2019 der internetten Zeitung „Burgdorfer Kreisblatt“

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Die fünfte Ehe: Ich lasse mich von Gerhard Schröder nicht unter Druck setzen

Ich lasse mich von Gerhard Schröder nicht unter Druck setzen. Mein Ehe-Vorbild hat zwar zum fünften Mal geheiratet und somit wieder einmal eine Ehefrau Vorsprung, aber Grund zur Eile sehe ich nicht. Denn ich lege stets Wert darauf, dass die Frauen, denen ich das Ja-Wort gebe, hübscher sind als die des Altkanzlers.

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Nach dem Verkauf ihrer Zentrale wissen die Zeugen Jehovas endlich, wo der Satan wohnt

gandhi

Gandhis Weisheit gilt aber nicht für die Zeugen Jehovas. Für die Leitende Körperschaft dieser Sekte gilt: „Erst sagst du was, dann glauben sie dir, dann trifft es nicht ein, dann gewinnst du.“

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Freie Wähler, Alternative für Deutschland und bibeltreue Christen erkennen Frauen an roten Luftballons

Zwanzig Organisationen haben an diesem Wochenende in Hannover eine „Demonstration für alle“ veranstaltet, zu der nach Medienangaben 50, 200, 1000, 1200 oder 1500 Leute gekommen sind, die Plakate in die Luft reckten, auf die Vati, Mutti, Schwesterlein und Brüderlein gezeichnet worden waren. Das Motto an der Leine lautete „Ehe und Familie vor“.

Vor der Demo bekamen die weiblichen Wesen einen roten, die männlichen Wesen einen blauen Luftballon. Sonst hätten sie vielleicht nicht gewusst, wofür sie als Mitglieder der AfD, der Freien Wähler und der Partei Bibeltreuer Christen vor dem Rednerpult stehen.

Selig sind die Armen…

Der liebe Gott hat das Sandmännchen nach Burgdorf gesandt

Über diesen Mann müsste man einen Film drehen – über diese Stadt auch. In jungen Jahren erbt er eine Firma und setzt sie in den Sand. Dann arbeitet er als freier Mitarbeiter für die Lokalzeitung „Burgdorfer Kreisblatt“. Die setzt der Verleger in den Sand. Zwischendurch liegt er bei einer Frau vor der Wohnungstür. Die reibt sich morgens den Sand aus den Augen. Sogleich gründet er eine Wochenzeitung und setzt seine Ehe in den Sand. Darauf antwortet er mit einem Monatsmagazin und bekommt von seiner Ex-Frau viel Sand. Den meisten Sand muss er beim Finanzamt abgeben. Dem schuldet er nämlich viel Sand. Und immer wieder hat er sich selbst gesandt – als Vereinsgründer und eine Zeitlang sogar als Saubermann, der wilde Plakate von den Wänden kratzt. 

Die Stadt der Sandigen

Warum wird der Name der ersten Schwiegermutter verschwiegen?

Googeln kann man alles. Nur die erste Schwiegermutter nicht. Deren Name wird geheim gehalten. Aber irgendwann muss das Problem doch begonnen haben. Die Erfindung der Ehe dürfte damit in engem Zusammenhang stehen. Aber auch über diese Erfindung weiß man nichts Genaues.

„Seit wann geheiratet wird, weiß man nicht, das liegt im Dunkel der Geschichte. Die Erfindung der Heirat hat sicherlich pragmatische Gründe: Es war gut fürs Sozialleben und für das Gedeihen der Kinder – für alle Seiten war es das Beste. Es gab aber auch andere, unterschiedlich wichtige Verbindungen, auch ohne Ehe: die zu den Brüdern, Vätern et cetera… Im Lauf der Geschichte haben sich die Ehe und Familie herauskristallisiert, aber es lässt sich nicht lokalisieren, wo das begann“, heißt es auf den Internetseiten „Planet Wissen“ am 25. Mai 2010 (Gespräch mit der Religionswissenschaftlerin Angelika-Benedicta Hirsch).

Weitere Infos über das Schwiegermutter-Problem

Wilder Sex ist auch nicht die „Welt“

Frauen haben Sex mit dem eigenen Mann und darum selten.
Frauen haben Sex mit dem eigenen Mann aus Höflichkeit.
Frauen haben Sex mit einem fremden Mann und darum wilden.
Frauen haben Sex mit einem geträumten Mann. Fantastischen.

Das musste endlich einmal geschrieben werden. Die „Welt“-Redakteurin Kathrin Spoerr hat es getan – in ihrem Buch „Das Leben mit mir ist die Hölle für mich“. 

Das musste endlich einmal geschrieben werden

Die Homo-Ehe und die Pharisäer von der CDU

Wie damals die Pharisäer sind Konservative schon immer hinter dem Zug der Zeit hergerannt, konnten sie dem Zug nicht mehr folgen, versuchten sie es mit Stopp-Zeichen oder mit der Behauptung, das Neue sei schlechter als das Alte. Deswegen sehen Konservative auch oft so alt aus, was sie aggressiv macht. Werden sie dann auch noch dabei ertappt, dass sie sich an die eigenen Sprüche nicht halten, murmeln sie müde Entschuldigungen und geloben das, was sie für Besserung halten. Sie handeln wie die Pharisäer, die um ihre Macht fürchten.

Wenn Konservative hinter dem Zug der Zeit herrennen

Wann heiraten Merkel (CDU) und Zollitsch (Deutsche Bischofskonferenz)?

Angeführt worden sind die Delegationen übrigens von einer kinderlosen Frau (Angela Merkel) und einem kinderlosen Mann (Erzbischof Robert Zollitsch). Dass bei diesen beiden irgendwann noch etwas keimt, ist eher unwahrscheinlich. Auch eine Ehe stieße auf Probleme, denn so was läuft immer noch unter „Misch-Ehe“. Deren Grundstruktur ist häufig von religiösen Missverständen geprägt. So verstünde Zollitsch als Vater sicherlich den Wunsch seiner Ehefrau Merkel, die Kinder evangelisch taufen zu lassen, ein wenig miss. Was zu Misstönen führen könnte.

Was keimt bei Merkel und Zollitsch?

Familienpolitik: Die Bundeskanzlerin trägt Glockenrock

Ältere Mütter sollen höhere Renten bekommen. Für Kinder, die vor 1992 geboren sind, bekommen Mütter bislang 28 Euro monatlich, für Kinder, die später auf die Welt kamen, gibt es 84 Euro. Mit der so genannten „Mütterrente“ beschäftigt sich die CDU im Dezember bei ihrem Parteitag in Hannover. Der Kompromiss könnte lauten: Ältere Mütter bekommen mehr, jüngere Mütter weniger Rente.

Klingt wie eine Meldung aus Schillers Zeiten: „Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau, die Mutter der Kinder, und herrschet weise im häuslichen Kreise und lehret die Mädchen und wehret den Knaben und reget ohn‘ Ende die fleißigen Hände.“ („Das Lied von der Glocke“)

Veraltete Ansichten