Dunkel war´s, der Cem Özdemir schien helle…

„…wänns ganz verreckt chunnt, blieb i i de Buhdä“

„Genau…Und i dihei“

Aus dieser Facebook-Stichelei lernen wir heute, dass man manchmal aufpassen muss, wenn man in diesem Netzwerk etwas postet. Aber nur sehr manchmal, also selten. Denn was sich liebt, das sollte sich auch necken, aber die Kunst des Neckens beherrschen nur wenige, weil dieses mündliche Handwerk schon immer selten seine Meisterin oder seinen Meister gefunden hat.

Noch mehr zu meistern

Eine Geschichte über drei fröhliche Kinder in Wilhelmshaven

Der November breitet dunkle nasse Tücher aus, in keiner Stadt ist es zu dieser Zeit so finster wie in Wilhelmshaven. Nirgendwo wird eine Allee hell erleuchtet, auf schmalen Wegen, die Straßen miteinander verbinden, stehen Funzeln, wenn überhaupt. Radfahrer verschwinden in dunklen Schluchten, doch da tauchen drei Kinder auf. Erst habe ich sie nur gehört. Sie rufen: „Die Welt soll sich freuen…“ Ein Mädchen und zwei Jungs hüpfen auf mich zu. „Freu dich…“ Sie hüpfen in eine Nebenstraße. Alle sollen sich freuen.

Geschenk nicht angenommen

Junge Landesbühne sammelt Theatergeschichten: Heinz Erhardt und die große Dunkelheit in Wilhelmshaven

Als sich der Vorhang geöffnet hatte, verbreitete sich im Saal gepflegte Langeweile, bis eine Schauspielerin auf der Bühne erschien und zu dem bedeutungsschwangeren Satz ansetzte: „Ich muss…“ Das war zweifellos – um mit Heinz Erhardt zu sprechen – etwas Klaschisches und deshalb aus dem Gedächtnis der Schauspielerin entschwunden. Da stand sie nun – und musste immer dringender. Bis sie einem Schüler leid tat. Der rief ihr zu: „Im Gang gibt es eine Toilette.“

Anekdoten für die Junge Landesbühne