Wo die Nordseewellen: So wird Wilhelmshaven geflutet


In jeder Stadt sagen die Leute: „Das ist doch typisch für…“ Deswegen habe ich immer gern in großen Städten gelebt, weil sich dort die Idioten irgendwie verlaufen. Aber ich habe auch in kleinen Städten gelebt. In Burgdorf bei Hannover zum Beispiel. Doch dort hat es nur einen Verleumder gegeben, der als CDU-Ratsherr andere mit dem Dreck bewarf, in dem er selbst steckte.

Nach meiner Rückkehr nach Wilhelmshaven im Jahre 2004 jedoch habe ich mich schnell umstellen müssen. Inzwischen kenne ich keine wichtige Institution mehr, die sich keinen Skandal geleistet hat. Besonders viel erfuhr ich als Redakteur der Wochenzeitung 2sechs3acht4, die wir im Juni 2004 gegründet haben. Doch auch in der Firma ging es drunter und drüber. Als mir der Inhaber am 22. Dezember 2004 weis machen wollte, die Zeitung stehe eigentlich ganz gut da, ging ich und stellte zwischen den Jahren die Frage ins  Netz, ob es noch Leute gebe, die Forderungen haben. Sogleich wurde ich in einem Kommentar bei Radio Jade wüst beschimpft, das Gerücht, ich sei nicht nur Redakteur von 2sechs3acht4, sondern auch Geschäftsführer des Verlages gewesen, hielt sich hartnäckig.

Das Jahr 2005 begann für mich mit Schlangen vor meiner Wohnungstür. Unzählige Zustellerinnen und Zusteller tauchten auf, die noch Geld zu bekommen hatten. Ich bat sie um die entsprechenden Belege und schloss vor Gericht Vergleiche für Ratenzahlungen. Gleichzeitig schwärzte mich die Firma, die diese Zeitung herausgegeben hatte, beim Jobcenter an, das mir einen Kredit auf noch ausstehende Gehaltszahlungen gewährt hatte. Mit einer Plastiktüte voller Kontoauszüge ging ich zum Jobcenter und widerlegte so die Behauptung, ich würde versuchen, an Geld heranzukommen, das der Firma gehörte. Nach zwei Jahren hatte ich alle mir bekannt gewordenen Schulden beglichen.

Derweil schaltete der Inhaber der Firma einen Anwalt ein. Der forderte von mir 3000 Euro für die Verwendung des Logos von 2sechs3acht4. Da ich mir den Namen ausgedacht hatte, kümmerte ich mich nicht darum. Der Anwalt meldete sich nie wieder. Um finanziell über die Runden zu kommen, hatte ich auch mein Auto verkauft.

Schon stand der Nächste auf der juristischen Matte. Der behauptete, ich hätte seinen Computer angegriffen. Diesen Vorwurf fand die Wilhelmshavener Polizei so lächerlich, dass sie mich auf einen Kaffee einlud. Auch der Verleger der „Wilhelmshavener Zeitung“ versuchte immer wieder, mir etwas am Zeug zu flicken.  Ebenfalls ohne Erfolg.

Kein Jahr verging ohne seltsame Erlebnisse. Ein Lokalpolitiker warf mir Beleidigungen an den Kopf, die mich so unvorbereitet trafen wie ein Gewitter bei strahlendem Sonnenschein. Per Mail ereilte mich die Warnung, dass meine elektronischen Nachrichten so leicht lesbar seien wie Postkarten. Dieser Warnung hängte er mails an, die ich an meinen Neffen geschrieben hatte.

Immer wieder plante ich meine Rückkehr nach Hannover. Doch meine Mutter brauchte meine Hilfe. Also hielt ich durch. Dann starb mein Bruder Joachim Tjaden. Jemand kontrollierte nach seinem Tod seine mails, um zu beweisen, dass es einen nicht beigelegten Streit zwischen uns gegeben hatte.

Meine Kandidatur als Oberbürgermeister war da bereits Geschichte, die Drohungen, die mich ereilt hatten, ebenfalls. Einiges davon habe ich gespeichert, denn in Wilhelmshaven scheint man nie zu wissen, wann der Nächste aus dem Gebüsch kommt…

Wie am 17. Juni 2013 zwei Polizeibeamte, die bei einer illegalen Aktion des Jugendamtes falsche Namen angegeben haben sollen.

http://www.zweisechsdreiachtvier.de

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