Madsack-Konzern verschweigt Anfechtung der Oberbürgermeisterwahl in Hannover

Wie in fast allen Städten hat auch in Hannover ein Verlag das Meinungsmonopol. Im Madsack-Verlag erscheinen die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ und die „Neue Presse“. Die Ideen kleinerer Verlage hat sich der Medienriese einverleibt, und zwar so: Erst mit Klagen drohen, dann das Scheckbuch zücken.

Dennoch behauptet sogar der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, in Deutschland existiere ein Qualitätsjournalismus. Der Mann heißt Michael Konken und hat als Pressesprecher der Stadt Wilhelmshaven gelernt, dass Flunkern zum Handwerk gehört. Das verrät er in seinen Vorträgen über die Zukunft des Journalismus aber nicht.

Eine schwere Kette

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Parteilose Kandidaten klagen vor Verwaltungsgericht in Hannover/SPD-Oberbürgermeisterkandidat missachtet alle Regeln

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Die parteilosen Kandidaten Carsten Schulz und Heinz-Peter Tjaden wollen doch noch zur Oberbürgermeisterwahl in Hannover zugelassen werden. Sie haben beim Verwaltungsgericht in Hannover eine einstweilige Verfügung beantragt. Tjaden: „Besonders aggressiv wirbt die SPD, und zwar auch dort, wo sie es noch gar nicht darf.“ (Foto)

Der zweite Antrag

Oberbürgermeisterwahl in Hannover: Parteiloser klagt vor dem Verwaltungsgericht

Der Wahlausschuss der Stadt Hannover hat am Dienstag zwei Kandidatinnen (SPD und Linke) und zwei Kandidaten (CDU und Grüne) zur Oberbürgermeisterwahl zugelassen. Dagegen wehrt sich nun der parteilose Carsten Schulz, ehemals Mitglied der Piraten-Partei und Landtagskandidat dieser Partei. Er beantragte eine einstweilige Verfügung. Die Begründung steckte er heute in den Briefkasten des Verwaltungsgerichtes von Hannover. Danach rief er mich an.

Carsten Schulz will auf Kandidatenliste

Nach der Oberbürgermeisterwahl in Hannover ist vor der Anfechtung?

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Der Wahlausschuss tagt im Neuen Rathaus, Zweiter von links Wahlleiter Carsten Köller. Foto: Heinz-Peter Tjaden

Mein Hund rollt sich auf der Rückbank meines Autos zusammen und nimmt eine Mütze Schlaf, während ich die Treppe zum Gobelinsaal nehme. Die Tür ist verschlossen. Auf einem Zettel steht: „Sollte diese Tür verschlossen sein, dann nehmen Sie bitte die Tür zum Ratssaal.“ Deswegen nehme ich die. Der Wahlleiter, sein Stellvertreter und der Schriftführer sind schon da. Die Mitglieder des Wahlausschusses auch. Rosamunde Schostok aber nicht. Die klebt wohl weitere Plakate.

Wahlausschuss lässt zwei Kandidatinnen und zwei Kandidaten zu