„Tatort“ Wilhelmshaven: Sonntagabend sitzen Oma, Opa, Vater, Mutter und Kind in dumpfer TV-Stube


Er hat sich ins Goldene Buch der Stadt Wilhelmshaven eingetragen, der „Tatort“, der am Sonntagabend über die TV-Bildschirme flimmert, wurde dem Publikum und der Presse in vier Kinosälen vorgestellt, Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring soll laut „Neuem Wilhelmshaven“ (früher „Wilhelmshavener Zeitung“, WZ) nach der Filmvorführung gesagt haben, dass ihm in Wilhelmshaven das „Herz aufgehe“, weil keine andere Stadt so aussehe. Was 75 000 Rest-Bürgerinnen und Rest-Bürger bestätigen werden, wenn Oma, Opa, Vater, Mutter und Kind am Sonntagabend in dumpfer Stube beisammen sind.

Dann wird die Enkelin den Opa fragen: „Gab es die Schlaglöcher schon, als du noch jung warst?“ Dann wird der Enkel begeistert in die Hände klatschen: „In dem verfallenen Haus haben Oma und Opa mal gelebt.“ Dann wird Papi ein wenig traurig dreinschauen, wenn die Kamera über den JadeWeserPort schwenkt: „Dort hat man mir vor einigen Jahren Arbeit versprochen.“ Doch irgendwann wird auch dieser Krimi zu Ende sein. Wotan Wilke Möhring will angeblich irgendwann einmal wieder kommen. Aber wohl kaum mit einem Bus voller Fans. Sondern mit einem Archäologen, der mit einem Schweizer Messerli die Siedlungsreste zusammenkratzt. 

Vor der Premiere soll man im Rathaus gescherzt haben. Man witzelte dem Vernehmen nach über Til Schweiger, der zum Glück den TV-Kommissar nicht spiele, denn der hätte – meinten die Witzbolde – möglicherweise Wilhelmshaven in Schutt und Asche gelegt. Dann schlug man sich auf die Schenkel der politischen Fehlentscheidungen, mit denen mehr in Schutt und Asche gelegt worden ist als das dieser Schauspieler jemals schaffen könnte. Solche Scherze zeigen nur, wie krank diese Stadt ist. Man macht sich lustig über sich selbst.  Anschließend lehrt man die Rest-Bürgerinnen und Rest-Bürger, die noch nicht resigniert haben, das Fürchten. Mit den übelsten Methoden, die man sich vorstellen kann. Die man sich ausdenkt im Rathaus, in Parteibüros und in den Redaktionsstuben. 

Gelogen wird sogar noch nach meinem Umzug. Immer noch wollen mir zwei Polizeibeamte an den Kragen, die im Auftrag des Wilhelmshavener Jugendamtes am 17. Juni 2013 in meine Wohnung eingedrungen sind und sich falsche Namen gaben. Dass ich ausführlich auf http://www.zweisechsdreiachtvier.de und in einer Broschüre darüber berichtet habe, gefällt ihnen nicht. Sie wollen mir diese Berichte verbieten lassen. Belästigt werde ich auch noch vom kommunalen Stromversorger, bei dem ich am 17. Februar 2014 meine Wohnung in Wilhelmshaven abgemeldet habe. Die Abschlussrechnung bekam ich bis heute nicht, dafür aber zwei Mahnungen, weil ich diese Rechnung nicht beglichen hätte. Ich überwies die angebliche Restgebühr, die Mahnkosten aber nicht. Worauf der Stromversorgen inzwischen mit einer weiteren Mahnung reagierte. Für die nicht gezahlten Mahnkosten wurden mir weitere Mahnkosten berechnet.

Nun will die Stadtkasse auch noch 161 Euro von mir haben. Behauptet wird in einer „Ankündigung der Zwangsvollstreckung“, ich hätte auf Mahnungen nicht reagiert. Die ich nie bekommen habe. Dafür aber Ende 2013 einen Zettel, auf dem stand, dass es bei der Umstellung der Buchführung Probleme gegeben habe, die zu Fehlern geführt haben könnten. Ich wurde um Mithilfe bei der Bereinigung meines Kontos gebeten. Wie viele andere Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener auch. Ich half sofort. Danach hielt ich die Sache für erledigt, was wohl jeder tun würde, der keine weiteren Schreiben bekommt. Nun häuft die Stadtkasse Mahnkosten auf Mahnkosten und droht mit weiteren Kosten. Bis der Gerichtsvollzieher kommt.

Ich habe schon in vielen Städten gelebt. Nirgendwo erlebte ich, was ich in Wilhelmshaven erlebt habe. Jetzt wohne ich wieder in der Region Hannover und diese sterbende Stadt soll mich endlich in Ruhe lassen. Schließlich stehe ich auch nicht bei der Stadtkasse auf der Matte, weil ich für meinen Hund Steuern bezahlt habe, die noch für einige Wochen reichen…

Vergnügt sind dagegen vermutlich die „Tatort“-Macher. Sie durften einen Hafen als Gespensterkulisse nutzen, sie haben eine grausige Geschichte über Menschenhandel und Verfall der Sitten im Kasten, wofür sie jetzt in Wilhelmshaven auch noch gefeiert worden sind, während es in anderen Städten einen Riesen-Rabatz gegeben hat, wenn solche Themen dort filmisch angesiedelt werden sollten oder angesiedelt worden sind. 

Viele Grüße von http://www.altkreiskurier.de  

 

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