Haben sich Wilhelmshavener SPD-Mitglieder als politische Leichenfledderer versucht?


Das finde ich widerlich: Die Hinterbliebenen sitzen beim Leichenschmaus und brechen einen Streit über das Erbe vom Zaun. Verstorbene hinterlassen aber nicht nur Materielles, manche auch Politisches. Wie mein Bruder Joachim Tjaden, der vorige Woche Montag im Alter von 55 Jahren in seinem Garten tot zusammengebrochen ist. Er saß für die Wählergemeinschaft BASU (Bildung, Arbeit, Soziales, Umwelt) im Rat der Stadt Wilhelmshaven.

Sein Leichnam ist noch nicht ganz kalt gewesen, da liefen mir vorliegenden Informationen zufolge Mitglieder der Wilhelmshavener SPD los und wollten das politische Erbe meines Bruders zerfleddern. Sie sprachen demnach BASU-Mitglieder an und versuchten, diese zu einem Eintritt in die SPD zu bewegen, denn mit dem Tod meines Bruders sei auch die Wählergemeinschaft tot.

Träfe das zu, fände ich das dermaßen widerlich, dass mir die passenden Worte fehlten.

Heinz-Peter Tjaden

www.zweisechsdreiachtvier.de

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