Nach der Bundestagswahl: Alles Zwerge außer Mutti

Titelt heute eine Zeitung aus der Hauptstadt. Denn bei der Bundestagswahl haben fast alle Parteien einen aufs Haupt bekommen. Völlig kopflos ist die FDP. Die Liberalen sind von Mutti so lange eingeschläfert worden, bis sie nicht mehr schnell genug unter dem Schafott wegkamen. Am Wahlkampf musste sich Merkel gar nicht mehr beteiligen. So was gab es in der DDR schließlich auch nicht. Sie war Chefin der besten Regierung, die es seit dem Fall der Mauer gegeben hatte. Basta.

FDP völlig kopflos

Hannover: Kann der niedersächsische Ministerpräsident die Wahl von Rosamunde Schostok noch verhindern?

Es ist in aller Rosamunde: Die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin bekam im ersten Wahlgang über 132 000 Stimmen. Das waren 48,9 Prozent. Ob Stephan Weil als ehemaliger Oberbürgermeister von Hannover und als aktueller niedersächsischer Ministerpräsident da noch was machen kann, ist fraglich. Der führte zwar die Stichwahl wieder ein und zwang so Rosamunde Schostok in den zweiten Wahlgang, aber die SPD-Oberbürgermeisterkandidatin nimmt den nächsten Plakat-Anlauf. 

In aller Rosamunde

Fassen die Freien Wähler in Wilhelmshaven wieder Fuß?

Ach, was muss man manchmal für höhnische Texte hören oder lesen. Einen hat der Wilhelmshavener Ratsherr Horst Dieter Walzner von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) nach dem Bundestags-Wahlkampfauftakt der neuen Freien Wähler (FW) in Wilhelmshaven verfasst. Walzner gehörte – wie sein Fraktionskollege Frank Uwe Walpurgis – zu den alten Freien Wählern – und sieht nun ziemlich alt aus. Der Versuch, die FW-Veranstaltung am 20. August 2013 zu sprengen, ist ebenso missglückt wie der Versuch, Tatsachen unter den Teppich zu kehren. Denn der FW-Bundestagskandidat Udo Striess-Grubert hat in Wilhelmshaven 1075 Erststimmen geholt, obwohl niemand damit gerechnet hat, dass der Vorsitzende der alten und der neuen Freien Wähler in den Bundestag einziehen könnte.

Freie Wähler brauchen mehr als ein Gesicht

Bundestagswahl in Wilhelmshaven: Ist meine Erststimme doch mehr wert als ein kleines Glas Marmelade von dem CDU-Kandidaten Hans-Werner Kammer?

Das erlebe ich auch nicht jeden Sonntag: Eine hübsche Frau ruft mir zu „Herr Tjaden, heute besteche ich Sie mal.“ Ich steige von meinem Rad, sie drückt mir ein kleines Glas Marmelade in die Hand. „Heute: Wählen gehen! CDU. ´Sonnige Grüße´ von Hans-Werner Kammer.“ Bei diesem Wahlgeschenk handelt es sich um „handgemachten Brotaufstrich mit 44 Prozent Aprikosen, 22 Prozent Orangensaft, Zucker und Geliermittel Pektin“ aus der www.diemarmeladenmanufaktur.de, die in Münster ihren Sitz hat. Hans-Werner Kammer dagegen hat bislang einen Sitz im Bundestag. Den bekam er 2009 über die CDU-Liste. Dieses Mal muss er die Wahl direkt gewinnen, sein Listenplatz reicht nicht. Wenn er so viele Erststimmen bekäme wie im Brotaufstrich Aprikosen sind, würde es reichen. Aber: Reicht solch ein Wahlgeschenk für meine Stimme? Möglicherweise nicht.

Nach dieser Begegnung vor einem Café in der Bismarckstraße habe ich beschlossen: Ich zögere meine Stimmabgabe bis zum letzten Moment hinaus. Das könnte darauf hinauslaufen, dass ich weitere Wahlgeschenke bekomme. Vielleicht sogar noch vor dem Wahllokal, das sich im evangelischen Kindergarten im Inselviertel befindet. Eine frühere Geschenkübergabe wäre mir allerdings lieber, weil ich gern Zeit hätte für einen Vergleich der Kammer-Marmelade mit den anderen Zugaben.

Als bestechlich hat sich heute auch schon mein Jagdterrier erwiesen. Er ließ sich von einer FDP-Frau mit Leckerlis füttern. Aber der ist immer bestechlich…Gestattet sei mir noch diese Bitte: Nur Frauen für die Geschenkübergabe auswählen, die so hübsch sind wie die CDU-Wahlhelferin. In dieser Hinsicht bin ich ein wenig verwöhnt…

„Phänomene unserer Zeit“ (PuZ): Gespräch mit einem ungewöhnlichen Jagdterrier aus Wilhelmshaven

Wenn er aus seinem Leben berichtet, möchte man am liebsten weghören. Er lebt an der Armutsgrenze in einer schrumpfenden Stadt, in der Rathaus-Mitarbeiter den Politikern vorwerfen, sie hätten keine Ahnung, und Politiker der Verwaltung, sie sei dem Irrsinn verfallen. Doch dieser Jagdterrier ist nicht in Depression, er ist einem ungewöhnlichen Hobby verfallen. Er heißt Mike Tjaden und orakelt die Bundesliga-Ergebnisse. In dieser Saison bisher alle richtig. Die Zeitschrift „Phänomene unserer Zeit“ (PuZ) hat sich mit ihm unterhalten.

PuZ: Dürfen wir Sie Mike nennen und duzen?

Mike Tjaden: Wenn Sie noch zwei Leckerlis lockermachen, dürfen Sie das. Ich bekomme hier kaum etwas zu fressen. Mein Leid klage ich immer wieder auf http://www.tjadenleaks.de, aber niemand nimmt das zur Kenntnis und mich mit.

PuZ: Dass Terrier kluge Hunde sind, ist bekannt. Dass sie Hobbys haben, ist ebenfalls bekannt. Manche Jagdterrier sammeln Briefmarken…

Mike Tjaden: Habe ich auch schon probiert. Fällt aber keine Pudeldame mehr drauf rein. Außerdem klebten diese Marken immer an meiner Zunge fest. Eine blaue Mauritius klebt sogar noch unter meiner rechten Vorderpfote. Mit der trete ich deswegen nicht mehr auf. Dafür ist meine Pfote zu kostbar. (Verspeist das zweite Zusatz-Leckerli)

PuZ: Dein Hobby ist also die Fußballbundesliga. Du orakelst die Ergebnisse.

Mike Tjaden: Und zwar fast immer richtig.

PuZ: Wie ist das möglich? Heute hast du ein Tor von Huszti gegen Augsburg orakelt, und er hat es geschossen…

Mike Tjaden: Die Spitz-Pudel-Demokraten treten für Ganzterrierschulen und Frühterrier-Förderung ein. Doch davon halte ich nichts. Ich hielte Betreuungsgeld für angebrachter, weil ich täglich mein Herrchen Heinz-Peter Tjaden betreue. Der bringt sonst nichts zustande. 

PuZ: Das klingt nach einer terrierfernen Umgebung.

Mike Tjaden: Terrierfern ist gar kein Ausdruck. Manchmal habe ich den Eindruck, dass ich dafür auch nie einen Ausdruck finden werde.

PuZ: Das erklärt aber nicht deine ungewöhnlichen Fähigkeiten.

Mike Tjaden: Erklärt es sehr wohl. Da ich nicht vorausgesehen habe, wo ich vor mich hinsiechen würde, sehe ich nun eben Fußballergebnisse voraus. Sozusagen als Ausgleich, den Schalke heute gegen Bayern München nicht schießen wird.

PuZ: Wir danken dir für die schnelle Leerung der Leckerli-Packung und wünschen dir noch einen schönen Abend. 

Die Orakel von Mike Tjaden

 

 

PuZ: Können wir zur Fußballbundesliga zurückkehren und zu deinen ungewöhnlichen Fähigkeiten.

Mike Tjaden: Aber gerne. Ungewöhliche Fähigkeiten kann ich nur entwickeln, weil mein Herrchen gewöhnlicherweise gar keine Fähigkeiten entwickelt. Je dümmer das Herrchen, umso klüger der Terrier, heißt es. Und zwar zu Recht. 

 

JadeWeserPort und neues Krankenhaus: Für das „Neue Wilhelmshaven“ gilt das Einlullungsgebot

Bei Demonstrationen gibt es ein Vermummungsverbot, im „Neuen Wilhelmshaven“ (NW, ehemals „Wilhelmshavener Zeitung“, WZ) gibt es ein Einlullungsgebot. Das weiß inzwischen Nordfrost-Chef Horst Bartels, wenn es um den JadeWeserPort geht, das weiß jetzt auch die BASU, die kritische Fragen zum Reinhard-Nieter-Krankenhaus (RNK) gestellt hat, bevor weiter über eine Fusion  von RNK und Willehad-Hospital und einen Neubau diskutiert wird.

Den Nordfrost-Chef hat sich NW-Chefredakteur Gerd Abeldt vor 14 Tagen in einem Kommentar vorgeknöpft, jetzt knöpft sich NW-Lokalchef Maik Michalski die BASU vor. Er schreibt, dass zurzeit niemand wisse, ob es eine Fusion geben werde. Glaube man den Beteiligten, dann komme es in den nächsten vier Wochen zur Entscheidung. Bis dahin gelte: „Alle Debatten finden auf höchster Ebene und in den politischen Gremien statt – aber hinter verschlossenen Türen. Und das ist angesichts der hohen Hürden, die für ein neues Klinikum zu überspringen sind, auch angemessen.“

Den Rest weiß ein Hellseher?

Was macht eigentlich Jürgen Rück-Tritt-in?

Soeben habe ich eine Mail von der CDU bekommen. Angela Merkel bittet mich um meine Erst- und meine Zweitstimme. Die könnte von mir allenfalls eine Tritt-Stimme bekommen. Und wo ist eigentlich Jürgen Rück-Tritt-in geblieben? Den Umfragen-Niedergang der Grünen muss zurzeit immer Katrin Göring-Eckardt erklären. Der selbstverständlich nichts damit zu tun hat, dass Rück-Tritt-in die Öffentlichkeit getäuscht hat. Erst erinnert er sich nicht, was er 1981 presserechtlich in Göttingen verantwortet hat, nun schweigt er zu 1989. Gewählt wird der doch nur noch von der Grünen Jugend (weiblich, ledig, jung), die ihre Vagina vor dem Spiegel betrachtet, bis wieder einmal alle Discos geschlossen sind. 

Gerhard Schröder gibt Gas

Ach, du BASU! Endlich wieder Wilhelmshavener Politik nach Menzel-Art

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Giftcocktail Körperpflege

erscheint im Oktober

Mehr auf blogdirdeinemeinung.

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Einerseits will sich im Stadtnorden die relativ harmlose Motorradgruppe „Hells Angel“ ansiedeln – dann gibt es das „Dreimädelhaus“ ganz in Leder – andererseits führt sich Oberbürgermeister Andreas Wagner im Rathaus wie ein Rocker auf – und zieht gegen die BASU vom Leder. Da wird der internetten Zeitung 2sechs3acht4 in der 38. Ausgabe ganz anders.

Aber lesen Sie selbst

Immer für Sie da auf http://www.zweisechsdreiachtvier.de

JadeWeserPort setzt sich ins Bild/Minister Lies wünscht sich weniger Streit

Wilhelmshaven/Hannover – 19. September 2013 (tj). Wirtschaftsminister Olaf Lies ist weiter vom Erfolg des JadeWeserPorts überzeugt. Nächsten Monat komme eines der größten Containerschiffe der Welt nach Wilhelmshaven. Das könne Signalwirkung haben.

Ein Jahr nach Eröffnung des Containerhafens zog Lies Bilanz: „Der JadeWeserPort ist selbstverständlich nicht so gestartet, wie man sich das vorgestellt hat. Man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass der Hafen unter anderen Voraussetzungen geplant wurde -als von Wirtschaftskrise noch keine Rede war und sich die Frachtraten im Containerumschlag jährlich selbst übertroffen haben. So konnten wir aber im vergangenen Jahr nur 134 Schiffsanläufe verzeichnen, umgeschlagen wurden 63.414 TEU. Diese im ersten Betriebsjahr umgeschlagenen Mengen machen nur 10 Prozent des erwarteten Gesamtumschlags aus.“

Weiterlesen auf www.jadeweserport.org

Die Körperpflege-Lügen: Der Tod lauert im Badezimmer

Viele Badezimmer gleichen einer Sondermülldeponie. Diese gewagte These vertritt Marion Schimmelpfennig in ihrem Buch „Giftcocktail Körperpflege“, das im nächsten Monat im J-K-Fischer-Verlag erscheint. Auf 400 Seiten beantwortet sie die Frage „Körperpflegeprodukte sollen giftig sein?“ und rät allen, die diese Behauptung für Panikmache halten: „Glauben Sie? Dann träumen Sie ruhig weiter.“ Diesen Träumerinnen und Träumern sagt sie: „Putzen Sie Ihre Zähne weiter mit einem Umweltgift, dem Experten nachsagen, dass es häufiger und schneller Krebs verursacht als jede andere Substanz.“

Ein Buch gegen Mythen und Lügen