Ein Wilhelmshavener Märchen: Immer Ärger mit Christoph, Andreas und Carsten


Lügen

Restexemplare gibt es noch bei Amazon und Hugendubel.

Es war einmal ein Jugendamtsleiter, der hieß Carsten und versprach bei Facebook Hilfe für einen Jungen und ein Mädchen, die nicht länger getrennt aufwachsen sollten, sondern gemeinsam. Die Kinder kannten sich nicht mehr, hatten sich das letzte Mal gesehen, als das Mädchen noch ein Baby war.

Die Zeit, sie verging wie das Versprechen von Carsten, der eines Tages seinen Mitarbeitern die Anweisung gab, fortan zu behaupten, er habe nie auch nur etwas versprochen.

Diese Lüge hatte keine kurzen Beine, sondern schon bald Polizistenbeine, die bei der Suche nach dem Jungen den Kleinen in einer Wohnung wähnten, ohne zu verraten, wem diese Polizistenbeine gehörten. Sie fanden den Jungen nicht, weil er nicht da war. Das sprach sich herum, dagegen klagten die beiden Polizeibeamten und erzählten dem Gericht die Geschichte von einer stets und immer korrekten Aktion, das Blaue fiel dabei vom Himmel in den Gerichtssaal.

Damit sich der Himmel nicht eintrübte und dunkel wurde, hatte ein gewisser Andreas die Kunde verbreiten lassen, die Aktion habe zu Belästigungen einer Jugendamtsmitarbeiterin geführt. Das stimmte nicht, was aber stimmte, war: Andreas ist Oberbürgermeister.

Einer der beiden Polizeibeamten, die eilends einen Jungen gesucht hatten, angeblich bei Nacht und großer Dunkelheit, die allerdings sonst nur die Erde bedecket, wenn die Sonne untergegangen ist, und nicht schon 10 Minuten früher, hieß nun Christoph, wie vorher nicht bei der Suche nach dem Kinde.

Das Mädchen und der Junge waren für alle Zeit in den Brunnen gefallen, Christoph und Andreas hatten Märchen erzählt, die wahr werden sollten. Also verfolgte Christoph einen Mann, der die Wahrheit verbreitete, mit Schauermärchen im Internet und mit Kostennoten, die nun ins Schuldnerverzeichnis eingetragen werden sollen, um diesem Mann weiter zu schaden.

Andreas war weiterhin Oberbürgermeister und schwieg zu allem, was geschah, während Christoph auch noch eine Broschüre verbieten ließ, in der die Wahrheit stand. Die hieß „Lügen haben Jugendamts-Beine“. Polizisten-Beine aber auch. Andreas dagegen nahm immer die Beine in die Hand, wenn die Rede auf dieses Thema kam.

Und wenn sie nicht gestorben sind, trennen sie Junge und Mädchen bis ans Ende ihrer Tage und strafen jeden, der die Wahrheit sagt. Denn sie können sicher sein: Die Wahrheit braucht Mut, den nicht viele haben.

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