Der Heini am anderen Ende der Leine gratuliert seinem Jagdterrier


Was mein Jagdterrier Mike Tjaden auf http://www.tjadenleaks.de über mich schreibt, ist schwer verdauliche Kost. Doch der Hund ist erfolgreich. Sein Beitrag über die Erhöhung der Hundesteuer in Wilhelmshaven von 90 auf 120 Euro im Jahr hat heute die 500. Bestnote bekommen.  Mit der Differenz von 30 Euro zwischen alter und neuer Gebühr kommt man zwar in den meisten anderen Kommunen ein halbes Jahr lang seiner Hundesteuerpflicht nach, aber dort muss man seinen Hund bei abendlichen Spaziergängen im Herbst auch nicht beleuchten. Beleuchtete Hunde sind viel schöner als nicht beleuchtete und deshalb teurer.  In allem, was der Wilhelmshavener Rat auf Anweisung der Verwaltung tut, steckt Sinn. Das gilt auch für alles, was der Rat wegen mangelnder Anweisung der Verwaltung nicht tut. Deshalb brennt in einigen Straßen von Heppens das Straßenlaternenlicht nicht mehr.  Überfälle müssen also nicht mehr unbedingt im Kurpark, sie können auch in Schlaglöchern stattfinden. Motto: Die im Dunkeln sieht man nicht.

Klagen über marode Straßen gibt es fast überall. Die hätten andernorts aber sofort ein Ende, wenn einer der Kläger nach Wilhelmshaven käme und berichten würde. Vorgestern im Stadtpark hat mich in der Nähe des Bootshauses ein Ehepaar gefragt, warum ich nicht die Stichstraße nehme. Von weiteren Fragen haben die beiden Abstand genommen, als eine Radfahrerin auf dieser Stichstraße ins Straucheln kam. Die neuen Schlaglöcher kannte sie wohl noch nicht. Ich aber.

In Wilhelmshaven sind nicht nur Hunde teuer, mit dem Rad unterwegs sein ist es auch. Fast alle zwei Monate muss ich wegen eines Plattfusses zu meinem Fahrradhändler.  Kaum habe ich eine einigermaßen ruckelfreie Strecke entdeckt, ruckelt es dort auch. Die Straßen und Wege verkommen immer schneller. 

Darüber macht sich offenbar niemand mehr Gedanken. Älteren Leuten, die nicht ganz sicher auf den Beinen sind, würde ich zurzeit auch von einem Spaziergang durch den Stadtpark abraten.  Die Blätterteppiche auf den Wegen sind zwar schön, werden aber bei Regen zu Rutschbahnen, die zudem mit Zweigen und Ästen übersät sind.  Man rutscht oder man stolpert.

Bei Gebühren- und Steuererhöhungen ist Wilhelmshaven Spitze, sonst aber nicht. Wofür werden die Mehreinnahmen eigentlich ausgegeben? Für das nächste Wolkenkuckucksheim? Kluge Leute achten zuerst auf das, was sie haben. Rat und Verwaltung von Wilhelmshaven achten lieber auf das, was sie gern hätten und wollen den Leuten jede Woche einen neuen Floh ins Ohr setzen. Stirbt der Floh, kratzt das niemanden. 

Sogar die „Washington Post“ berichtet schon über diese Stadt. Wo Wilhelmshaven liegt, erklärt sie ihren Leserinnen und Lesern gar nicht. Offenbar geht man in Washington davon aus, dass man sich diese Erklärung sparen kann. Die Fakten reichen.

Mike Tjadens Beitrag über die Erhöhung der Hundesteuer

 

 

 

 

 

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