Verwaltungsgericht Hannover beschäftigt sich mit 100 Gramm Jagdterrier


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Wenn sogar Hunde weinen

Und es begab sich zu einer Zeit, als es noch keine Veganer gab: Männer und Frauen mit lustigen Hütchen wogen auf Klarsichtfolie Wurst und Fleisch ab, sie schwangen Hacke-Beilchen und wetzten Messer, warfen einen kritischen Blick auf den Zeiger der Waage und schauten uns an: „Dürfen es 20 Gramm mehr sein?“ Wir standen vor der Fleischertheke, es roch so herrlich nach Tier-Produkten. Zum Abschied bekamen wir eine Scheibe Wurst auf die Hand. Deshalb kamen wir immer wieder, ohne Angst vor Veganern, die heutzutage jeden Gedanken an Fleischeslust mit virtuellen Spießrutenläufen verhindern wollen. Diese Zeugen des gewürzten Gänseblümchens als Hauptspeise machten uns auch noch kein schlechtes Gewissen, wenn wir nicht Tag und Nacht Kühe auf der Weide bewachten, um sie vor dem Schlachthof zu schützen.

Heutzutage beschäftigen sich Gerichte sogar schon mit 100 Gramm Hund, wenn es um den Schutz von Tieren geht. Im vorigen Jahr hat das Veterinäramt der Region Hannover meinen Jagdterrier beschlagnahmt, weil er angeblich abgemagert war. Die Behörde zierte sich lange, bis sie mir mitteilte, wie viel mein Hund am Tag der Beschlagnahme wog. Die Antwort lautete: 7,9 Kilogramm. Gut eine Woche nach der Beschlagnahme hatte ich meinen Jagdterrier mit Genehmigung des Veterinäramtes aus dem Tierheim wieder abgeholt. Er wog – 8 Kilogramm.

Diese Geschichte beschäftigt nun das Verwaltungsgericht von Hannover, weil ich geklagt habe. Der erste Termin ist heute vom Gericht aufgehoben worden, weil erst einmal über meinen Prozesskostenhilfeantrag entschieden werden soll.

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Dies und mehr lesen Sie auch in der Ausgabe 28 vom „Burgdorfer Kreisblatt“

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Weitere Informationen in Ausgabe 32 vom „Burgdorfer Kreisblatt“

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