Der „Spiegel“-Kulturchef Hellmuth Karasek und ein verschworener Haufen an der Hamburger Akademie für Publizistik

„Hellmuth Karasek hat bei vielen Menschen die Kenntnis und die Liebe zur Literatur, zum Theater und zum Film entscheidend erweitert und vertieft.“ Schreibt Bundespräsident Joachim Gauck an die Witwe des ehemaligen „Spiegel“-Kulturchefs, der mit dem „Literarischen Quartett“ eine gewisse Fernseh-Berühmtheit erlangt hat. Mit diesem Satz bildete Gauck die Medienwirklichkeit ab.

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Ruthard der Bibelkenner und die Heimkinder

Akademie für Publizistik in Hamburg, 1980: Er schiebt die Tür auf, die den Seminarraum teilt. Alle drehen sich um. „Guten Tag“, sagt er. „Ich bin gleich wieder weg.“ Weg ist er wieder.

„Das war Michael Holzner“, sagt der Seminarleiter. „Er hat einen Roman geschrieben über seine Erfahrungen als Heimkind. Wenn jemand diesen Roman lesen will, ich kann ihn bestellen.“

Viele wollen diesen Roman lesen. Er heißt „Treibjagd“. Der Romanheld wird von seinen Eltern in ein Heim abgeschoben.

Kinder reißen immer wieder aus