„Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ und andere 2sechs3acht4-Geschichten

Über 150 000 Mal sind in diesem Jahr meine Internet-Seiten über Wilhelmshaven und Friesland aufgerufen worden, jede Woche verteile ich ein 2sechs3acht4-Flugblatt in der Stadt, das von vielen Leserinnen und Lesern bereits für Freunde und Bekannte kopiert wird, doch die Frage, ob ich einen zweiten Versuch starten wolle, in Wilhelmshaven eine Wochenzeitung herauszugeben, habe ich  jüngst verneint. Was ich beim ersten Versuch erlebt habe, reicht mir.

Frühjahr 2004: Die Wochenzeitung 2sechs3acht4 befindet sich in der Gründungsphase. Aus dem Bundesgebiet bekommen wir Anrufe, berichtet wird uns, dass überall Erkundigungen über uns eingezogen werden. Die Konkurrenz sei wohl sehr neugierig. Eine Woche vor dem Erscheinen der ersten 2sechs3acht4-Ausgabe macht sich der Brune-Mettcker-Verlag auf die Suche nach einem Redakteur für eine neue Wochenzeitung, die „Szene Wilhelmshaven“ heißen soll. Mit der wird später der Anzeigenmarkt abgegrast, Inserate werden zu Schleuderpreisen angeboten oder sogar verschenkt.

Die erste Ausgabe verteilen wir im Stadtgebiet fast ohne fremde Hilfe. In einem Verteilungsgebiet verschwindet 2sechs3acht4 gleich wieder aus den Briefkästen. Mit meiner Schwester und ihren beiden Kindern bin ich an jedem Freitagnachmittag in Rüstersiel unterwegs. Schon bald kreuzen sich unsere Wege mit Zustellern von „Szene Wilhelmshaven“. Auch diese Wochenzeitung wird nun freitags verteilt. Einige Ideen von uns werden abgekupfert, einmal wird sogar ein Artikel von mir wortwörtlich übernommen. Dafür bekommt der Brune-Mettcker-Verlag eine Rechnung von mir, die nie beglichen wird.

Auch im August 2004 gibt es 2sechs3acht4 immer noch. Wir stellen jede Ausgabe ins Netz und haben eine eigene Internet-Seite, die täglich aktualisiert wird. Ich biete jedem die Möglichkeit zu Verlinkungen interessanter Veröffentlichungen im Netz an. Ein bis heute Unbekannter fügt am 29. August 2004 den Link „Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ hinzu. Meine Anwältin schaltet sofort die Staatsanwaltschaft ein, die aber nicht einmal ein Ermittlungsverfahren einleitet. Glücklicherweise rotten sich keine Verrückten vor meiner Wohnung zusammen, die mich zur Flucht aus Wilhelmshaven auffordern.

Die letzte Ausgabe von 2sechs3acht4 erscheint kurz vor Weihnachten. Wir geben auf. In einem Kommentar auf den Seiten von Radio Jade werde ich anonym verleumdet. Ich komme privat für Restforderungen von Zustellerinnen und Zustellern auf, obwohl ich nur Redakteur der Wochenzeitung gewesen bin. Die Bezahlung regele ich in einigen Fällen vor dem Arbeitsgericht, damit mich die Raten nicht finanziell auffressen. Trotzdem zieht ein Wilhelmshavener Magazin-Macher („Scout“) über mich her. Das von ihm Verzapfte  veröffentlicht später auch ein Verleumder aus der Region Hannover.

Vor einem der Arbeitsgerichtstermine im Februar 2005 stehen zwei Männer und eine Frau im Gerichtsflur. Die Frau soll entlassen werden, weil sie ehrenamtlich für einen Eishockeyverein gearbeitet hat, obwohl sie krank geschrieben war. Bei den beiden Männern handelt es sich um Anwälte. Einer der beiden behauptet: „Der Tjaden soll vorbestraft sein. Deswegen musste er auch aus Hannover weg.“ Ich stelle diesen Anwalt, der mich nicht erkannt hat, sofort zur Rede. Er vertritt als Jurist auch die „Wilhelmshavener Zeitung“. Der Anwalt wird blass um die Nase.

Nach dem Gerichtstermin wende ich mich schriftlich an den Verleger der „Wilhelmshavener Zeitung“ und an diesen Anwalt. Beide reagieren nicht. Das Amtsgericht von Wilhelmshaven will mir die Namen des zweiten Anwaltes und der Frau nicht verraten: „In persönliche Angelegenheiten mischen wir uns nicht ein.“ Ich verzichte auf weitere Schritte, weil sie mir sinnlos erscheinen.

Seit 2005 mache ich im Internet weiter. Auf Klageandrohungen des Brune-Mettcker-Verlages habe ich stets gelassen reagiert. Gelassen möchte ich bleiben.

Siehe auch

„Kinderschänder Tjaden in Wilhelmshaven“ Hier klicken 

Meine Wilhelmshaven-Seiten im Netz

htp://2sechs3acht4.blogspot.de

http://www.szenewilhelmshaven.de

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Und immer wieder: Hinein mit den Anzeigenblättern in den Papiercontainer

Welcher Gott ihm diese Strafe aufgebrummt hat, ist ebenso unbekannt wie der Grund für diese Strafe: Jedenfalls muss Sisyphos immer wieder einen Marmorblock einen Berg hinaufrollen, weil dieser Block immer wieder hinunterrollt.
Warum meine Nachbarn mir diese Strafe aufgebrummt haben, ist genauso unbekannt, der Grund aber nicht: Der Brune-Mettcker-Verlag gibt zweimal in der Woche ein Anzeigenblatt heraus.

Nach dem Gang zum Container ist vor dem Gang zum Container

2sechs3acht4 – oder: Nicht aufgeben – Kleinanzeige aufgeben

Und es klappt doch! 2004 hat der Brune-Mettcker-Verlag die Wochenzeitung „2sechs3acht4“ noch kaputt gekriegt.  Über mich als Redakteur behauptete damals ein Anwalt, der diesen Verlag juristisch vertritt, ich sei vorbestraft. Dafür hat er sich nie entschuldigt. Auch der Verleger des Brune-Mettcker-Verlages tat das nicht.

Doch aus dem Internet kann man „2sechs3acht4“ nicht weg verleumden. Die Zahl der Leserinnen und Leser steigt ständig. Viele lassen sich die jüngste Ausgabe ausdrucken. Aufgeben gibt nicht. Wer eine Kleinanzeige aufgeben möchte, zahlt dafür zwei Euro.

Die vierte 2013-Ausgabe von „2sechs3acht4“

2sechs3achtvier Nr. 4 2013

Im Internet unter

http://www.zweisechsdreiachtvier.de

Neue Zeitung für Wilhelmshaven Nr. 4: Von Kredithaien und Verunglimpfern

2004 hat es in Wilhelmshaven die Wochenzeitung 2sechs3acht4 gegeben, die vom Brune-Mettcker-Verlag („Wilhelmshavener Zeitung“) mit üblen Methoden wieder vom Markt verdrängt wurde. Redakteur war Heinz-Peter Tjaden (er war nie Geschäftsführer, wie das damals einige behauptet haben). Nun startet Tjaden den zweiten Versuch.

Die vierte Ausgabe hier herunterladen

2sechs3acht4-4

Neue Zeitung für Wilhelmshaven

2004 ist die Wochenzeitung „2sechs3acht4“ vom Brune-Mettcker-Verlag fast so schnell wieder vom Markt gefegt worden wie dieses unabhängige Anzeigenblatt erschienen war. Jede üble Methode, die man sich ausdenken kann, wurde angewendet. 2005 zeigte ein Verlag Interesse am weiteren Erscheinen von „2sechs3acht4“.  Doch dieser Verlag verlor vorübergehend seine Unabhängigkeit, bis die Staatsanwaltschaft einschritt.

Aber vielleicht gelingt der zweite Versuch? Heinz-Peter Tjaden als damaliger verantwortlicher 2sechs3acht4-Redakteur versucht es erst einmal mit einer Nullnummer.

Hier ist sie mit „Tjaden tappt“, „Mike Tjaden liest die WZ“ und Dangast-Aktion.

zweisechsdreiachtvier

Manfred Adrian teilt mit: „Flaminia“-Starter-Set mit zwei Brandnestern auf dem Baukasten-Markt

In der Parkstraße wird fleißig gebastelt, denn seit heute ist der Brune-Mettcker-Verlag kein Zeitungsverlag mehr, sondern ein Hersteller von Modellbaukästen. Das hat der Verleger Manfred Adrian mitgeteilt. Chef-Baumeister wurde Gerd Abeldt, der sich sehr auf seine neue Aufgabe freut: „Mit der Modellbauserie ´Flaminia´ wollen wir Kindern die Angst vor dem Giftfrachter nehmen, der am Sonntag im JadeWeserPort festgemacht hat.“ Das werde gelingen, versichert Vize-Baumeister Maik Michalski, ehemals Lokalchef der „Wilhelmshavener Zeitung“ (WZ): „Früher haben wir Kindern die Angst vor der deutschen Sprache genommen, indem wir sie nicht anwendeten, jetzt wenden wir pädagogische Mittel an, um Kindern beizubringen, dass Gefahrgüter an sich nichts Gefährliches sind.“

Kindern die Angst vor Giftfrachter nehmen

Wilhelmshavener Verlag bezahlt Redakteur fürs Abkupfern und Abschreiben

Heute vor acht Jahren haben wir mitten in der Gründungsphase für eine Wochenzeitung in Wilhelmshaven gesteckt. Ende Juni 2004 erschien die erste Ausgabe. Doch mit Konkurrenz an der Jade war der Brune-Mettcker-Verlag als Herausgeberin einer Tageszeitung und von zwei Wochenzeitungen nicht einverstanden. Innerhalb von sieben Tagen stampfte er mit „Szene Wilhelmshaven“ ein drittes Anzeigenblatt aus dem Medienboden, das ebenfalls am Freitag verteilt wurde.

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