Viel Schnittchen in Hannover – der SPD-Oberbürgermeisterkandidat droht mit Drehbuch oder Theaterstück

Liebe Leserin, lieber Leser,

sollte ich jemals ein Drehbuch für einen Film oder ein Theaterstück schreiben wollen, so haben mir die beiden vergangenen Wochen die besten Vorlagen geliefert. Ein Raum, 20 Menschen, viel Schnittchen, noch mehr Kaffee. Diskussionen. Jedes Lächeln, jedes Hochziehen der Augenbrauen, ja, sogar ein Hüsteln gewinnt Bedeutung. Am Anfang kaum wahrnehmbar: die Gruppe wandelt sich, wird zum „wir“. Am Ende (fiktiv natürlich in meinem Drehbuch) steht eine gemeinsame Erklärung. In diesem Fall die Koalitionsvereinbarung von Rot-Grün, der künftigen Landesregierung in Niedersachsen.

Stefan Schostok, SPD-Oberbürgermeisterkandidat in Hannover, auf seinen Internet-Seiten

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Die Geschichte einer Flucht aus der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch

So beginnt ein Gedicht von Hermann Hesse. Dichter Nebel liegt auch über der Therapeutischen Gemeinschaft Wilschenbruch, der sich nur selten lichtet. Im Februar 2011 ist er aufgerissen. Ein Mädchen packt in der Einrichtung ihre Siebensachen, stiehlt aus dem Büro ein Handy und startet eine abenteuerliche Flucht. Die Mutter der 13-Jährigen wohnt in Nordrhein-Westfalen, andere Familienmitglieder in Rheinland-Pfalz.

Ein Krimi aus einer Skandal-Einrichtung

Moschee in Wilhelmshaven: Im Mai brennt vor Kinderfest ein Zelt

Moschee in Wilhelmshaven. Foto: Heinz-Peter Tjaden

Moschee in Wilhelmshaven. Foto: Heinz-Peter Tjaden

Anfang Mai vorigen Jahres hat hier ein Zelt gebrannt, das für ein Kinderfest aufgestellt wurde. Jemand hatte einen Brandsatz über die Mauer geworfen. Gefeiert wurde trotzdem. Ob der Täter gefasst worden ist, steht nicht im Internet. Der NDR berichtete 10 Tage später, dass man ihn immer noch suche, die Zahl rechtsradikal motivierter Straftaten steige in der Region Wilhelmshaven.

Der Islam-Prozess

2sechs3acht4 Nr. 7/2013: Der Islam in Deutschland und Wilhelmshavener Schulausschuss in der Sesamstraße

Wilhelmshaven wird seit der Kommunalwahl von der CDU regiert, Leihstimmen bekommt sie von der SPD, da zappt sich so mancher zur Sesamstraße. Weitere Themen in der siebten Ausgabe: Ein Prozess über den Islam in Deutschland und die nicht rechtswirksame Kündigung des Papstes.

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2sechs3achtvier Nr. 7 2013

Mehr im Internet unter

http://www.zweisechsdreiachtvier.de und http://www.szenewilhelmshaven.de

Der Islam-Prozess: Richter Lindeke eröffnet Hauptverfahren vor Wilhelmshavener Amtsgericht

Richter Lindeke hat am 11. Februar 2013 diesen Beschluss gefasst: „In der Strafsache gegen Heinz-Peter Tjaden…wird die Anklage der Staatsanwaltschaft Oldenburg vom 7. November 2012 (Geschäftsnummer 640 Js 23468/12) zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Die Hauptverhandlung soll vor dem Strafrichter hier stattfinden. Ausgefertigt Amtsgericht Wilhelmshaven.“

Termin ist der 3. April 2013, 9 Uhr. Die Verhandlung findet im Saal 47 des Wilhelmshavener Amtsgerichtes statt. Dabei geht es auch um die Äußerung „Der Islam muss raus aus Deutschland“. Sie hat am 17. Dezember 2011 auf den Facebook-Seiten des Wilhelmshavener Ratsherrn Frank Uwe Walpurgis gestanden. Ich fragte die Verfasserin, wo sie denn nun Neofaschistin sei. Walpurgis stellte daraufhin gegen mich Strafantrag.

Das Thema halte ich für so wichtig, dass ich für dieses Verfahren dieses blog einrichte.

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Kein Pirat entert ein Geisterschiff der Medien

Wenn die Presse Wind macht, müssen die Piraten die Segel streichen. Inzwischen dümpelt das Schiff bei Windstärke 3 Prozent dahin. Sind die Piraten erst auf ein Riff gelaufen, werden sie raffen, dass ein Spiegel die Dinge immer verkehrt herum zeigt. Aber gar nicht mehr in den „Spiegel“ schauen, geht auch nicht. Sonst entginge einem Piraten, was diesem Magazin so alles entgeht. Gespräche über den Kurs führen diese Klabautermänner nämlich nur zum Schein. Richtig ist stets, was sie abends den Hafendirnen erzählen.

Die Geisterschiffe der Medien

Will Oldenburger Staatsanwaltschaft den Islam aus Deutschland vertreiben?

Wie hätte die Oldenburger Staatsanwaltschaft eigentlich diese Anklage mündlich begründen wollen? Nach ihrer schriftlich geäußerten Auffassung habe ich den Wilhelmshavener Ratsherrn Frank Uwe Walpurgis (ehemals Freie Wähler, jetzt Unabhängige Wählergemeinschaft) in „die Nähe gewalttätiger Neonazis“ stellen wollen, weil ich am 17. Dezember 2011 scharfe Kritik auf den Facebook-Seiten von Walpurgis übte. Eine Wilhelmshavenerin forderte dort  die Vertreibung des Islam aus Deutschland. Deshalb fragte ich sie, wo sie Neofaschistin sei. Die Anklageschrift wurde am 7. November 2012 von der Oldenburger Staatsanwaltschaft verfasst. Heute hat mir das Amtsgericht von Wilhelmshaven am Telefon mitgeteilt, dass die Hauptverhandlung am 3. April 2013 um 9 Uhr eröffnet werde. Die Ladung sei auf dem Postweg.

Den Strafantrag gegen mich hatte Frank Uwe Walpurgis gestellt.  Offenbar verschwieg dieser Ratsherr, worauf sich meine Frage bezogen hatte. Ich wies die Oldenburger Staatsanwaltschaft in einer schriftlichen Stellungnahme darauf hin und beantragte meinerseits die Verurteilung von Walpurgis wegen falscher Anschuldigung.  Außerdem forderte ich Schmerzensgeld wegen Rufschädigung. Denn nach meiner Auffassung ist es mein gutes Recht, die Forderung nach Vertreibung des Islam aus Deutschland als neofaschistisch zu bezeichnen. Zur Verfolgung der Juden hat bekanntermaßen die Parole „Juden raus“ gehört. Mit wie vielen Ermordeten diese Hetze endete, ist grausige Geschichte, die sich niemals wiederholen darf.

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