Facebook-Initiative: Wie bekommt man niedersächsische Justizministerin zum Schreiben?

„Politiker haben andere Gene als wir“, hat der Kabarettist Volker Pispers festgestellt. Stellt man um die 20 000 Menschen auf die Straße, die sich gegen eine frei erfundene Gefahr wenden (Islamisierung), dann lassen sich Politiker in Talkshows einladen und säuseln etwas von, wir haben verstanden, wir müssen mehr mit den Leuten reden (die dümmer sind als wir?), wenn es aber um einen Justizskandal geht, gehen 1. keine 20 000 Leute auf die Straße und 2. gibt es mangels Masse auch keine Talkshows. Wie bekommt man trotzdem die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz zum Schreiben? Oder soll diese mail alles gewesen sein: „Wir haben Ihre Anfrage erhalten und werden diese schnellstmöglich bearbeiten. (3. Juli 2014, 11.55 Uhr)“? Der Klick zur Initiative

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Fall Edathy: Niedersächsische Justizministerin wirkt mitgenommen

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Foto: Heinz-Peter Tjaden

Gestern hat die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz von den Grünen den Gang nach Kann-Hossa angetreten. Nach Berlin mitgenommen wurde sie von Oberstaatsanwalt Jörg Fröhlich aus Hannover und von Generalstaatsanwalt Frank Lüttig aus Celle. Vor dem Innenausschuss erkannte die Ministerin pflichtgemäß keine „eklatanten“ Fehler ihrer Vorgesetzten, bei der anschließenden Flucht sah die Ministerin wieder reichlich mitgenommen aus. Fröhlich und Lüttig aber nicht. Die hatten Niewisch-Lennartz in die Mitte genommen, sonst wäre sie bei zufälligen Begegnungen mit Journalisten möglicherweise doch noch umgefallen. Nach Hannover zurückgekehrt, wurde die Ministerin in ihr Büro gebracht, wo sie sogleich weitere Texte von Fröhlich und Lüttig auswendig lernt, die sie vor dem Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtages intus haben müsste, falls der Oberstaatsanwalt und der Generalstaatsanwalt einen solchen Ausschuss genehmigen.

Bei Staatsanwaltschaft von Hannover fällt nichts aus dem Rahmen